Hallo liebe Leser,
wie soll ich es nur sagen? So viele Gedanken, Eindrücke und Einfälle, die ich hier in den letzten 15 Monaten alleine auf dem Steem gesammelt habe. Ich verbringe ganz schön viel Zeit hier drin. Mit Kommentieren und Lesen am meisten. Das geht inzwischen wieder Stundenweise, nachdem ich die letzten beiden Monate etwas "langsamer" mache MUSSTE. Denn ich wollte mich nicht wieder verausgaben und im Krankenhaus landen, wie letztes Jahr zwei mal.
Das ganze Wochenende war geplant, um einfach mal wieder nichts zu tun. Habe mein (überteuertes) Heim sauber gemacht und schön eingekauft. Mir gedacht, das der Steem mich mal am Arsch lecken kann, für zwei Tage. Sogar die Zockerei mit Steemmonsters macht mir nicht so viel Spaß wie erhofft und vor zwei Monaten angefangen im Sinne etwas "lockerer" zu werden. Erhofft auch, weil ich dachte, das ich damit wenigstens ein wenig Steem verdienen könnte. Denn wenn ich auf meine Uhr sehe und vergleiche was ich bekommen habe in dieser Zeit hier bin, sehe ich nur, das von mir ein bisschen zu viel drin steckt und von zu wenigen zu viel in meine Richtung gegangen ist, um mich bei Laune zu halten.
Damit habe ich gerechnet und es ist auch nichts, das mich überrascht hat. Aber es ist traurig, weil es meine Vermutung bestätigt, das man hier sehr viel tun muss, um eines Tages wie es mein erklärtes Ziel ist, davon leben zu können. Man mag mich vielleicht sogar verlachen dafür. Aber ich habe mir das in den Kopf gesetzt und es ändert sich auch nicht. Das Pferd ist nicht Tod, auf dem ich reite. Es braucht nur mal Wasser und eine Pause. Zum Glück ist mein Pferd wie ein Kamel und ich als Reiter, habe schließlich auf vieles wissentlich verzichtet, um den Weg zu gehen den ich hier bis jetzt gegangen bin.
Ziel war und ist, meine Ansicht hier in die Blockchain zu nageln. Menschen dazu zu bringen mir zu folgen, weil sie das aus freien Stücken wollen. Alles so, das ich mir jederzeit in den Spiegel sehen kann und sage: Sascha, das hast du gut gemacht. Das war vielleicht sogar eines der besten Dinge, die du je getan haben wirst. Also mache ich weiter. Egal wer geht, wer mich verlacht oder nicht versteht. Ich mache einfach weiter. Bleibe mir selbst treu und vermittele die Gedanken, die ich zu allem Möglichem habe. Ein wenig Moral und Ethik. Hier kann ich das machen. Hier kommt es mir nicht allzu Sinnlos vor. Schließlich soll es bleiben, in diesem großem Buch.
Ich habe mich verändert und das immer wieder gesehen beim schreiben. Darin liegt meine Kraft. Immer wieder von Vorne anzufangen und das zu tun, was ich als erstes Gedacht habe. Ängste die ich Anfangs hatte, verflüchtigen sich mit der Zeit hier. Meine Reputation (nicht die in Zahlen) wächst glaube ich sehr gesund. Ich bin authentisch. Sogar mit "nur" Worten. Ihr seht mich nicht und ihr kennt mich nicht persönlich. Das ändert sich mit der Zeit, für den ein oder anderen. Im Grunde bin ich aber davon abhängig, mein Ziel mit Worten, Geduld und viel Liebe zu erreichen.
Ich habe die Menschheit studiert und versucht zu verstehen, warum alles ist wie es ist. Das hört natürlich nicht auf und hier zu sein bedeutet, auch ein schönes Messinstrument nutzen zu können. Für mich, für Euch und für die Menschen die nicht hier sind Stellvertretend.
Walter Rathenau hat gesagt: Denken heißt vergleichen.
Das mache ich gerne hier. Ich denke und sehe vor allem zu, was ihr so treibt. Ich versuche die mahnende Stimme zu sein. Immer in dem Wissen, wie schwer es ist mich zu verstehen oder das zu wollen. Es ist ein Balance-Akt sondergleichen, zu versuchen, niemandem auf die Füße zu treten und trotzdem zu mahnen und zu lehren, was viele nicht sehen in ihrem Tag.
Wir nennen das hier ein soziales Netzwerk. Und ja, das ist es auch. Aber es ist auch Asozial. Und das kann niemand wirklich abstreiten. Das Spiel auf dem Steem heist Geminifikation. Wir spielen es meistens ohne zu wissen, was das überhaupt bedeutet. Vor allem die Konsequenzen, sind uns meist nicht bewusst. Wären sie das müsste niemand unter dem anderem Leiden glaube ich. Dann wäre alles Utopisch und Perfekt. Bei Gott, zum Glück ist es das nicht. Es wäre sehr Langweilig auf der Welt. Was aber nicht sein muss ist, das wir die Natur in allen Bereichen darstellen und wenige über viele herrschen und sie lenken. Das ist überall so. Vom Menschen mal abgesehen.
Was kann ich also tun, um meinen Teil beizutragen auf der Welt? Ich der Sascha, der der sich vor Verantwortung immer gerne gedrückt hat. Weil er Angst hatte sich selbst einzusperren, für die Illusion von Sicherheit und Freiheit?
Ich glaube das ich das tun kann, was ich immer gemacht habe.
Kommunizieren.
Mag sein, das es meinerseits sehr einseitig statt findet. Und ich mehr zu sagen habe, als der andere. Meistens zumindest. Es mag sein, das es nicht optimal ist und ich monologisiere. Damit die Zeit des anderen Einschränke und ihm am besten sofort alles geben will, von dem ich glaube, derjenige bräuchte es.
Zum Glück bin ich etwas Älter inzwischen. So alt, das ich mir manchmal wie ein Dinosauriere vorkomme, wenn ich in der Menschenwelt agiere. Das Internet als den größten Auswuchs unserer Zeit, habe ich von Anfang an gemieden. Sozial sein darin??? Nein. Nicht für mich. Ich bin mein Leben lang auf Frieden und Gleichheit aus gewesen, in der "Offline" Welt. Habe immer gerne auch mal zurückgesteckt, wo ich hätte nehmen müssen, um mich durch zusetzten. Alleine schon damit ich anschließend vor Erschöpfung nicht auf Hilfe anderer angewiesen bin. Aber das habe ich nie geschafft. In Etappen vielleicht. Aber nie so, wie ich geglaubt habe, das es funktionieren müsste, dürfte ich, ich selbst sein.
Die Angst vor sich selbst, stand mir dabei im Wege. Deswegen war ich dann lieber ein Anderer. Habe mich angepasst, wenn es mir nicht zu weit gegangen ist. Zu weit meine ich, das ein Mann Prinzipien haben muss, denn sonst ist er nicht viel Wert. Eine feste Grundeinstellung zum Leben und zu den Dingen. Diese Prinzipien, die ich früh gerne angenommen habe waren es, die mich zerstört haben. Weil sie radikal sind, unbeugsam, in einer Welt die sich zunehmends voller Scheiße und Korruption befindet.
Damit konnte ich zwar viele neue Starts hinlegen und mir wurden diese auch noch leicht gemacht. Aber ich habe lange nicht wahr haben wollen, das es nichts bringt, so lange ich nicht sein darf, wie ich bin. Nichts davon wissen wollen, das ich immer darunter leiden werde, wenn ich es nicht mache, wie ich denke. Das staut natürlich viel auf. Immer nett sein, immer freundlich sein, ja sagen, wenn man helfen kann und Nein sagen, wenn man durch die Prinzipien daran gehindert wird.
Irgendwann wird man dann älter und wundert sich schon gar nicht mehr, wenn man auf die Fresse fällt. Man weis es schon, bevor man eine Aufgabe beginnt oder von Neuem beginnt. Man weis ganz genau, wie es Endet. Hat alles vor Augen.
Und macht es trotzdem.
So wie mein Wirken hier. Ich weis was auf mich wartet damit. Aber ich mache es trotzdem. Vielleicht weil mir auch die Kraft fehlen würde, noch einmal von vorne Anzufangen. Zumindest was meine Aufgaben angeht. Ich sehe, das ich nicht mehr alles ganz genau berechnen kann. Mag sein, das es die Welt ist, die mit zunehmender Erfahrung auch komplexer wird, mag sein, das es mein Alter ist und meine Energie nachlässt. Oder, das ich all das Glück, welches mir im Leben wie Selbstverständlich begegnet ist, so langsam aber sicher zu Ende geht. Aufgebraucht ist.
Deswegen werde ich weiter machen. Egal wie es kommt. Selbst wenn ich hier nur noch einem anderem schreiben würde. Das Buch und die Gedanken müssen festgehalten werden und diese Weise ist es, was mich glücklich macht das zu tun. Also muss ich es tun. Und ich will es tun. Von ganzem Herzen. Ich lerne dabei wieder so viel mehr über mich und die Menschen, das es nicht Langweilig wird. Obwohl es Oberflächlich betrachtet auf dem Steem sehr schnell langweilig werden könnte. Regelrecht ermüdend. Nicht, weil du gerade so einen langen Text lesen möchtest, oder das Gefühl hast du hättest die Pflicht dazu. Es gibt Bücher, habe ich gehört, die sehr dick sind und lange nicht so viel zu sagen haben, wie der Mensch selbst. Die meisten Schreiber verpacken nämlich lieber, was sie denken. Aus Angst, das man etwas entdecken könnte, das hinter her unangenehm wird.
Eine meiner Schwächen ist es, nichts planen zu können das "klein" ist. Ich kann mir einen Rahmen machen. Sogar ganz gut glaube ich. Aber das Bild wird durch den Weg geformt und gemacht. Darin liegt meine Schwäche. Ich weis nicht was ich gleich schreiben werde. So blöd sich das anhört. Aber es ist so. Also schreibe ich frei Schnauze und damit glaube ich so wahr, wie irgend möglich.
Wenn ich also gleich eine Pause machen muss, weil mir die Fingerchen schmerzen und anschließen weiterschreibe, verändere ich schon wieder den Geist der Nachricht. Weil ich in der Zwischenzeit ganze Welten erlebe.
Das ist der Spaß und das Leid in meinem Leben, das mir keiner nehmen kann. Niemand könnte mich einsperren. Denn das bin ich schon. Eingesperrt in meinem Kopf. Hier gebe ich mir die Freiheit das zu materialisieren, was darin steckt. Und wenn jemand es verhindern möchte, dann hat man keine Wahl, außer es zu ignorieren oder damit zu leben.
Ich finde diesen Gedanken Prima. :-) Auch habe ich damit eine Verantwortung, die ich schon vor dem Schreiben tragen muss. Deswegen mache ich es auch so gerne impulsiv. Weil es dann einfach fließt, wie Wasser und ich mir keine unsinnigen Gedanken darum machen muss, wie es für jemand anderen aussieht.
Hier ist mein Blog! Mein Teil, in einem großem Buch und ich bedanke mich herzlich bei jedem, der sich die Mühe macht es zu lesen und zu verstehen. Denn damit möchte man mich verstehen und das ist etwas, das mir immer sehr gefehlt hat in meinem Leben.
Lasst uns mehr kommentieren (verstehen was andere denken und das zeigen) und ein wenig moralischer/ethischer vorgehen, bei unserem Wirken hier. Das tut uns gut.
Damit ich damit ein wenig unter die Arme greife, habe ich am Wochenende einen Coin auf der Engine erstellt. Er heißt
CommentCoin. Er soll uns dienen, uns gegenseitig zu belohnen, wenn wir kommentieren. Quasi ein Zwischenschritt, bis das von alleine funktioniert.
So lange sind wir nämlich nur ein halb soziales Netzwerk. Und damit Entwicklungsbedürftig, genau so, wie die ganze Menschheit.
Wer uns und mir (dauerhaft) helfen mag, mit dieser Idee, ist gerne gesehen. Die Graphiken macht unser Steemillu Chef Paul schon. Der Coin und ein Account dazu, ist auch schon Fertig. Meine Kenntnisse im Programmieren sind gleich Null, aber ich habe den nötigen Code auch schon ausfindig gemacht. Den nötigen Computer und Internet, habe ich hier 24/7 am laufen. Kohle sollte sich von alleine als Buy Order einfinden dürfen und sonst ist die Sache so Schwer auch nicht umzusetzen.
Es ist ein weiteres Experiment.
Trial and Error.
So wie das Leben es vorgibt.
Damit wäre lange nicht alles gesagt.
Trotzdem
Danke euch für das lesen.
Liebe Grüße und Salve
Alucian