Es ist, als wäre es gestern gewesen, war es aber nicht, sondern heute, als die Welt in Flammen stand und die Pest wütete. Die Medien, sie warben indes, für Frieden und Zusammenhalt. Sie unterstützen, wo sie nur konnten, das Feuer des Hasses und der Angst zu löschen. Bildung, objektive Berichterstattung und ein gutes Zureden, sind ihr Kredo. Nicht einmal wenige der öffentlichen Informations-Verteiler, stellten sich gegen das Kredo: Be not Evil.
Man konnte überall lesen, das die neue Pest, auch mit ihren Maßnahmen des Abstandshaltens um weiter zu TEILEN, vielleicht doch nicht so schlimm war, und wir sie als Menschheit bestimmt überleben würden. Man konnte lesen, das es nicht die Dummheit vieler ist, jedes Wort einfach zu glauben, statt selbst die Augen, Ohren und das Gehirn zu nutzen, um ein dezentrales Bild, der Weltgemeinschaft zu bekommen.
Der Mensch, er war mit sich selbst endlich im Reinen, nach den Katastrophen und wüsten Viren. Er konnte endlich frei sein, den Herrgott lieben Mann sein lassen und sich den wirklich Wichtigen Dingen im Leben zuwenden. Der Liebe zum Bier und seines Fußballs. Für die weibliche Seite war die neue Shoppingqueen und der Wendler, oder Gute Zeiten, Schlechte Zeiten, der absolute Lebensinhalt.
Fernsehen, um nicht selbst fern zu sehen. Das ist, was die Menschheit fröhnte, in dieser nun endlich wundervollen Zeit, der Glückseeligkeit. Manch einer jedoch, dachte sich seinen Lebtag lang: "Das, ist viel zu Schön, um Wahr sein zu können". Und er zweifelte alles an. Selbst sich selbst, als er erkannte, das seine Umgebung ihn prägte, ob er wollte oder nicht. Er rebellierte Anfangs, stellte sich unwissend in den Kampf gegen alles, das Fernsehen, die Medien, das Geld und die ganze große verdammte Welt.
Doch dann sah er, das es nicht gut war und entdeckte das sein Glauben, nicht der wahr, für den er ihn gehalten hatte. Er erkannte sich selbst, wusste das die Lösung, das eigene Denken und Handeln ist, denn alles andere, war dem Rest überlassen. Nur sich selbst zu verändern, konnte die seltsamen Stimmen in seinem Kopf beruhigen, wenn er durch eine Einkaufsgasse lief und sich dachte: "Was für einen Dreck, der Mensch, dem Menschen doch verkaufen will und kann. Denkt den niemand daran, das es auch ein Morgen gibt? Ein höheres Ziel, als Äußerlichkeiten?". Wenige denken daran, und noch weniger dieser wenigen, handeln danach.
Diese sind es, welcher er als Ziel vornahm in seiner Verwandlung zu einem anderem Menschen. Nach Oben streben, wachsen wie ein Baum, klettern und vom Affen zum Vogel zu werden, der über die Welt fliegt und den Menschen auf das Köpfchen Scheißt. Die Verwandlung jedoch, gelang nicht so richtig und schon gar nicht so schnell, wie sich das unwissende Wesen dachte. Niemand konnte ihn mehr wirklich leiden, zumindest nicht länger als 10 Minuten, wenn er nicht anfing, zu lügen und zu betrügen. Denn das war, was so viele taten und weil sie es taten, war es normal. Lügen erzählen, Lügen hören und Lügen verbreiten.
Ohne sie, war er nichts, er musste Lügen, ja, wurde auf seinem Weg sogar dazu gezwungen zu lügen, sonst hätte man ihn fast ganz weggesperrt, diesen Verrückten. Wie, konnte er nur denken, das er anders denken konnte? Schließlich, ist das was alle sagen, die Wahrheit und nicht was wenige sich denken. Man muss es ihnen ins Gesicht lügen, verstand er auf seiner immer beschwerlich werdenderen Reise. Mitten in die Fresse sagen, wie toll doch jemand ist, oder wie schön die AntiPest Maßnahmen sind. Das es gaaaaaahrnicht geht, irgend einer anderen Meinung zu sein, man könnte sich ja verschwören und dann das stinken anfangen, denn genau so, sollte man Andersdenkende behandeln.
Sie passen nicht dazu, die Außenseiter, die Andersdenker, die Verschwörer. Doch vergaß er nicht, das er ja nach Oben wollte, um auf all das zu Scheißen und eines Tages, wenn er zurückblickt auf den langen und harten Weg den Baum hinauf, könnte er vielleicht sogar darüber lachen, das er sich mehrfach alles brechen musste, als er immer wieder in die Äste gestürzt ist.
Doch wird die Frage offen bleiben, ob er dann nicht auch selbst gebrochen worden ist, von diesem Aufstieg, der von der dünnen und Sauerstoffarmen Luft da oben, wohl auch nichts besseres ist, als all der ganze Mist am Boden.
Salbe
Salve
Sascha