Das Gefängnis, welches einen offenen Vollzug für mich bedeutet hätte, habe ich gerade Angerufen um Sicherzugehen, das ich diesmal auch wirklich an der richtigen Stelle untergebracht würde, ist auch das Falsche.... Als hätte ich den Scheiß im Urin...
Was sagt man dazu noch? Ich rufe jetzt dann bei Gefängnis Nummer 3 an, in welchem ich landen soll, weil ein offener Vollzug in meiner Angelegenheit wohl leider doch nicht Infrage kommt, was die Sache nochmal Erschwert für mich.
Also sogenannter Selbststeller und nun auch Mitarbeiter im Staatsdienstes (weil ich ja hier die Arbeit mache, welche seitens Behörden zu tun wäre, natürich ist diese Aussage als Spaß zu deuten) möchte ich als gutes Beispiel vorran gehen und jegliche Vorwürfe, ich wäre nicht Kooperationsbereit im Keim ersticken, auch hier, hat sich das in der Vergangenheit für mich normalerweise Positiv ausgewirkt, obwohl ich in den Fällen davor ja Schuldig war.
Das man jemanden trotz Widerspruch und damit ein laufendens Verfahren ins Gefängnis schickt, ist für mich etwas, das schon ein wenig Verrückt und Falsch klingt. Aber ich mache diese Gesetze ja nicht, und sicher hat es logisch nachvollziebare Gründe so zu Verfahren, die sich mir bis jetzt aber leider (noch) entziehen.
Ich bin gespannt was das Gefängnis Nummer drei, in dem Fall das hier ist: https://www.berlin.de/justizvollzug/anstalten/jva-ploetzensee/
jetzt dann zu meinem Fall sagt, und ob man auch schon weis, das ich dort am Montag Gast sein soll. Ich rufe auch im Gefängnis an, weil ich meinen Tabback Konsum absichern möchte, welche eben aufgrund meiner Sucht ein Problem werden wird und ich das vorher geklährt haben möchte. Schließlich werde ich mit Stift und Papier einige Tage sehr Gut beschäftigt sein können und das, sollte doch wohl machbar sein für mich. Einen Fernsehr will ich nicht und ein Radio brauche ich nicht, um meine erste und hoffentlich letzte Haftzeit Sinnvoll und nicht Langweilig zu gestalten.
Ich habe vor, euch mit meiner Erfahrung hier zu Belästigen, was die Sache angeht und vielleicht auch den ein oder anderen zum Nachdenken anzuregen, ob es nicht Klug wäre sich zu wehren, wenn einem Unrecht angetan wird.
Die Strafe bei dem Chaos zu bezahlen, kann ich nicht, weil keine Geldmittel dafür verfügbar meinerseits. Aber ich überlege es mir inzwischen schon, weil das ganze für mich zum Himmel stinkt inzwischen. Man ist nichtmal fähig mich ordentlich Einzusperren, wenn Schon.
Die jeweiligen Gefängnismitarbeiter, welche ich bis jetzt Gesprochen habe, waren aber sehr Höflich und Zuvorkommend, das möchte ich noch sagen an der Stelle. Der Mensch in der Sache, ist nicht mein Problem, sondern das System. Auch hat man mir mitgeteilt, das es öfter mal solche Problem durch Menschen wie mich gibt, welche das Bundesland in der Zeit gewechselt haben, also ihren Wohnort. Das kann man sicher Gut nachvollziehen. Schlimm wäre es für mich Gewesen zu denken ich hätte einen offenen Vollzug, nur um dann in den geschlossenen Vollzug verlegt zu werden bei meinem Antritt der Ersatzfreiheitsstrafe.
Wenn sich jemand einfinden möchte, mich entsprechend zu Verteidigen, dann sei es diesem hiermit gesagt. Meine früheren Anwälte Herr Dieter Nestel und Frau Petra Leingang möchte ich mit dieser Sache nicht belästigen und mich hiermit noch einmal öffentlich für deren jeweils sehr gute Arbeit in meinem Fall bedanken. Ohne diese beiden Menschen, wäre mein Leben wohl nicht so verlaufen und wir würden uns hier auch nicht Lesen und nicht Schreiben, davon bin ich überzeugt. Damit solche Menschen anderen Menschen in wirklicher Not weiterhelfen können, möchte ich sie nicht mit meinem eher geringem Anliegen in Zeit und Ressource binden. Deswegen gilt auch weiterhin für mich, mich Selbst zu Verteidigen, was als Laie natürlich nicht einfach, aber sicher auch nicht Unmöglich ist.
Liebe Grüße
euer Gefährder
Sascha Rene Pürner