Es war Schön, allermeistens, mit dir, Microsoft und deinem Windows. Angefangen haben wir beide uns Kennen zu lernen, als Du dich noch DOS genannt hast, in der 3.2 Version, falls ich mich nicht völlig irre. Damals, musste ich dir noch jeden einzelnen Schritt als Kommando erzählen und Du bist wirklich sehr, sehr sehr oft Abgestürzt auf unseren nagelneuen Schulrechnern. Ich habe sofort und intensiv gelernt, dir nicht zu Vertrauen und mich nicht auf dich zu Verlassen. Schließlich warst Du so instabil, das man auf dir nicht mal zuverlässig einen Text verfassen konnte, ohne ständig Angst haben zu müssen, nicht rechtzeitig Zwischengespeichert zu haben.
Ich hatte einen ganzen Ordner mit Befehlen, was Du zu Tun und zu Lassen hast auf der Rechenmaschine. Auswendig gelernt habe ich das alles damals, eifrig nach der Schule, ohne das es mir jemand Auftragen musste. Ich hatte meinen Computer natürlich nur im Kopf dabei, wenn der Unterricht vorbei war. Leider und ich wieder eine Woche warten musste, bis ich an einen Rechner konnte. Du hast mich neben dem Computer selbst Begeistert, mit deinem für heute unscheinbarem Auftreten, in deiner weißen Schrift auf schwarzem Untergrund und deinem blinkendem, auf meine Eingabe wartendem Slashzeichen.
Ich habe gelernt, das binäre System zu verstehen, weil Du noch so Einfach und Klein warst, das Du dich nicht hinter einer anschaulichen Bedienoberfläche verstecken konntest. Tief in deinem System haben wir unter Aufsicht gelernt, dir das ein oder andere Programm abzuverlangen. Da wäre der Mediator gewesen, zum Beispiel, in welchem wir unser erstes Spiel gestalten konnten und eine mit der ständig zu putzenden Kugel-Maus bedienbare Klickoberfläche erstellt haben. Unser Lehrer, war genauso Fasziniert von deinen Möglichkeiten, wie wir als freiwillig teilnehmende Schüler.
Natürlich, war es das Spielen, was Du mir immerzu sehr einfach gemacht hast. Vor allem, als ich Älter wurde und sogar einen Rechner zu Hause hatte, damals noch, ganz Selbstverständlich, ohne Internetanschluss, der sehr viel Geld gekostet hätte.
Die faszinierende Welt der dreidimensionalen Bewegtbilder, hat mich lange nicht Losgelassen und mich bis in meine mittleren Tee-Nager Jahre begleitet. Ich habe versucht über die Harte Ware zu Lernen, so viel ich konnte, damit ich weis, womit ich am besten Spielen kann. Weiter, hast Du mich nicht viel Beschäftigt, zu dieser Zeit. Ganz ohne Schande kann ich auch sagen, war ich noch ein Kind. Die Welt der Programmierung, kam mir so Unendlich unübersichtlich vor, das ich mich Komplett von ihr abgewandt habe, was ich heute ein bisschen Bereue. Du, Microsoft, hast es mir aber auch zu Einfach gemacht, mich um nichts weiter Kümmern zu müssen.
Das war Gut, wenn ich unsere Geschichte betrachte, weil Du damit den Menschen in breiter Masse Zugang zu den Rechenmaschinen gegeben hast. Gleichzeitig aber, war da auch schon deine Konkurrenz am Markt und hat sich blicken lassen, als seltsamer kleiner Pinguin. Da musste man wider zurück zu den Wurzeln, wo Du schon etwas breitere Unterstützung gefunden hast. Meine Faulheit war es, die mich an dich gebunden hat, ohne das ich es Bewusst gemerkt habe.
Soweit, war alles Gut, zwischen uns.
Bis dann das Internet kam, und ich mir sogar von meinem Ausbildungsgehalt einen Anschluss leisten konnte, wenn auch nur über das damals schon veraltete Modem, mit 56Kbit/s. Gereicht hat es aber Trotzdem, damit ich meine Strategiespiele nach der Arbeit spielen konnte und festgestellt habe, das ich ja jetzt gerade Volljährig geworden bin.
Dann... ist mein Interesse für dich und die Spielerei ein wenig eingeschlafen, zum Glück, sage ich heute, und dem echtem Leben gewichen. Pary machen, Mädels kennen Lernen, mit Freunden Spaß haben, waren meine Priori, den ganzen lieben langen Tag über. Natürlich brauchte es auch Geld und auf den eigenen Beinen ohne weitere Hilfe zu stehen, erforderte viel Arbeit und oftige Wechsel dergleichen, in meiner Philosophie, das ich was könnte und mir auch was Wert bin.
Irgendwann in meinen frühen Mittzwanzigern dann, habe ich mir wieder einen Laptop gekauft und angefangen, den Computer und damit dich für Sinnvolleres zu nutzen, als nur herumzudaddeln. Ich habe angefangen das Internet für mich zu entdecken, damals mit einem Internetstick, der mich viel Geld gekostet hat und erst vor einem Jahr das Zeitliche gesegnet hat. Ich habe angefangen, den Browser, das Tor zur Welt zu nutzen und mich über allerlei wisschenschaftliche Themen zu Informieren. Damals auch, wurde dank deiner Hilfe, einer der ersten Verschwöhrungsesotheriker geboren, im Geiste. Schließlich war es wie ein Magnet heraus zu finden, das im Internet mehr stand, als nur der Wetterbericht und Werbung für Bitcoin.
Ich habe gelernt, durch viele deiner anderen Benutzer, das wir in einer Welt leben, die mehr Schein als sein zu sein Scheint. Und auch Du, bist das erste mal als Akteur aufgetreten in meiner Perspektive, die dich nicht mehr so Gut dastehen hat lassen. Schließlich, habt ihr gesammelt was das Zeug hält. Ich habe wieder gelernt, das ich dir nicht Vertrauen darf und schon gar nicht, das ich Ehrlich sprechen sollte, weil Du sicher verrätst, woher das gesprochene Stammte, wenn es darauf ankam.
Mein Misstrauen gegenüber dir, wich dem Frust, das Du immer bescheuertere Versionen auf den Markt geschmissen hast, die immer Langsamer wurden und uns immer mehr von dem Versprochen haben, was ich nie genutzt habe. Sicherheit hast Du gesagt, machst Du für uns, warst aber selbst die größte Lücke dabei.
Mich damals zu Linux zu wenden, war noch keine Option, weil ja schließlich schön selbst Dumm gehalten und Faul geblieben, dank dir und deinen von mir bezahlten Diensten. Das ich Jahre später, umsonst sehr viel mehr von alle dem bekommen würde, das Du uns Versprochen hast, war immer noch nicht an meinem geistigem Horizont zu entdecken.
Mein zweiter Hack, hat mich auch nicht so sehr gejuckt, weil ja schließlich nur die Spielerei betreffend gewesen, wusste ich schon Sicher, das auf uns beide kein Verlass ist, in der Bedienung. Damals noch, ganz klar ohne mein Zutun einfach möglich gewesen für denjenigen, sich an meinen Daten zu vergreifen. Ich merkte, das es das Sinnlosteste der Welt zu sein schien, dir ein Antivirus Programm zu geben und damit meine Rechenleistung zu verschwenden. Ganz ohne wirkliches Wissen darüber, habe ich es also sein lassen, dich zu Schützen mit irgendwelchen Versprechen anderer. Deine Firewall, war zu 90% aus in meinem Leben, weil ich dann doch lieber wieder der Harten Ware mehr getraut habe, in Sachen schutz. Vor allem aber, war es ich Selbst, der sich zu Bewegen wusste, ohne dafür genötigt zu werden von anderen negativen Akteuren im Netzwerk. Du, warst schon lange Tod in meinem Kopf, eine Notwenidigkeit, wegen meiner Faulheit.
Wieder besseren Wissens aber, habe ich nur immer wieder mal über Linux hier und dort gelesen und mich halbherzig interessiert, für die Alternative, die gar keine sein wollte. Der Fluchtpunkt meiner binären Entwicklung wiederum, war schon längst auf den Pinguin gesetzt im Geiste.
Dann, wurde ich 30 Jahre alt.
Ab da, hast Du mir erst einmal wieder geholfen, mich für meine selbstgewählte Aufgabe aufzuopfern und zu Lernen und zu Sehen, so viel ich nur konnte. Gebraucht, habe ich dich dort immer noch, aber der Wunsch, meinen eigenen Sandkasten zu haben, war so tief eingebrannt, das ich ihn nicht mehr länger Ignorieren konnte. Also probierte ich die ersten Distributionen von Linux aus, meistens war das Ubuntu gewesen, weil eben das Bekannteste unter ihnen und für Lernunwillig wie mich auch am einfachsten zu bedienende. Du hattest weiterhin nur Glück, darauf hoffen zu können, das ich zu Faul und inzwischen sogar zu Beschäftigt war, dass es jetzt weit über 5 Jahre und inwzwischen dutzende Versuche gebraucht hat, bis ich dich endlich Los geworden bin...
Heute, schreibe ich dir diese Nachricht, liebes Microsoft, weil Du damit noch einmal eine Chance hast, dich Selbst im Spiegel zu betrachten. Ich behaupte, dass deine Tage für mich gezählt sind, und zwar für immer. Ich fühle mich sehr wohl, in allerlei anderen Möglichkeiten, meine tägliche Arbeit auf und vor allem mit Hilfe eines Computers zu verrichten. Ich kann sogar schneller Arbeiten, wie Du Selbst weist und wie ich auch weis, hast Du deine Fingerchen hier auch Gut mit im Spiel, was mich aber nicht Stören soll, solange ich meine Freiheit habe, die ich inzwischen einfach brauche, alles, auch die Kleinigkeiten, selbst so zu Gestalten, wie ich es gerne erwarte.
Ich werde mir über die Jahre mein eigenes kleines Linux zusammen basteln können, wenn der liebe Herrgott mich das machen lässt. Ich werde so wie heute, sehr Froh sein, das ich mir lieber ein wenig mehr Arbeit mache, aber am Ende, das "Selbst" Gemachte daran, viel mehr Wert ist, als mich weiter darauf zu verlassen, dass Du schon weist, was ich will.
Denn mit Windows 10 und 11, hast Du dich selbst getötet. Zumal ich bei vorletztem dein Depperle gespielt habe, noch vor den meisten anderen, es am Handy zu nutzen, auch, weil Nokia richtig geile Handys gebaut hat, mit diesem System darauf. Aber Du hast uns erzählt, das es Vorbei ist, und Windows 10 das letzte mal wäre, wo wir uns schon gefragt haben, ob nicht bei Windows 7 schon ein Punkt erreicht war, an dem Du dein Optimum erreicht hast.
Du hast uns angelogen, und Windows 11 heraus gebracht. Am Ende, hast Du damit das beschissenste Betriebssystem erstellt, das Du zustande bringen konntest, mit all deiner inzwischen völlig überschätzen Übermacht auf der Welt. Ich sage dir, liebes Microsoft, Du bist nicht zu Groß um zu fallen, sondern Du wirst fallen, weil Du zu Groß bist und damit deine eigenen Füße nicht mehr sehen kannst, geschweige denn, den Weg zu erkennen weist, von welchem Du gekommen bist. Du hast es Geschafft, das ich mich bei so vielen Klicks ärgere, dass ich mich von dir Abwende, mit einem langem Abnabelungsprozess, der Heute sein Ende gefunden hat, und das nur deswegen, weil ich den frühen Wurm bei Intel mit ihren Grafikkarten spiele und nicht wusste, wie ich sie in das System integrieren konnte um auch meine Arbeit weiter zu gewährleisten.
Dank dem neuestem Kernel von Ubuntu, welcher wirklich eine sehr flotte weiterentwicklung Darstellt und zwar noch Baustellen hat, aber für den Normalanwender eine Offenbahrung an Einfachheit und Bequemlichkeit darstellen dürfte. Ich habe gestern mehrfach das neue Ubuntu auf meinen Rechner aufgespielt und Du kannst mein Weibchen fragen, ob ich es geschafft habe in der Zwischenzeit eine Zigarette zu rauchen oder nicht.
10 Minuten, für ein neues Betriebssystem, an welchem ein Normalnutzer im Anschluss so Gut wie NICHTS zu machen hat. Es funktioniert, ist Rasend schnell und bleibt es, im Gegensatz zu dir auch noch nach drei Tagen und den wenigen Updates, die zu machen sind.
Wenn ich den Menschen zeigen könnte, was ich alleine gestern erlebt habe mit dieser neuen Grundlage für das Bedienen eines Rechners, wärst Du morgen weg von Fenster. Versprochen.
Salve
Alucian