Der Überdruss an der Welt.
Die Trägheit. Die Widerständigkeit gegenüber der Welt. Der Rückzug. Die Traurigkeit, die Melancholie, die Antriebslosigkeit, die Depression, das Burn-out. Die Gleichgültigkeit. Die seelische Faulheit. Die Unachtsamkeit. Die Nachlässigkeit. Man schaut nicht hin, denkt nicht nach über die Welt, über sich selbst, über andere. Die Gedankenlosigkeit ist die moderne seelische geistige Faulheit und Trägheit unserer Zeit. Mangelnde Empathiefähigkeit. Man wendet sich ab. Ich will das nicht sehen. Das Laster unserer Zeit. Die innere Trägheit siegt. Ich will mich nicht mit meinen Gedanken herumschlagen und beschäftigen.
Ist ein Bettler faul und träge, weil er aufhörte, zu arbeiten und auf der Straße nach Almosen zu betteln begann?
Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen
sagte der Paulus in der Bibel? Die Interpretation dieses Spruches lässt sich durchaus als Kritik der parasitären Lebensweisen der Oberschicht auf Kosten der anderen sehen. Die nicht arbeitet und es sich gut gehen lässt. Durch Ausbeutung anderer. Die Feudalaristokratie. Die Lebensmöglichkeiten sind gekoppelt an den, Fleiß, an die Arbeitsfähigkeit, an die Bereitschaft sich arbeitsmäßig einzusetzen.
Die Lohnarbeit und die Bereitstellung aller Lebensmöglichkeiten.
Die Lohnarbeit ist das bestimmende Merkmal und das Naturgesetz. Vor der Industrialisierung war dieses „Naturgesetz“ nicht denkbar und ist eine Erfindung des Industriezeitalters. Die Lohnarbeit, die Lohnsklaverei. Leistung muss sich wieder lohnen ist auch heute ein Slogan des bürgerlichen Milieus. Damit ihm seine Kraft bewusst wird, muss das Proletariat die Vorurteile der christlichen, ökonomischen und liberalistischen Moral überwinden. Es muss zu seinen natürlichen Instinkten zurückkehren. Es muss die Faulheitsrechte ausrufen. Die tausendfach edler und heiliger sind, als die schwindsüchtigen Menschenrechte, die von den metaphysischen Advokaten der bürgerlichen Revolution wiedergekäut werden.
Es muss sich zwingen nicht mehr als drei Stunden täglich zu arbeiten, um den Rest des Tages und der Nacht müßigzugehen und flott zu leben. Das Recht auf Faulheit ist wie 1880 auch heute eine pure Provokation für alle Schwerarbeitenden und Fleißigen, die im Schweiße ihres Angesichts ihren Lebensunterhalt verdienen müssen. Also die überwiegende Mehrheit der anständigen Menschen. Es ist auch eine Provokation für Kapitaleigner und Kapitalgeber, die davon abhängig sind, das irgendjemand arbeitet, um das Kapital, welches sie einspeisen, dann auch wieder zu verwerten und in Mehrwert zu überführen.
Das war der zweite Teil der sagenhaften Dr. Kristian Stuhl Reportage "Mut zur Faulheit - Mash-Up-Art-Production!"
Lesen sie in Kürze den dritten noch besseren Teil der geilsten Reportage ever!
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Dr. Kristian Stuhl, Altruist, Gutmensch, Philanthrop, bester Banker der Welt, Mitbegründer von Gott !!
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MUT ZUR FAULHEIT - ERSTER TEIL
Quelle: Ö1 - Salzburger Nachtstudio
Philosophicum Lech
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