steckt ein Quäntchen Wahrheit. Deswegen lese diese Worte, als absolut gelogen, erstunken und erdichtet. Es gibt NICHTS daran, das bei einer Überprüfung stand halten würde. Außer das Quäntchen, welches Du nun suchen darfst.
Was wäre wenn....
Die Rolle, in welche Du hineingeboren und erzogen wurdest, ein Rolle ist, die Du selbst nicht zu erkennen fähig bist. Deswegen nicht, weil jemand, der in einer Rolle steckt, nicht gleichzeitig Zuschauer sein kann. Der eine Spielt das Theaterstück, der andere sieht im dabei zu. Ohne Beide, wäre nichts davon ein Theater.
Du bist also in einer Rolle gefangen, stellen wir hiermit fest. Diese Rolle nennen wir nun einmal gesellschaftliche Normalität, in dieser bist Du einem so großem Heer von Zwängen und Barrieren, wie natürlich auch Begünstigungen und Rechten unterlegen, dass Du wie gerade erkannt, keine Chance haben wirst, diese Grenzen deiner Blase auch nur Wahr zu nehmen.
Nun passiert etwas mit dir in deinem Leben.
Die Rolle welche Du spielst, hat einen Fehler. Sie wird dich aus dem Takt deines Lebens bringen. Du wirst gekündigt, jemand dir wichtiges stirbt oder sonst etwas, das so abnormal und selten für dich ist, das dein Gehirn nicht damit zurecht kommt.
Vielleicht, wurdest Du auch nur knapp vom Bus überfahren und hast den ersten echten Adrenalin Kick seit deiner Kindheit gehabt.
Du bist also in einer Situation (für dich wird sie vermutlich ein Problem sein) in welcher deine Rolle nicht mehr so einfach zu spielen ist. Du versuchst es, wenn Du überhaupt daran denkst deine Rolle wieder auf zu nehmen, und nicht gleich fällst wie ein Stein den Brunnen hinab. Es gelingt dir aber nicht, deine alte Schiene weiter zu fahren und Du musst dir eingestehen, das vieles von dem was Du vorher als Richtig und Falsch empfunden haben wirst, schlicht nicht Richtig und Falsch war.
Denn die Stücke welche Du in deinem Puzzle des Lebens nun in der Hand hälst, passen überhaupt gar nicht in dein Puzzle hinein. Das lässt nur die Schlussfolgerung zu, das Du das Puzzle nicht kanntest. Das Theaterstück nach dem vermeintlichem Ende, in Wahrheit noch viel weiter geht. Deine Rolle, nicht nur gesehen, sondern auch noch vorgegeben ist.
Das spürst Du daran, das plötzlich deine Umgebung genauso auf dich reagiert, wie Du aus der Rolle gefallen bist. Sie will das Du deine Rolle gefälligst wieder weiter spielst. Das Theater, die Show, must go on. Komme was da wolle. Sie werden dich schupsen, dich stupsen, dich anschreien, dir gut zureden, dich mahnen deine Rolle weiter zu führen. Dich neu zu Orientieren und zu erkennen, das "nur" einer deiner Fäden gerissen ist...
Die meisten Menschen, würden spätestens an diesem Punkt aufgeben und sich wieder ihrer alten Rolle widmen, obwohl der Blick auf die Puzzlestückchen welche Du unweigerlich bekommen hast, sehr Neugierig auf das große Bild gemacht hat, wirst Du dich der Bequemlichkeit und Einfachheit halber wieder einmal entscheiden, deine Rolle weiter zu spielen, statt nach dem großem Theater zu suchen.
Du hast die erste Momente noch kleine Pikser von Erinnerungsfetzen, welche dir deine grauen Zellen wie einen unnatürlich wirkenden Streich in das Bewusstsein rufen und dich erinnern, das dies nicht das Erste mal war, als dein Leben sich in den potentiellen Eintritt zum Kanienchenbau verändern könnte, würdest Du nur am roten Faden ziehen, welches es dir helfend immer wieder hinschmeißt.
Du siehst in einem Schockbild, Nachts in deinen schlimmsten Träumen, das Du umgeben bist von roten Fäden, welche dich geradezu zwingen, aufzuwachen und dich deiner Selbst!, statt dem Theaterstück anderer zu erinnern. Aber Du ignorierst die Zeichen, immer weiter und weiter. Du gehst deinen Weg, im Fluss der Masse, fühlst Du dich geschützt. Schließlich würde es die anderen zuerst treffen, wenn wirklich etwas passiert...
Das Problem an dieser Logik ist nur mein Freund, die Anderen, denken genau das Gleiche über deine Rolle. Du wirst fallen, mit den Anderen zusammen. So wie die Geschichte alleine es Dich gelehrt haben sollte, die Theaterstücke, welche Du zu deinem Genuss und Befriedigung zu dir nimmst.
Ein Theaterstück
wie dieses hier.
Salve
Sascha Rene Pürner