Baum vs. Alu.
Alu verliert!
Ich hatte heute das vergnügen, mit meinem neuem Kameraden in den Wald zu können und mit ihm gemeinsam ein bisschen Holz zu machen.
Sogar den Foto habe ich mitgenommen, damit ich euch die weise Pracht hier in der Oberpfalz aus meiner Perspektive zeigen kann. Erst haben wir einen Rundgang gemacht und uns den kleinen aber feinen Berg angesehen, den mein Kamerad zum Holzmachen nutzen darf. Dieser, liegt nämlich in einem Truppenübungsplatz der Amerikaner.
In diesem Mischwald haben wir dann also irgendwann auch mal angefangen Holz zu schlagen. Klar so ein Baum fällen ist nix ungefährliches, und jeder Depp dürfte das Wissen. Auch ein Alulein. Aber das es mich überhaupt mal treffen könnte, das hätte ich eher verneint.
Der vierte und dafür heute letzte Baum, hatte es in sich. Seine Spitze war ab, also musste er dran glauben. Er wollte nur nicht fallen. Klassisch hat er sich mit einem der oberen starken Äste im Nachbarbaum verhangen und hing da so halb am Kippen in der Luft. Was hätten wir machen sollen, schupsen lies er sich nicht richtig, also nochmal vorsichtig drum herum gesägt vom Kameraden gemacht, als er endlich auf mein Schupsen reagiert hat und gekippt ist.
Mein Kamerad und ich, sind natürlich sofort zurück gegangen. Blöd war, dass ich nicht gesehen habe, wie der Baum fällt, sondern nur auf seinen Stumpf geachtet habe. Dieser ist mir auf einmal entgegen gekommen und hat mich am Knie/Schienbein erfasst und nach hinten geschmissen. Dort war aber der frische Stair Holz gestanden, auf den ich dann mit dem Kopf rücklings gelandet bin.
Licht aus.
Licht an.
Ich liege da wie ein Käfer auf dem Rücken, mein Linkes Bein liegt nach außen gerichtet am Boden und ich irgendwie noch dran. Die Schmerzen waren Höllisch, sowohl im Kopf als auch am Bein, als endlich das Adrenalin seinen Dienst tut und mich zu Verstand kommen lässt. Mein Kamerad besorgt, fragend was er machen soll, ich sag ihm, lass mich erst mal liegen. Wir wussten bei noch nicht, was eigentlich passiert ist.
Als ich versucht habe mich auf zu setzten, bin ich gleich noch mal wieder runter. Das Bein hat mich fast umgebracht dafür. Lage haben wir gecheckt. Als ich mich langsam aufrichten konnte, war klar, das mein Schienbein heile ist. Aber ich hab gesehen, wo ich war und wo der Baumstumpf war. Der Baum, war bei mir gelegen, 1-2 Meter von seinem Stumpf weg. Der kleine Baum vor ihm, hat ihn in meine Richtung schnalzen lassen.
Irre, da hatte ich mehr als nur Glück. Mein Bein und die ganze linke Seite dumpfen trotz harter Schmerzmittel gut rein und ich versuche mich abzulenken, mit was auch immer. Gebrochen sollte nix sein. Interessant ist, dass die kinetische Energie so stark war, das an der Stelle, wo der Baum mich getroffen hat, nur das Knie außen schmerzt, aber das aufgeschürte Schienbein ist Schmerzfrei. Allerdings nicht hinten, also auf der anderen Seite, wo mich der Baum getroffen hat. Dort schmerzt alles. An einer Stelle, wo ich unmöglich getroffen worden sein kann, hat es das Bein wohl so heftig belastet, dass die Energie "weitergeleitet" wurde nach hinten und dort erst seinen Schaden angerichtet hat.
Immerhin, alles ist noch dran, ich dürfte keine Gehirnerschütterung haben (gut, wenn die hälfte sowieso nur nutzloses Narbengewebe sein sollen^^) und mein Bein wird schon irgendwie wieder heilen. Der liebe Gott wolle mich wohl strafen mit Schmerz, aber ohne dauerhaften Schaden. Gut so, erkannt habe ich schon, das mein Karmakonto das gut zugelassen haben kann.
Ich möchte natürlich trotzdem so schnell wie möglich wieder Holz machen gehen, weil das schon sehr schön war und dadurch nicht getrübt werden kann. Natur Wald Schnee und der Geruch von frisch geschnittenem Holz mit der körperlichen Betätigung für einen sehr einfachen aber uralten Zweck, sind schon eine Art "Therapie" und kann nur empfohlen werden.
Allerdings nur, wenn man auf alles gefasst ist. :-)
Salve
Sascha