Das ist eine Geschichte von zwei Menschen,
die unterschiedlicher nicht sein können
und trotzdem Zusammen gefunden haben.
Es war einmal,
ein kleiner Alucian, der sich in den Tiefen seines Lebens befand. Beschäftigt mit der Frage, worin sein Sinn den noch so bestehen könnte. Er war so beschäftigt, das er sich selbst dabei vergessen hat. Zu diesem Zeitpunkt war der kleine Alucian schon lange von dem Willen eine Frau zu wollen geheilt. Fast 4 Jahre lang hatte er es geschafft, nur mit sich klar kommen zu müssen. An diesem Punkt war er sich sicher, das er keine Frau mehr bräuchte, um glücklich zu werden. Zuvor war es ihm wie eine Sucht. Ein unstillbares Verlangen, nach dem anderem Geschlecht. Entsprechend hat er diesem auch nachgegeben. Schwer war ihm das nie gefallen und viele andere Männer stießen auf Unverständnis seinerseits, warum sie kein Mädchen für sich finden konnten. Als er diese 4 Jahre ohne eine Frau verbrachte, wusste er warum er diesen Weg gehen möchte. Er musste lernen, sich selbst genug zu sein. Das war ein harter Weg für ihn, der mit dunklen Tagen durchzogen war, als gäbe es kein Morgen.
An seinem bis dahin dunkelsten Tag, musste er sich zum zweiten mal von anderen Menschen helfen lassen. Also ging er in ein Haus, in welchem sich lauter Menschen befanden, welche dunkle Tage haben und nicht wissen, sich selbst zu helfen. In diesem Haus begegnete er der Wollust in Person und war Stolz seinem Trieb nicht folgen zu müssen und trotzdem nicht böse zur Wollust zu sein. Für ihn war es die Bestätigung die er gebraucht hat. Ein Prüfung seiner selbst. In Gedanken frei von diesem Bedürfnis zu sein, war schließlich das kleine Etappen-Ziel.
Ein paar Tage später, geschah etwas seltsames. Beim spielen mit anderen dunklen Geistern, kam ein seltsames Wesen in den Raum geschwebt. Wie etwas, das der Alu noch nicht kannte. So gar nicht.
Sein erster Gedanke war: Aha, eine kleine Hexe.
Wie das so ist, hat sich der Alucian in diese kleine Hexe verguggt. Die Gründe weis er heute noch sehr gut. Sie war ein Phänomen. Ein Weib, wie es selten ist dieser Tage. Einzigartiger, als alle Einzigartigen.
Tiefgründig, unlogisch und unnahbar.
Sie war alles was er selbst glaubt, nicht zu sein. Sein Deckel. War es möglich, das er nach all den Jahren, all den Menschen, immer noch nicht alle Möglichkeiten kannte? Das war es.
Sein Entschluss, das er diese Frau näher kennen lernen wollte und damit seinen Schwur zu brechen, war gefasst. Die kleine Hexe war nur etwas widerspenstiger, als alle Frauen die er vorher eroberte zusammen. So sehr, das er sogar an dieser zumindest sehr selbstbewussten Fähigkeit zu zweifeln anfing. Das hat ihn noch weiter angespornt und er lies nicht locker. Die Momente mit der kleinen Hexe waren einfach zu Interessant, zu Neu, zu Schade um sie nicht noch mehr zu wollen. Das erste mal in seinem Leben, hat der kleine Alucian eine Frau erobert. Richtig. Mit allem, was er aufbieten konnte, an magischen Künsten der Verliebtheit.
Die kleine Hexe ließ ihn fast zu lange zappeln, aber nur fast. Man fand sich zusammen wieder. Unsere Momente waren immer irgendwie mehr, als das was der Alucian kannte. Er wusste, das er der kleinen Hexe zumindest etwas heilendes geben konnte und er wusste, das die kleine Hexe ihn dafür mit ihrer Güte, mehr als alles für ihn Vorstellbare zurückgeben würde.
Wir liebten uns. Wir stritten uns. Intensiver hat der kleine Alucian nie eine Beziehung geführt. Nach all den Jahren in welchen er dachte, er wüsste das meiste, musste er lernen, das er nicht einmal Angefangen hatte zu Wissen.
Die kleine Hexe wiederum, kannte wohl die Seite eines Alucian´s nicht allzu sehr. Wir ergänzten uns oft.
Im Gutem, wie im Schlechtem. Ohne die kleine Hexe, wäre der Alucian nicht aus seiner Suche nach dem Sinn gekommen. Ohne die kleine Hexe,
hätte er nie die Kraft gefunden,
sich selbst ein weiteres mal neu zu erfinden
und nun hier zu schreiben.
Sie lehrte ihn wieder die Natur, sie lehrte ihn Einsamkeit, Genuss und sie lehrte ihn wahre Liebe. Er war nur nicht stark genug, das zu halten und zu schätzen. Er ließ sie alleine, er gab ihr nicht, was sie brauchte. Das schlimmste war, das er das wusste, während es passierte. Trotz allem was die kleine Hexe für ihn getan hat, konnte er sich nicht völlig verändern. Er wusste, das er ein anderer Mensch geworden war. Sie hat es gefühlt. Es reichte nicht und die kleine Hexe wolle weiter ziehen. Selbst darin, verpasste sie ihm eine Lehre, die er nicht kannte.
Ab und an, kommt sie zurück und sieht nach, ob der Alu noch zaubert. Er macht weiter, so gut er kann, in der stillen Hoffnung, sein Kunststück gelänge rechtzeitig. Danke Dir kleine Hexe. Du bist der Mensch der mich wieder erweckt hat und es ist unbeschreiblich, wie Lebendig unsere Zeit für mich war.
Ich werde weiter zaubern,
schon deshalb, weil ich dir das Schuldig bin.
In tiefer Liebe
Alucian