Als erstes sollten wir uns mal die Begrifflichkeit ansehen um was es genauer geht.
Demenz:
Der Überbegriff für Verlust, geistiger - sozialer und emotionaler Fähigkeiten infolge eines Gehirnschadens. Der Patient ist nicht mehr fähig, den Alltag zu bewältigen.
Alzheimer:
Das ist eine bestimmte form von Demenz und ereilt ca. 60% der deutschen Bevölkerung, aber das muß nicht sein, denn ich bin fest davon überzeugt, das man mit die ABC Technik, entwickelt von der leider schon verstorbenen Vera F. Birkenbihl dagegen ankämpfen kann.
Nun wie funktioniert die ABC Technik nun?
Jeder von uns kennt das Spiel - Stadt/Land/Fluß, es wird auf einem Zettel drei Spalten gezeichnet und als Überschrift je ein Wort in eine Spalte. Ein Spieler beginnt nun lese für sich das Alphabet aufzusagen, ein andere Spieler sagt irgendwann stopp. Der zählende bleibt dann bei einem Buchstaben hängen und nennt diesen.
Sagen wir der Buchstabe war S:
Nun sucht man eine Stadt - ein Land und einen Fluß mit S und trägt diese in eine Tabelle ein.
So bekommt man eine Liste mit verschiedenen Wörtern, das machen wir uns zu nutze und fügen mehrere Tabellen auf einen DIN A4 Zettel ein, sagen wir 5 Tabellen.
| Alphabet | Berufe | Natur | Farben | Tiere |
|---|---|---|---|---|
| A | Architekt | Ahorn | Aubergine | Affe |
| B | Bäcker | Bambus | Blau | Bär |
| C | Chirurg | Chrysanthemen | cyan | Chameleon |
| D | Dachdecker | Dattelbaum | Dunkelgrau | Dachs |
Wir erstellen unsere Tabelle immer bis zum letzten Buchstaben, nun nehmen wir einen Zeitmesser und stellen diesen auf 2 Minuten, danach gehts los. Mit den Augen bewegt man sich nur den Buchstaben entlang, immer rauf und runter bis einem etwas einfällt. Nach den zwei Minuten legen wir den Zettel weg. Dies wiederholen wir mehrmals am Tage (Abweichung von der original Technik) aber auf dem selben Zettel, so lange bis alle Zellen ausgefüllt sind.
Wir können uns verschiedene Zettel mit Tabellen anlegen, ich bevorzuge solche Tabellen mit Überschriften, die man im täglichen leben benötigt. Wenn wir so unser aktuelles wissen niederschreiben, haben wir erstens einen Überblick was weis ich denn überhaupt ohne das ich in einem Buch oder Internet nachschlage und zweitens, wo kann und sollte ich mir Informationen einholen, damit wir ein homogenes Wissen aufbauen können.
Zu beginn wird es sehr mager ausfallen die Tabellen, das liegt daran das alle Schubladen im Gehirn zu sind, müssen wir erst öffnen. Der Vorteil hier, unser Gehirn ist träge und es wird versuchen, einen Automatismus ablaufen zu lassen.
Wenn man ein Glas Wasser trinkt, ist die Handlung vom Gedanken - ich habe Durst - bis hin zum fertig getrunken Glas Wasser ein Arbeitsschritt, was uns aber nicht bewusst ist, sind die tausende Einzelschritte. Bedenke, jeder Schritt - jede kleinste Bewegung hat hunderte noch kleinere Schritte als Vorraussetzung.
So nun wissen wir das unser Gehirn das automatisieren möchte und in ein Arbeitsprogramm verpacken will, das nennen wir - Schublade offen lassen. Denn jedesmal wenn wir ein Wort suchen, muß unser innerer Archivar auf die Suche gehen um die richtige Schublade zu finden. Aber er wird faul wenn man ihn ärgert und so lässt er dann die Schublade einfach offen.
Was passiert nun, wir haben schneller Zugriff, der Archivar sieht die offene Schublade und kann sofort darauf zugreifen, dies nennen wir das greifbares Wissen. Nach zwei Wochen training kannst dich fast schon Quizz Champion nennen, denn dir schießen nur so die Antworten zu, da alles offen ist. So kann man sein Gehirn auf und ausbauen.
Um eine Information zu bekommen, werden die Wörter über diversen Nervenbahnen gesendet und da das Gehirn auch viele Abzweigungen hat, müssen die durch Synapsen überbrückt werden. Wenn man zwei Drähte mit einender verbindet, so kann der Strom sowohl in die linke wie auch die rechte Steckdose fliesen. Wird der Kontakt unterbrochen (Synapse wird mit Eiweiß überzogen) kann entweder kein Strom fliesen oder nur eine Steckdose wird erreicht.
Was aber wenn wir statt einer Verbindung einfach 10 daraus machen, nun könnten theoretisch 9 ausfallen und wir hätten immer noch Strom, so auch bei der ABC Technik. Denn nach 1 Monat beginnen wir nicht nur täglich mindestens 2 Minuten training sondern verknüpfen diese dann auch noch, so werden neue Verzweigungen aufgebaut und das Netz des Wissens vergrößert.
Wir bauen uns ein neues Archiv auf und zwar so!
Ein Affe hält ein Aubergine-Ahorn in der Hand und spielt Architekt
Aubergine-Architeckt - Affen-Ahorn usw. Wir können kreuz und quer verbinden. Wie wäre es mit einem Bambus-Blauen Affen-Bär oder einen DunkelgrauBlauen Chrysanthemen-Dattelbaum
Du verstehe was ich meine?!
Ein kleines Beispiel das du schon getan hast, nur weist du es nicht das du es getan hast.
Du gehst spazieren und schaust über einen Gartenzaun auf ein Grundstück, dort entdeckst du mehrere Stäbe wo als Abschluss eine silberne Kugel drauf ist. Plötzlich fällt dir dazu Weihnachten - Tannenbaum - Lebkuchen - Geschenke - Singen - Winter - Schnee - essen - Familie - Adventskalender - Girlanden - Schokolade usw. ein. Das kannst du nur wissen, wenn du es verknüpft hast und so funktioniert dann die Erweiterte ABC Technik.
Sucht man nun einen Begriff wie Tannenbaum, kommt man über die oben genannten Begriffe zu dem Ergebnis, auch wenn teile davon fehlen kommst du an diese Informationen, weil alle anderen immer wieder mit dem Tannenbaum verknüpft sind.
Wenn jetzt die Synapsen mit dem Archiv Tannenbaum - Winter - Weihnachten blockiert ist, kannst du aber in das Archiv - Schnee - Adventskalender - Geschenke auch zugreifen, denn der Tannenbaum liegt auch dort drinnen.
Ich hoffe das ich diesen doch noch komplexeren Vorgang so erklärt habe, das man erkennen kann, wie wichtig so ein training ist, nicht nur das unser Gehirn schneller auf Informationen zugreifen kann, nein wir haben auch noch Möglichkeiten erschaffen wie wir an die Information kommen können.
Sollte man bereits im Bekanntenkreis oder Familie mit Alzheimer Klienten zu tun haben, kann man ihnen jene Wörter wieder beibringen indem man sie mit dem vorhanden verknüpft. Ist zwar ein mühsamer weg, aber zielführend.
Normal bitte ich nicht einen Artikel von mir zu resteemen, doch ich bin der Meinung, diese Information sollte unter den Steemianer/innen verbreitet werden um es auch ihren Freunden und Bekannten weiter zu erzählen, vielleicht schaffen wir es, die Anzahl auf 50% ja vielleicht sogar auf unter 50% zu senken, dann hätten wir viel erreicht. Danke!
Bild Quelle: pixabay
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