Ich setze diesen Beitrag mit Absicht nicht als Erwachsenenbeitrag fest, weil er sich vor allem an die Jugend und die jüngeren Menschen als gutes Beispiel richten soll, wie man es NICHT macht, wenn man etwas haben möchte. :-) Vor allem aber, soll er auch aufzeigen, wie man es Besser machen könnte. Vielleicht. Eventuell. So ganz Sicher kann ich mir da ja nicht sein.
Erstmal, warum haben wir es Versaut, die Säule 2 für unser Gesetz zu bekommen?
Ganz einfach, es gab und gibt zu viel Beschwerde und Gemaule im Internet über die Details des Gesetzes rund um diese Droge. Das bedeutet, es wurde sich zum Beispiel viel zu oft darüber Aufgeregt, das nur so wenig Erlaubt ist in der Menge. Es wurde sehr sehr gerne Geschrieben und Gesagt, dass das Gesetz Mist ist und sowieso alles Doof, und man ja Angst haben müssen, trotzdem weiter Kriminalisiert zu werden und so weiter.
Im Grunde, hat man einfach Feststellen können, das eine hohe Unzufriedenheit geherrscht hat in der Sache um das Thema. Damit wurde das Eisen zu Heiß und man hat es Fallen gelassen. Das Bedeutet schlicht, die öffentliche Meinung ist Mitverantwortlich dafür, dass dieses Gesetz nicht weiter Ausgearbeitet wird inzwischen. Alles Wimpel stehen auf Rot und Stillstand. Der jetztige Stand ist Ausreichend und Gangbar für die Gesellschaft.
Soweit, so Gut, oder Schlecht. Und da kommen wir auch schon auf den Kern der Sache. Die Betrachtungsweise des Gesetzes war vor allem bei den Unbedachten eine äußerst negative und destruktive Geschichte, welche man leicht selbst auf den einschlägigen Kanälen Nachforschen und Recherchieren kann.
Im Grunde ist der Tenor gewesen:
Wir sind Unzufrieden!!! Wissen aber auch nicht so genau, wie man es Besser machen könnte...
In dieser Botschaft schwang aber auch mit, das diese Unzufriedenheit vor allem darauf Basiert, das viele dieser Menschen das Gesetz weder Gelesen, noch Verstanden haben, noch, sich Gedanken gemacht haben, wie die "andere Seite" das so sehen könnte, mit dem Gesetz.
Vor allem aus der Sicht des Gesetzgebers hat es aus meiner Sicht an Einsicht gemangelt, nun mal die Realitäten unseres Zusammenlebens sowohl zu kennen, als auch anzuerkennen.
Was meine ich damit? Nun, die Lage ist eben so, das nicht jeder Mensch den Hanf so mag, wie ihn Hanfliebhaber nun mal gerne haben. Und vor allem, geht es darum, alle auf einen Nenner zu bringen, damit jeder damit "Leben" kann, was so in der Allgemeinheit für die Allgemeinheit entschieden wird.
Hier hat sich gezeigt, das vor allem am Anfang viel viel Unklarheit gewesen ist, wo sich doch eigentlich ein Blick auf das Gesetz gerichtet etwas Ruhe und Zufriedenheit mit dem Teilsieg eines sehr lange und hart gekämpften Kampfes einstellen hätte sollen.
Auf Deutsch gesagt: Wir Hanfliebhaber haben uns als schlechte Sieger gezeigt....
Denn wir haben einen Sieg mit diesem Gesetz erreicht in der Sache und für mich persönlich, ist es ein wundervoller Meilenstein in meinem Leben, mit welchem ich gerne mal Abschließen würde, damit man sich um andere wichtige Dinge kümmern könnte.
Doch so einfach war das nicht für uns. Wir wollten mehr. Viel mehr. Aber was genau, das konnte einem kaum einer erklähren, ach, ich übertreibe, schon wieder, genau genommen, hat mir persönlich NIEMAND erklähren können, warum bei genauer Betrachtung bitte alles noch Besser werden sollte, statt erstmal mit diesem kleinem Großem Schritt zurechtzukommen, in überhaupt auch erstmal zu gehen und dann zu sehen, ob das Funktioniert oder nicht.
Es wurde vor allem gemeckert, das man ja nicht mehr wie 50 Gramm haben darf zuhause. Aber warum so eine Obergrenze existiert und warum die garnicht mal so Doof ist, wenn man eben mal die andere Seite betrachtet, das eben nicht alles nur nach der Nase von Hanfliebhabern läuft, wurde sich wenig geschehrt oder gekümmert.
Ein Gesetz, muss für alle Funktionieren!
Das ist nicht sehr Einfach weis ich inzwischen, nicht zuletzt eben durch das CanG. Alle Menschen zufrieden zu stellen, ohne das der eine zu Kurz oder der andere zu Lang kommt, ist eben ein Kunststück.
Deswegen habe ich für mich mich auf jeden Fall im Grunde sehr über das Gesetz gefreut, wo ich selbst doch all die Jahre immer und immer wieder darum gebeten habe, so einen Rahmen zu bekommen, damit ich in dieser Sache in meinem Leben auch meine "Ruhe" habe.
Denn das ist ja das eigentliche Ziel von uns Hanfliebhabern gewesen und von vielen immer noch Unterstützt, das wir nicht mehr als Kriminelle gelten mit unserer Vorliebe.
Doch da war der Alkohol. Der Alkohol, wurde extrem oft als Vergleich hergezogen und da wurde mit dem Finger immer schön drauf gezeigt.
Aber im Grunde, hat man ja Äpfel mit Birnen verglichen, nicht wahr? ;-)
Mit dem Alkohol zu argumentieren, was das Hanfgesetz angeht, habe ich selbst immer wieder Kritisiert, nicht in eine Schublade gesteckt werden zu wollen von meiner Sicht aus bei den entsprechenden Kommentaren. Denn ich vergleiche Alkohol nicht mit Hanf. Freilich, sind beides Drogen mit jeweils Negativen und Positiven Eigenschaften, aber sonst.... Sind das zwei paar Schuhe.
Nur weil man Alkohol an jeder Ecke bekommt, heißt das nicht für mich als Hanfliebhaber, das ich jetzt an jeder Ecke meinen Hanf zum Berauschen kaufen muss. Vor allem würde ich ihn genauso gerne wenig an der Kasse sehen wollen, wie eben die kleinen Fläschen mit Alkohol dort. Das ist ein Unding, das beim Alkohol halt "Normal" geworden ist aufgrund seiner großen breit bekannten Geschichte....
Aber warum sollte man mit Hanf auf gleichem Maß messen? Das ist Unlogisch und nicht in Ordnung, weil es nicht Gleich ist und es steht ja schon im Grundgesetz, das man Gleiches gleich behandeln soll, und Ungleiches ungleich!
Das Bedeutet schlicht, für den Hanf haben wir andere Maßstäbe und egal wie ich das Gesetz drehe und wende, ich muss Bewundern, wie Gut es gemacht ist am Ende des Tages.
Ich hatte schonmal gesagt dazu, das es typische deutsche Wertarbeit ist, mit richtig Köpfchen und Herz bei der Sache. Denn die ausgearbeiteten Details sind so genau geregelt, das man sich schon dran halten kann, wenn man möchte.
Und genau da ist der springende Punkt, man hat sich garnicht erst darauf eingelassen und wollte den ganzen Menschen, während einem ein Finger gereicht wurde.
Oder anders: Die ultimative Legalisierung!!!
Das wir aber von einer Liberalisierung gesprochen haben, habe ich selbst all die Monate vergelblich aufgeschrieben mit keinerlei Effekt bei den Menschen. Man hat immer von Legalisierung gesprochen....
Wo ganz am Anfang des CanG doch ganz EINDEUTIG steht, das es weiterhin VERBOTEN ist...
Hier hat es schon angefangen, das ich mich über die Ärgerer geärgert habe und vor allem, über die Ungunst auch vieler der alten Hanfliebhaber gegenüber dem Gesetz.+
Das gute Beispiel, ist an teils verlachten Personen wie mir hängen geblieben, mit einigen anderen zusammen, waren und sind wir aber nur ein kleiner Teil gewesen, der sich das auch noch öffentlich zugetraut hat, abzugeben. Mit aller Mühe und Konsequenz beim Falsch machen wohl gemerkt!
Denn das ist etwas, was auch viele nicht gesehen haben, oder wollten, dass der Hanf außerhalb des Rahmens des Erlaubten jetzt härter Bestraft wird als zuvor.
Das hat auch kaum einen bis keinen Interessiert, klingt aber schonmal Logisch, wenn man das Gesetz eben Verstanden hat, oder zumindest im Kern verstanden hat, weil so ganz, kann nichtmal ich das jetzt schon sagen.... Dafür ist schlciht noch nicht genug Zeit und Eingewöhnung für mich gewesen... Wo wir schon beim nächsten Punkt sind.
Die Zeit, sich erstmal zurechtzufinden...
Es wurde sich kaum Zeit genommen und gegenseitig gegeben, erstmal klarzukommen in der Sache. Zu Lernen, wie wir damit umgehen und warum auf andere Weise lieber nicht. Das geht nicht innerhalb von drei Wochen und schon garnicht von Heute auf Morgen. Aber es wurde so getan, fast schon, als wäre das Gesetz schon immer da gewesen und man müsste ja nur...
Nur... :-)
Was können wir Lernen daraus und Besser machen für die Zukunft?
Ganz Einfach, in der Zukunft könnten sich Interessenvertreter mehr mit den Interessen der anderen Seite beschäftigen, mit ihren eigenen Interessen abgleichen und dann auf einem sachlich korrektem Wege versuchen einen gemeinsamen Nenner auszuhandeln.
Ich habe das auch Versucht und bin bestimmt das eine oder andere mal trotzdem Teil des oben genannten Tenors geworden, auch wenn ich das so nicht gerne sehen würde. Die Ansteckungsgefahr durch die allgemeine Unzufriedenheit, war sehr Groß leider. Man hat sich leicht beeirren lassen können in den letzten Monaten, das all das ja im Grund nicht Gut genug war und ist und man auf jeden Fall einfach nur weiter sinnlos herummaulen müsste.
Aber das es nichts gebracht hat, kann man jetzt sehen. Vielleicht sollten wir beim nächsten mal, wenn wir wieder Unzufrieden mit etwas sind, das uns angereicht wurde, damit wir zufriedener sind, nicht gleich komplett durch den Dreck ziehen, uns Besinnen, die Zeit geben darüber nachzudenken und dann vielleicht auch mit enstprechender Basis dund Ruhe zu kritisieren, was man Besser machen könnte.
Das Besser machen besteht also darin, der anderen Seite argumentativ und am besten wissenschaftlich zu zeigen, was man wieso wirklich Besser machen könnte.
Besser machen wir es nicht, in dem wir sagen, es war einfach nur Scheiße.
Denn das ist dieses Gesetz nicht und ich werde dafür kämpfen das es mindestens so Bleiben kann, wie es ist, oder eben logisch Abgeändert wird, weil die Zeit zeigt, das Nachbesserungsbedarf besteht in zum Beispiel all den kleinen und feinen Details, über die man zwar geredet, aber wenig gewusst hat am Ende des Tages.
Wissen ist Gut um Besser zu Wissen. Der Besserwisser, ist Gefragt und kein Schimpfwort. Wenn es also jemand besser weis, dann kann er das auch zeigen, für alle Seiten...
Ich hoffe das ich mit meinem Beitrag zu dem Thema zumindest etwas Schlichten und Beruhigen konnte und gezeigt habe, wie man es nicht macht, und was man anders machen könnte, wenn man was will.
Salve
Sascha Pürner