Hallo liebe Leser,
dieses kleine hässlich Brot, hat einen ganz besonderen Ursprung.
Jemand der hier eigentlich nur mitliest
und mir damit eine große Freude bereitet, hat mich,
was ein paar Dinge im Leben angehen sehr stark beeinflusst.
Deswegen wird es diesen jemand bestimmt freuen
das ich kleine hässliche Brote mache
und auch noch Spaß dabei habe.
Rezept für ein kleines hässliches Brot:
Man nehme Mehl und schütte es in eine Schüssel,
gebe etwas Salz und ein klein wenig! Backpulver dazu.
Das verrührt man ein bisschen.
Anschließend nimmt man den Wasserhahn
und öffne ihn kurz über dem Gemisch.
Gerade so viel, das man glaubt keine Pampe zu haben.
Hat man doch Pampe,
nimmt man einfach noch ein bisschen Mehl dazu.
Jetzt nimmt man irgendwas, das nicht die Finger sind
und verrühre alles zu Klümpchen.
Wenn man merkt, das es nicht mehr weiter geht,
nimmt man seine (eventuell sauberen) Fingerchen
und zerstampfe, knete und drücke diesen Teig.
Ein Stück Butter oder Margarine
macht alles noch ein bisschen weicher und lustiger.
Wenn man ordentlich geschätzt und geknetet hat,
sollte sich nun ein schöner Klumpen Teig in der Schüssel liegen.
Diesen lässt man eine Weile in Ruhe.
Besserwisser erzählen was von einpacken und nicht austrocknen.
Das ist überbewertet,
außer du möchtest ihn länger als einen halben Tag in Ruhe lassen.
Wenn er ausgeruht ist,
nimmst du ihn dir noch einmal richtig vor.
Kneten, drücken, pressen.
Das macht Spaß, das macht Freude.
Außerdem wirst du das Gefühl nicht los,
das du dir dein Essen auch verdient hast.
Nun zerteilst du deinen Teig in lauter kleine Stücke.
Babyfäuste sind größer.
Je kleiner die Stücke, desto kleiner dein hässliches Brot.
Und du willst es klein und flach.
Glaube mir.
Das was du kennst, ist für Grobiane,
die wissen nicht
was gut ist und sind faul.
Kleine hässliche Brote sind an der richtigen Stelle faul.
Nämlich beim gegessen werden.
Diese kleinen Fäustlinge,
kannst du nun mit deiner Weinflasche vom Vorabend bearbeiten.
Ausrollen natürlich.
Mach sie schön platt, wie diese Form hier.....
Nimm wieder Mehl, wenn es kleben sollte.
Anschließend tust du deine flachen kleinen hässlichen Teiglinge
in eine beschichtete Pfanne, die schon schön heiß ist.
Dort wendest du sie, bis sie dir gefallen.
Der eine mag es braun und der andere weiß.
So ist das im Leben eben.
Du brauchst kein Öl oder nur sehr wenig nehmen.
Auch nach Gusto eben.
Um deine hässliche kleine Brotsucht
zu beginnen, musst du einige machen.
Mit jedem mal mehr wirst du feststellen,
das sie dir immer besser schmecken,
je hässlicher und kleiner sie sind.
Als Aufstrich kannst du alles nehmen,
was man auf ein Brot eben drauf macht.
Der Alu nimmt höchstens
ein Stück Butter und eine Prise Salz.
Purist, nennt man so etwas.
Was so schön ist, an diesem hässlichem Brot?
Seine Einfachheit. Seine Echtheit.
So ein Brot backen wir seit langer Zeit,
überall auf der Welt und ich finde es toll.
Inzwischen ist es mein Lieblingsbrot geworden.
Einen guten Appetit gewünscht.
Euer Alu