Windows und ich... eine Leidensgeschichte, wenn ich es mir im Rückblick ansehe. Aber von Vorne. Vor etwa einem Jahr, habe ich meine Pläne für dieses Jahr gestartet und mit vielen Hürden und noch mehr verschiedenen Distributionen von Linux habe ich eifrig einigermaßen gelernt, mich auf dem Freiem Betriebssystem zurecht zu finden.
Anfangs kam es mir aufgrund einiger Ausflüge in die Welt des Pinguins nicht Unmöglich vor, das ich umsteigen könnte, aber wie das bei uns Menschenskindern so ist, war die Bequemlichkeit und der innere Schweinehund das größte Hinderniss, wirklich umzusteigen. Das ich Umsteigen wollte, war mir immer irgendwie Bewusst, nur hat mir der gute Grund gefehlt.
Nach meinem Steam Hack im Februar letzten Jahres, war mir aber Deutlich geworden, wie Filigran ich meine Sicherheit rund um das Thema Computernutzung genommen habe und konnte mich daher leichter aufraffen, endlich mal auch zur Tat zu schreiten.
Alles fing mit der Suche nach dem richtigem Linux für mich an. Denn davon, gibt es viele Verschiedene. Mir war vorher nicht Bewusst, wie viele Verschiedene es gibt und so forschte ich in Artikeln und Videos über die verschiedenen Distros erst einmal heraus, was die Unterschiede bei diesen sind und warum ich Welches besser finden würde, als das Nächste.
Im Grunde hat sich schnell gezeigt, das alle im Kern sehr Ähnlich sind, bzw, fast Gleich. Die Details und Spezialisierungen, haben mich schnell begreifen lassen, das ich mich auf eine gut für ehemalige Windoof Nutzer zurechtgeschnittene Distro einlassen sollte. Nicht zuletzt, wegen dem Thema des Desktops und dessen eifrige Nutzung unter Windows meinerseits.
Ohne bis heute auch nur zu Wissen, wie man in Linux einen Shortcut auf seine Bedienoberfläche macht, musste ich also erst einmal Lernen, wie man ein Programm ohne langweiligen Doppelklick ausführt. Viele davon, benutze ich ja auch unter Windows schon nicht, weshalb das nicht die schwerste Aufgabe war.
Viel härter war die Tatsache, das ich auf Intel gesetzt habe und die Unterstützung und das Wissen darum im Internet noch schwer zu finden waren. Alleine die Thematik der OpenCl Unterstützung für meine Grafikkarten hat mich fast zum Verzweifeln gebracht. Viele male, habe ich es Geschafft und wusste nie so genau, wie eigentlich.
Wildes installieren von aus dem Internet kopierten Programmzeilen und Befehlsketten hatten mir einmal das System zerschossen und das andere mal, klappte die Unterstützung ohne für mich direkt ersichtlichen Ursprungs. Das Ausprobieren und Scheitern, hat mich aber weit kommen lassen, wie so oft in meinem Leben mit Themen die mich Interessieren.
Heute, habe ich zwei mal ein Linux aufgesetzt, weil ich es mir beim ersten mal völlig zerschossen hatte, nach dem ich alles erledigt hatte, was mir Wichtig war zu machen. Und das nur, weil ich mir einen einzigen Klick sparen wollte. Das ist eben die Kehrseite von Linux. Man kann es sich schnell völlig Unbrauchbar machen. In dem Fall, war es auch Neu für mich, das ich durch das Entfernen wollen des Kwallet Zeugs mir die Icons und klickbaren Einstellungen so zerschossen habe, das ich am Ende den Computer ohne Gewalt nicht mal mehr herunter fahren konnte.
Es war zum Heulen, zumindest war ich nah dran. Schon alleine deswegen, weil es in letzter Zeit mit meinen Rechnern wieder mal nicht so Rund läuft und das heute so ein bisschen die Spitze für mich war. Bis ich mir eben gedacht habe, das ich das sowieso nicht zum Letzten mal gemacht habe und ich ein Trottel bin, mir nicht anzugewöhnen genügend Snapshots, also kleine Sicherungen zu machen.
Das ist jetzt, nach dem ich lediglich unter einer Stunde gebraucht habe, um mir meinen kompletten Arbeitsplatz inklusiver Installation und Updates einzurichten, natürlich sofort erledigt worden.
Darauf kann man aufbauen und ich mag sagen, das am Ende, ein Linux für mich leichter zu bedienen und zu verwalten ist, als all das, was ich unter Windows "gelernt" habe zu machen an Tweaks und Optimierungen für das System. Im Grunde wusste ich nämlich nichts weiter, als zu wissen, wohin ich gehen muss, um diese oder jene Einstellung zu verändern. Aber so richtig verstanden, habe ich davon nichts und wollte es auch nicht.
Heute, bin ich nach dieser sehr Lehrreichen und aber auch anstrengenden Reise zumindest Klüger als vorher und mein Verständnis, was der Computer da eingentlich so macht und warum, ist zwar nicht viel Größer, aber immerhin, habe ich seit meiner Kindheit wieder das Gefühl, ich wüsste, was da drin passiert und warum.
Denn Linux zwingt einen ein bisschen, das Verständnis für seinen Rechenknecht zu erweitern, gerade dann, wenn man versucht mit der Hardware Leistungsorientiert zu arbeiten. Am Anfang habe ich das Windows noch gebraucht, um mir das ein oder andere auszutesten, weil hier der Erfahrungswert ob die Kiste nun Stabil ist oder nicht, eben noch am Einfachsten gefallen ist.
Jetzt, ist jegliches Windoof von meinen Festplatten verschwunden, ohne Sicherung, ohne Ausweg. Ich werde es schlicht nicht mehr für mich Installieren und verabschiede mich mit diesem Post sozusagen für immer und Entgültig davon. Kein heimliches Zurück Schleichen mehr, wenn ich was Testen will, keines mehr, wenn ich mal wieder den Pikes Peak hochfahren möchte Virtuell...
Das heist dann auch, das ich nicht mehr unter Windows Testen werde und möchte. Nur noch unter Linux. Hier habe ich genug zu tun, um mich weiter darauf zu konzentrieren, wie ich meine Hardware noch besser steuern kann, denn erste Umwege dazu, habe ich gefunden in den benutzten Programmen. Ich steuere also Indirket die Grafikkarten, in dem ich einfach das System anpasse, statt wie das halbe Jahrzehnt vorher die Grafikkarten, bzw. Prozessoren und so weiter, dem System zuschneide.
Das hat mich auch dazu gebracht, das ich meine Hardware noch mal auf eine andere Art sehe und immer mehr Lust darauf habe, sie Selbst zu optimieren, damit sie zum Beispiel kühler läuft. Früher, hätte ich einfach das Power Limit runter gesetzt und Fertig wäre die komplette Faulheit gewesen.
Jetzt, ackern hier drei Karten, statt wie vor einer Woche noch vier, in einem Rechner schön gemütlich ohne großes und lautes Gepläke vor sich hin. Kein Wind in der Sache, und damit auch weniger Lautstärke. Ein Punkt, der mich nie wirklich interessiert hat, aber eben auch durch meine Mitmenschen bedacht werden muss, wenn ich hier meine Mini-Atomkraftwerke am Laufen habe, und anderen damit nicht den Schlaf rauben möchte, welchen ich eher genießen kann, wenn der Fön in den Rechnern schön Pustet, weil ich dann weis, das sie Arbeiten.
Das Betriebssystem meiner Wahl, ist immer noch Garuda Linux. Ich bin den Leuten von Garuda echt Dankbar und habe mich auch schon im Forum angemeldet und die Augen die ein oder andere Stunde offen gehalten, um vielleicht was mit meiner kleinen Erfahrung zurück geben zu können. Aber soweit, bin ich noch lange nicht. Dennoch, ist es mir ein Anliegen geworden. Nur gemeinsam, kann so eine Sache wachsen.
Garuda macht es mir Leicht, die Welt zwischen Windoof und Linux zu überbrücken und das auf eine Art, die wenn ich vorher gewusst hätte, sicher nicht 20 und mehr Jahre meines Lebens mit Windoof verbracht hätte, sondern direkt gewechselt wäre.
Ich muss mich weniger kümmern, als unter Windoof. Dort wäre eine Installation desselben mit meinen Ansprüchen eine halbe Tagessache, ach was, länger geworden. Denn die Updates, lassen sich gerne mal Zeit dort und alleine die Thematik, nervft mich heute nicht mehr. Obwohl ich mit Garuda einen Arch Linux Unterbau fahre und dieser quasi der Update Himmel unter Linux ist.
Das installieren der Intel OpenCl Unterstüzung braucht nur ein Wort in der Suche des Paketmanagers und einen weiteren Klick, weil inzwischen die Unterstützung für diese Karten von Haus auf schon enorm gut Gereift ist und man sich nicht mehr um etwas zu kümmern braucht im Normalfall.
Spielen... Ja, das Geht auch unter Linux, interessiert mich nur nicht mehr, nach all der Zeit. Es ist regelrecht Gestorben. Und mich noch zum Spielen zu bewegen, ist eher Selbstzwang, auch mal was "Sinnloses" am Rechner zu machen, statt ständig nur zu Recherchieren und zu Lernen damit.
Programmierer werde ich wohl nie werden, so meine Auffassung inzwischen. Das ist noch mal ein Pflaster, vor dem ich immer noch den virtuellen Hut ziehe, bei allen die das ihre Fähigkeit schimpfen dürfen. Aber ich mag es nicht völlig Übertreiben und irgendwie, muss ich auch ein bisschen dafür Sorgen, mal was Produktives auf die Reihe zu bekommen, statt immer wieder mit etwas neuem zu Lernen anzufangen. Man kann nicht ewig einfach nur Studieren.
Das Linux, ist erst mal das Letzte, was noch immer ein bisschen Neu im Verständnis sein wird für mich in nächster Zeit, bei den anderen Sachen, bleibe ich lieber bei der Gewohnheit.
Vermissen kann ich nichts unter Windoof. Nicht mal, das ich meine Sachen anständig damit Steuern konnte, weil der Preis dafür, einfach zu Hoch ist. Jetzt, habe ich nicht mehr das Gefühl, völlig Egal, ob Berechtig oder nicht, das mir ständig jemand über die Schulter sieht beim Nutzen meines Computers.
Ich fühle mich Frei und Erwachsener mit Linux und genau das war Zweck der Sache. Nichts anderes. Schmankerl sind, das alles immer einen Tacken schneller läuft, als ich es sonst gekannt habe. Mein Computer ist jetzt eine Maschiene, im wahrsten Sinne. Denn die Hardware ist auch bis zum speien optmiert und glänzt mit außergewöhnlichen Eigenschaften, wie zum Beispiel die Sparsamkeit im Verbrauch, zu ihren baugleichen Brüdern und Schwestern, sowies eben auch der schnellen Reaktionszeit, die endlich mal bei mir anzukommen scheint, statt Träge dahingerafft zu werden von einem Betriebssystem, das mich mehr Bemuttert hat, als mir zu Helfen, wirklich Selbstständig zu werden.
Ich denke, das die Linux Nutzung immer weiter wachsen wird, denn wie viele von uns Wissen, ist es der wahre König bei den Computern und das Internet, wäre nicht, was es ist, ohne solche freiene Projekte.
So oder so, war es jede Minute und jeden Ärger wert diese Reise zu machen und ich freue mich darauf, noch ein bisschen damit weiter gehen zu können.
Salve
Alucian