Hallo liebe Leser,
heute mal aus der nahen Vergangenheit. Ich konnte die Tage wieder ein paar neue Leute in meinem Alter hier in meinem Mini-Städtchen kennen lernen. Den ein oder anderen habe ich schon einmal auf ähnlich Weise gesprochen bzw. eben nicht viel oder sehr direkt. Wie soll man das jetzt beginnen... Also ich wohne seit fast genau 2 Jahren hier. Kennen gelernt habe ich nur 2 Jungs in meinem Alter(+-30), mit dem einem habe ich den Kontakt eingestellt und mit dem anderem verstehe ich mich schon ziemlich lange ganz gut. Er ist so der Einzige bisher, mit dem ich einfach mal etwas ausmache. Wir haben ein paar Sachen, über die wir quatschen können. Die anderen... Ja, Jaa schlimm ist das, mit den anderen. Nicht weil sie schlimm wären. Nein, Nein. Das sind allesamt sehr nette Jungs und Mädels und wie gesagt alle in meinem Alter.
Ein Phänomen in meinem Leben. :-) Denn ich hatte noch nicht all zu viele Bekanntschaften mit Altersgenossen, die lange hielten. Man kann sagen das sie auf meine beiden Hände passen würden... Entweder ältere oder jüngere Mitmenschen waren seit meiner frühen Kindheit für mich interessanter. Oder anders, habe ich vielleicht dieses komische Verhalten nicht gemocht, das man untereinander hat. Ich glaube es dient der Rangordnung. Ohne Witz. Auch nicht böse gemeint. Nur das ist nichts für mich. Ich habe keine Angst mich zu behaupten. Nur einfach keine Lust darauf, wenn es "gezwungen" wird.
Das war ganz am Anfang für mich ein Problem, das ich schnell zu lösen gelernt habe, in dem ich mir ein paar wenige gleichaltrige in der Klasse "ausgesucht" habe und mit diesen mehr Kontakt pflegte, als mit den anderen. Irgendwie war das gut. Kein Spaß. Denn es hat mir viele Probleme vom Leib gehalten und das Klassengefüge gleichzeitig nicht gestört. Es war also auch gut für meine Mitschüler. Das "Konzept", habe ich einfach so weiter behalten, im Leben. Berufsschule, Arbeitstelle, Bundeswehr und selbst in der Klapse hat es sehr gut funktioniert. Ich habe gelernt wie ich eher schlichte, als Streit auslöse in einer Gruppe. Das war mir wichtig. Denn ich bin kein Gruppenmensch. Ich kann das nämlich nicht. :-)
Nicht wollen, hat wenig damit zu tun. Denn es ist wie folgt: Schon alleine der Ort an welchem sich alle "Teilnehmer" einer Gruppe befinden, ist für mich ohne es zu wollen, eine permanente Fragestellung. Also wurden beispielsweise vier Personen im Raum bei einander stehen, müsste ich mir überlegen wohin ich mich stelle... Und ich sage es mal so: Ich stehe immer "falsch".^^ Naja, weil ich eben darüber nachdenken muss, warum jetzt der dort und nicht hier, steht. Warum der eine mir die "kalte" Schulter zeigt und ganz selten jemand mir den "Weg" mit seinem Arsch versperrt.
Wenn dann auch noch ein oder mehrere Weibchen in so eine Konstellation dazu kommen, bin ich meinerseits sehr froh den Umgang mit Hanf für mich entdeckt zu haben. Denn es erleichtert mir sehr, solche Gedanken einfach zu ignorieren. Da sind sie trotzdem, nur dürfen sie mir dann leichter egal sein. Gar keine Gedanken, mache ich mir bei Alkohol. Deswegen hasse ich ihn auch so sehr. Er wäre das beste Mittel in leichter Dosierung für mich, um mich "Gesellschaftsfähig" zu machen. Viel zu oft, hat das funktioniert und eine Dosierung im fahrtüchtigen Bereich, war der "heilige Gral" für meine "Massengedankensituationen". Ich möchte vieles nicht, aber was ich auf keinen Fall sein möchte, ist Alkoholiker.
So war es jetzt das zweite größere kleine Privattreffen, von in Spitze 7 Personen. Das war schon ganz lustig, nur die alten Mechanismen sind drin und ich tue, was ich meistens mache in einer Gruppe. Schweigen und zu hören. Eines ist mir mit meinen 30 Jahren klar geworden und das beruhigt mich ungemein. Ich bin kein allzu schlimmer Mensch. Denn ich respektiere eine Mehrzahl an Menschen, immer mehr als mich und das so, das ich den "Frieden" den eine Gruppe normalerweise in sich trägt nicht stören, sondern fördern möchte. Interessant war es, das trotz meines Schweigens und seltsamen "herumstehen´s" immer mehr Menschen dazu gekommen sind.
Das war ein kleines Stand-in am Ende. Ein offensichtlich ungewöhnlicher Anblick unseres Jahrgangs. Ich habe mich nicht wirklich unwohl gefühlt. Für mich waren die Themen das Problem. Ich habe null zum Ansetzten gefunden, obwohl in der Gruppe alles schön einzeln durchgegangen wurde. Tja, ich hab es laufen lassen. Einfach so. Zum ersten mal. Ich bin nach einer Weile die mir richtig schien, auch einfach wieder weg gegangen. Denn seltsamerweise bin ich noch nicht einmal das schuldig bis jetzt. Blöd ist, das man mich in der Gruppe jetzt zum monatlichen Besäufnis eingeladen hat. Das folgendermaßen abläuft.
Wir gehen mit Bollerwagen und fröhlichem Eifer, 3 Stunden durch das schöne Maintal, besaufen uns und verspeisen anschließend bei reserviertem Tisch, alles was einmal gelebt hat. Und gut bitte. Darauf achtet man, wurde verlautbart.
Das klingt so was von vernünftig und nach dem, wie ich es eben auch gerne hätte, einen solchen Umgang zu pflegen, das ich die Einladung vor allen anderen angenommen habe. Und diesmal sollte ich sie wahr nehmen. Tja. Immer noch das Problem mit den Themen. Man, man, ich kann das mit dem Smalltalk nicht und wenn ich nicht aufpasse, landen wir hacke und überfordert unter der Brücke... :-) Also schaffen nicht einmal 1/3 der Strecke. :-) Zeit sind 3 Stunden. Also der Weg. Mittags los gewatschelt, kommen wir Nachmittags an um uns dick und rund zu essen.(Ich glaube wir müssen dann wieder nach Hause, ich glaube wir werden mit dem Zug fahren, weil unmöglich wieder zurück zu kommen in diesem Zustand. :-)
Froh bin ich das Bier das härteste Getränk sein sollen. Starkes Bier, aber Bier. Mal sehen ob ich diesen Tag überstehe. Habe schon lust darauf, nur eben die Befürchtung das ich wieder zu viel Neugierde oder Gesprächsstoff über mich ziehe. Das mögen einige Menschen sogar gerne haben, habe ich mitbekommen. Diesen sei gesagt. Wenn man es hat, dann will man es auch nicht mehr. Ein hübsches Beispiel, für die ewige Unzufriedenheit. :-)
Ich freue mich also mal auf den ersten Mai. Irgendetwas soll ausgebuddelt werden... Man wüsste jetzt, wo es liegt, wurde mir verraten. O.o Das klingt spannend und lustig. :-) Tja, das ist die andere Seite vom Alucian. Nicht schüchtern, aber sicher nicht mehr so leichtfüßig, wie ehe und je. Ist es normal, das wenn man älter wird, auch die Wünsche nach unkalkulierbarer Aktion nachlassen? Ich hoffe ja. Denn es gefällt mir. :-)
Salve und euch einen schönen Sonntag gewünscht.
Alucian