Es war einmal ein Alu, der ging seiner Wege und wollte sich eigentlich nur selbst verbessern und nebenbei, die ganze Welt gleich dazu. Doch dann erkannte er, nach dem er mit der Geldschöpfung aus dem Nichts vertraut gewesen worden war, das es kaum einen Weg gäbe, dieses Unheil aufzuhalten. Also fing er an Geld als das zu betrachten, was es war. Nämlich Dreck, der im Grunde nicht das wiederspiegelt, an was die meisten glauben wollen.
Er fing also an sein weniges Geld unter die Menschen zu bringen, ganz bewusst. Er verschenkte es und verbrannte es so gut er konnte. Auch das Geld anderer, war ihm nicht zu schade dafür, schließlich war alles Scheiße, wegen dieses Fetzen. Hat man diese Fetzen, am besten so unverdient wie möglich erworben, kann man sich frei bewegen und handeln und machen und tun. Doch irgendwas schrie im kleinem Alu, das das nicht die ganze Wahrheit wäre und das Geld weg muss. Es soll ja angeblich fließen wie Wasser, aber manche bunkern es trotzdem gerne und dann lassen sie es, wie durch ein Wunder für sich arbeiten.
Arbeitendes Geld, so bewirbt es auch die Sparkasse um die Ecke. Welch ein Witz, dachte sich das kleine Alu, wenn er mal wieder so eine Werbung las. Die ganze Welt war für ihn nur noch beherrscht von dieser Sucht nach mehr Kohle. Er selbst, war die meiste Zeit seines Lebens einigermaßen zufrieden, mit dem was er hatte und alles was er nicht hatte, kam später sowieso wie von selbst auf ihn zu. Also warum das ganze Gedöns um Geld? All die kleinen Betrüger da draußen, welche dem Alu das selbige aus der Tasche ziehen wollten, aus der Not heraus, so sagte er sich, war meistens der Antrieb.
Aber irgendwie, war das nicht alles. Denn Geld regiert die Welt dazu. Gesetzte, werden so gemacht, das diejenigen etwas davon haben, die sowieso schon genug haben. Also machte er sich daran herauszufinden wer denn so was alles hat und war erstaunt, als er an mehreren Stellen zu sehen bekam, das sehr wenige, fast alles Geld für sich haben. Reichtum war ihm noch nie so abstrakt und bescheuert vorgekommen. Sein eigener Reichtum, nämlich dem ewigen Drang nach Wissen und Lernen, wurde ihm zusehends bewusster. Er merkte, das er auch viel Kohle haben könnte, wenn er sie denn nur wollte.
Aber bis heute, will der kleine Alu eigentlich gar nicht reich werden, weil er das schon ist und immer bleiben wird. Selbst wenn er mit wirklich reichen Leuten spricht, kommt er sich meistens sehr viel reicher vor, natürlich im Geiste. Denn der kleine Alu brauchte über all die Jahre immer weniger, an materiellen Dingen und wurde zufrieden, wenn er eine Aufgabe fand die ihn glücklich machte. Leider hat er das beste Glück wegen dem teuflisch hinterhältigem Geld von sich gewiesen, nämlich seine Frau. Trotz der Mühe, all die Jahre aufzuhohlen, welche er mit Leben und Lachen verschwendet zu haben schien, war es ihm nicht gelungen, ein wenig Kohle so ran zu schaffen, das er mit seiner Frau anständig leben konnte.
Er wusste es gäbe nur einen Weg, eisern dafür arbeiten, nicht mehr von der Kohle abhängig zu sein. Ein bescheuert paradoxes Verhalten, wie er sich mindestens einmal in der Woche denkt, doch er sieht auch ein, das es nicht anders gehen würde, zumindest nicht, solange man es nicht noch Schwerer haben möchte.
Also buckelt er bis heute fleißig jeden Tag und verzweifelt an seinem Gewissen, genau das nicht tun zu wollen, was er die ganze Zeit macht, nämlich natürlich dem dreckigem Geld hinterher zu rennen. Er möchte alles Geld der Welt verbieten, es abschaffen, die Menschen dazu zwingen sich etwas gescheiteres zu überlegen, aber das kann er nicht und versteht auch, das die Menschen noch nicht Reif genug dafür sind. Zuerst, müssen wir alle noch ein wenig mehr Scheiße fressen, bevor wir verstehen, was Scheiße eigentlich ist.
Also, auf auf, zum Einkauf, von was auch immer man so braucht.
Salve
Alucian