Nachdem die Stadt München ihr LiMux-Projekt einstampft und alle Linux-Rechner auf Windows migriert, werden nun auch die 12.000 Rechner der Fianzämter in Niedersachen von Linux, genauer OpenSuse Leap 42.2, auf Windows zwangsmigriert.
Diese Umstellung wirft eine ganze Menge Fragen auf da die niedersächsischen Finanzämter ihre Rechner ursprünglich mit dem Unix von Solaris betrieben hatten und dann 2005 auf Linux umgestiegen sind, was bis heute auch keinen Grund zur Beschwerde geliefert hat.
Die entsprechenden Microsoft Lizenzen werden darüber hinaus mit 6-7 Mio Euro pro Jahr die Steuerkassen belasten.
Kostenkalkulationen bzgl. der Politik (SPD+CDU-Koalition) gibt es bis heute keine.
Hintergrund ist wohl einfach der Sachverhalt, dass die Bundeländer Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein seit 2012 ihre EDV vom gleichen IT-Dienstleister warten lassen, und dieser hat wohl schlichweg keine Kompetenz auf dem Gebiet Linux hat.
Was wiederum verwundert ist die Tatsache, das sämtliche Finanzamt-Programme in Java geschrieben sind und darum Betriebssystem übergreifend funktionen und demzufolge gar keinen Windows-Unterbau benötigen.
Letztendlich stellt sich die Frage wie sicher sind unsere Daten beim Finanzamt, da bei closed-source Software wie Windows nicht ausgeschlossen werden kann, dass diese nicht schon firmenseitig mitgelesen werden und zum "Großen Bruder" nach Redmond, dem Microsoft Firmensitz in den USA, geschickt werden.
Hierzu eine passende Doku der ARD:
Hier die ARD-Reportage Microsoft-Software: Sicher für Europa?
Link bei Heise-Online:
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Windows-Zwangsmigration-in-Niedersachsen-Linux-als-Opfer-der-Politik-4128383.html