Ich schreibe und schreibe und das Einzige
was passiert ist, die heilige Wallet wird jeden Tag weniger wert. Ein Antidepressivum schmeckt besser, muss ich ganz ehrlich gestehen und wirkt auch aufbauender. Aber ganz unter uns. Der Stuhl weiß nicht, dass ich das hier schreibe. Seine Worte würden mir nie erlauben, mich gegen etwas aufzulehnen. Als rechtloser Mitarbeiter seiner Schinderbude, immer unter dem Deckmantel des Altruismus und des Weltfriedens würde er mir nie gestatten mich über die Trübsinnigkeit des maßlosen Absturzes des Steem zu beschweren. Er selbst freut sich noch darüber, weil er Großes vorhat mit seiner Kohle, wenn alles am Boden liegt, aber ich, ich muss von der Scheiße hier leben. Ich bin in meinem Hamsterrad gefangen, wie eine Schlange im Terrarium und kämpfe ums Überleben.
Der Stuhl selbst braucht ja kein Geld, der Ficker!
Als Mitbegründer von Gott kann der doch Geld scheißen, wenn er das will. Bei mir ist es anders. Ich bin aus Fleisch und Blut, Ich habe Familie, Frau und Kind und einen Köter und so brauche Ich den Job hier wie Luft zum Atmen, um meine Familie zu versorgen und den Hund. Was ist, wenn alles den Bach runtergeht? Was ist, wenn Ich arbeitslos werde und mir meine Hypothek für das Haus nIcht mehr leisten kann. Der Stuhl wird mir nIcht helfen, das weiß Ich. Dafür hat er keine Zeit. Dafür gibt es für ihn wichtigere Probleme auf der Welt. Dagegen sind meine Luxusprobleme nur einen zynischen Lacher wert. Ich bin ein vollfunktionstüchtiges, aber austauschbares Rädchen in seinem Getriebe der Macht. Mehr aber auch nicht!
Sie war einmal Vierzehn | Kris Kind | 2013 | Mixed media on Canvas | Unique ©
Und jetzt ist sie eine kleine Nutte.
Mich kann man einfach entsorgen
und den nächsten Public Relation Slave rekrutieren und ihm schöne Zeiten und viel Geld versprechen. Was mach ich echt, wenn der Scheiß hier zugrunde geht. Der Artpoet am Boden zerstört, ohne Hoffnung, ohne Lebenswillen. Ich brauche Geld. Muss ich meine Frau wieder der Prostitution zuführen und meine Tochter ebenfalls. Immerhin ist sie jetzt schon im Teenager Alter und wird gutes Geld hereinspielen. Ihre Jungfräulichkeit wird die Haushaltstaschen wieder füllen. Aber noch ist es nicht so weit. Noch habe ich Hoffnung und bete zu Gott. Lieber Gott, lass die Kryptowährungen wieder steigen, damit meine Existenz im Internet wieder einen Sinn hat und ich nicht die Jungfräulichkeit meiner Tochter an den Meistbietenden verhökern muss.