Kannst Du einen KI-Text auch schon 10 Meter gegen den Wind riechen, wenn Du ihn siehst?^^
Ich kann das. Ich kann auch gut gemacht KI Texte relativ einfach erkennen und sogar die KI bestimmen, welche den Text geschrieben haben muesste.
Ich denke, das ich damit nicht alleine bin. Ganz im Gegenteil, wird vor allem die Vielleserschaft, oft schweigender Natur, aber nun mal ueberwaeltigend in der Mehrzahl, ebensolche Lernerfahrungen ueber die letzten Jahre gemacht haben.
Es ist wie das Thema mit den KI Bildern und bei Videos sind wir ehrlich, erkennen wir das noch eine ganze Weile auch einigermaßen Gut.
Aber Schreiben ist nochmal was anderes. Die Worte sind gleicher, als ein Pixel auf dem Bild mit all seinen Moeglichkeiten. Die Art und Weise, wie jemand etwas Schreibt, ist sehr Einzigartig.
Ich persoenlich, habe recht bald gemerkt, das ich nichtmal gerne Korrigieren lasse, was ich wirklich Falsch geschrieben habe, von einem Sprachmodell.
Mich interessiert Echtschreibung nur solange, wie es mich nicht aufhaelt zu sagen, was ich schreiben wollte, oder anders herum.
Wichtig ist, das der Senf in der Welt ist sozusagen. Nicht, ob er gut aussieht oder jedes Koernchen gut gemahlen war. Solange er Schmeckt und nicht im Halse stecken bleibt, ist es nicht mein Senf, die Schoenheit des Textes zu beachten.
Anders ist es fuer mich dann aber irgendwie doch, bei einem Text der mit Sprachmodellen, aus oft sehr offensichtlichen Gruenden, wie vermeintliche Zeiteinsparung geschrieben wurde.
Irgendwie, scheint mit das zu stöeren. Und zwar, weil es Einheitsbrei ist. Immer die gleichen Floskeln von unterschiedlichen Medien zu Lesen, ist nicht so Gut fuer das Bild vom Medium wuerde ich behaupten.
Sprachfloskeln wie bei Erklaehrungen sind vor allem bei ChatGPT und dessen Nutzung auffaellig.
Texte die mit KI alleine geschrieben sind, enthalten oft auch seltsame Fehler. Manchmal, weil man den englishen Trainigshintergrund einer KI bemerkt, weil sie die Worte bei uns im Deutschen zum Beispiel schlicht verdreht hat.
Ansich, veroeffentliche gerade ich sehr viele KI Texte, aber nicht, um Zeit zu sparen, sondern, um die Masse zu bewaeltigen, Informationen zu teilen.
Ich weis einfach, wie ich "ticke" und richte damit mehr Schaden an, etwas nicht aufzuschreiben und sei es nur, damit ich Tagebuchmaeßig fuer mich selbst zurueckkehren und nochmal Nachlesen kann, was mir da wieder durch den Kopf gesaust ist, oder auch, um zu Teilen, was ich fuer Interessant des Inhaltes wegen und nicht des Aussehens oder Ramens dessen halte.
Es bleibt halt immer ein Geschmaeckle, wenn ich in Medien, die sich ja ganz Gut dastehen sehen in vielen Bereichen, Texte lese, die sogar ich besser geschrieben oder einfach nur korrigiert haette.
Ich meine waehre ich ein Medienhaus... mit Angestellten, Lehrauftrag oder aehnlichen "Stand" wuerde ich mich hueten davor wie der Deifi das Weihwasser, mich dabei auch nur erwischen zu lassen, das man mir ankreiden koennte, einen Text nicht mit Liebe und Schmalz geschrieben zu haben, wie es meine Lohntuete nur hergibt.
Weil, damit verfliegt mir das Bild vom "muehsamen" Arbeitsalltag des Journalisten oder auch einfach nur Schreiberlings ein bisschen. So manch ein Text, kann weder viel Recherchezeit, noch Arbeit gekostet haben, wird aber als solcher ausgehaengt.
Widerum, sind mir Texte, die nicht um den heißen Brei reden und offen zugeben das sie mit KI geschrieben sind, genauso lieb. Ich lese ja nicht wegen dem Schreibstil, sondern wegen dem Inhalt und mein Gehirn sagt einfach, das sich die Widerholungen ein bisschen zu sehr haeufen, bei den ueblichen Verdaechtigen.
Nicht alle benutzen KI so offensichtlich! Aber Einige tun so, als waehre das Thema schon gegessen, und das alles so Neu und Normal ist damit zu machen. Ich denke das irrt sich. Lieber solide weiter und ja auf jeden Fall mit Hilfe von KI geschrieben. Fehler zu finden mit der KI macht sehr viel aus, wenn man ein ernsthafter Schreiber ist.
Aber was dann noch? Recherche und Inhalt wird eine KI in der Form nie Gut machen koennen im Gegenteil, auch hier, sehr wahrscheinlich sozuagen, Einheitsbrei im Schreibstil alleine.
Nun bezahlt man aber wahrscheinlich ordentlich Knete fuer die Nutzung des neuen Mitarbeiters, der ja billiger war auf den ersten Blick als man sich haette Vorstellen koennen.
Ich denke das auch hier ganz normale Menschliche Mechanismen greifen und der Habitus sein Werk tut. Sozusagen, faellt es vielleicht auch Schwerer, loszulassen, wenn die Hoffnung Falsches gezeigt hat in der Realitaet des harten Schreiballtages.
Sprachmodelle haben uns nicht weniger Arbeit gemacht, zum Glueck, sondern mehr Arbeit! Zum Glueck, weil, wir jetzt Detailierter und Allgemein besser Wissend arbeiten koennen als vorher. Wir haben mehr zu tun mit der Nutzung Sprachmodellen und nicht weniger. Man muesste also eher jemanden Einstellen, der sich damit auskennt, als auslagern, was vorher ein Eingestellter gemacht hat. ;-)
Salve
Alucian