Ich habe die Tage unter meinem Artikel mit diskutieren müssen ob der schwedische Weg der bessere sei. Nun fiel mir heute zufällig dieser Beitrag in die Hände. Grob hatte ich ähnliche Zahlen in meinen Kommentare gerechnet - ich will das trotzdem noch mal kurz zusammenfassen:
Der Beitrag zeigt die Zahlen aus Schweden im Vergleich mit denen in Deutschland. Und zwar
| bestätigte Fälle | Todesfälle | Einwohner | |
|---|---|---|---|
| Deutschland | 172.576 | 7661 | 83,5 Mio. |
| Schweden | 26.670 | 3256 | 10,0 Mio |
das sind dann auf 1 Million Einwohner gerechnet 591 Fälle mehr, was etwa 28% entspricht. Jetzt klingt erstmal gut das Schweden trotz kaum Maßnahmen nur 1/4 mehr Fälle hat. Jedoch vergleicht man ein Land mit 1/10 Bevölkerungsdichte pro m3 mit Deutschland. Das klappt nicht, denn dadurch haben die Schweden per se weniger Kontakt.
So müsste man ähnliche Städte vergleichen, im Artikel Stockholm mit Köln und Frankfurt:
| Fälle | Todesfälle | Einwohner | |
|---|---|---|---|
| Köln | 2389 | 97 | 1.09 Mio |
| Stockholm | 4054 | 749 | 0,97 Mio |
| Frankfurt | 1363 | 50 | 0,76 Mio |
So liegen die Fälle in Stockholm um das 1,9 fache höher als in Köln, 2,3 mal so hoch wie in Frankfurt. Und die Todesfälle 8,6 mal so hoch wie in Köln, sowie 11,7 fach als in Frankfurt.
Somit erübrigt sich die Frage ob das Schwedische Modell für Deutschland besser wäre. 7000 - 14000 Todesfälle mehr, doppelt so viele Fälle generell - was dafür sorgen würde das unser Gesundheitssystem komplett in sich zusammenfällt.
Und Immunität - hier würde sich nicht viel unterscheiden. 2,1 % immunisierte stehen 2,7 % aus Schweden gegenüber. Lest euch mal den Artikel durch - der ist wirklich interessant.
Herzliche Grüße - bleibt gesund!