Heut widme ich mich einem Thema, das mich seit Wochen oder eher seit Jahren umtreibt. Die gute alte MOTIVATION. Meist glänzte das Biest mit ihrer Abwesenheit.
Jahrelang kämpfte ich gegen mich selber an. Empfand mich als schwach, faul und disziplinlos. Ich war ein Versager, der nie umsetze, was er sich vornahm. Ich habe so viele Projektleichen im Keller, da ist gar kein Platz mehr vorhanden für mehr.
Früher versuchte ich, meine Ziele mit Härte zu erreichen und diese Härte richtete sich vor allem gegen mich selbst. Mit Gut 31 sickerte bei mir dann die Erkenntnis durch, irgendwie funktioniert das nicht.
Damit stellte sich eine neue Frage. Wenn es nicht klappt, mich anzutreiben mit abwertenden Gedanken, negativen Gefühlen und eiserner Disziplin, wie erreiche ich dann, was ich mir vornehme?
Falls du dir diese Frage ebenfalls stellst, teile ich meine Erkenntnisse mit dir.
Wenn du etwas erreichen willst und du spürst massive Widerstände in deinem Innern, dann wird das nicht dauerhaft funktionieren. Meiner Erfahrung nach, geht man im Kampf gegen sich selber immer als Verlierer aus dem Ring. Frage dich, warum zieht dich etwas immer wieder zurück. Dieser Sog von deinem Ziel weg, ist stärker als du. Schau, woher die Strömung kommt und folge ihr bis zu der Ursache. Wenn du die findest, wirst du wissen, was zu tun ist.
Wenn dir die Disziplin für dein Ziel fehlt, ist das Warum nicht groß.
Manchmal sind unsere Ziele nicht wirklich unsere Ziele oder der Grund ist der Falsche. Frag dich, will ich das wirklich, 100%, egal was es kostet? Bin ich bereit dafür andere Dinge zurückzustellen, meine Prioritäten neu auszurichten. Wie viel ist mir das Ziel wert?
Befasse dich mit deinem Ziel, jeden Tag. Nicht stundenlang, 10 Minuten reichen völlig aus. Nimm dir ein leeres Schreibheft zur Hand und schreibe deine Ziele auf. Setze dich mit ihnen auseinander. Formuliere sie täglich aufs Neue und stelle dir vor, wie es ist, sie erreicht zu haben. Ich habe da ja mein Buch, das sich immer mehr ausweitet zu einem Motivations-Buch. Inzwischen klebe ich mir dort sogar Bilder ein, die meine Ziele widerspiegeln. Hinten im Buch habe ich ne kleine Tabelle eingerichtet in der ich mein Gewicht und Sportpensum festhalte. Wie zufrieden ich mit dem Tag war etc. Ich sehe dieses Buch als eine Art Meeting mit mir selber und bespreche dort alle wichtigen Dinge meines Lebens.
Mach nicht zuviel auf einmal. Ja ich weiß, ich krieg das nicht hin, immerhin verändere ich gerade mein ganzes Leben. Aber vernünftige Menschen erarbeiten maximal 1-2 Sachen neu und nicht ... ihr halbes Leben. Bei mir funktioniert das, weil hinter der zugrunde liegenden Veränderung so unglaublich viel Kraft frei gesetzt wird. Weil ich die Gummibänder löse, die mich immer zurückgezogen haben, habe ich enorm viel Power zur Verfügung. Aber im Normalfall sollte man 1-2 Dinge anpacken, die zu Gewohnheiten machen und dann das nächste Ziel anvisieren.
Holt euch Hilfe. Natürlich kann es ein Profi sein, den ihr bezahlt, muss es aber nicht. Ich rede mit meinen Freunden über meine Ziele. Ich weiß genau, an wen ich mich wenden muss, wenn ich Motivation brauche. Wer mir bei Fragen helfen kann oder wer mir zuhört, wenn ich das Warum analysiere. Ihr müsst diesen Weg nicht alleine bewältigen, gemeinsam ist man immer stärker.
Belohnt euch und seid stolz auf euch!
Ich z.B wünsche mir einen neuen Laptop. Meiner funktioniert noch, auch wenn die Festplatte nach 4 Jahren eine kleine Mistkröte ist. Ich müsste nur 1 Teil austauschen, dann wäre er wieder einwandfrei. Aber er ist viel größer als unbedingt nötig, schwer, klobig und unhandlich. Oft wünschte ich mir, er wäre leichter, kleiner und flexibler. Ich hätte gerne so einen Laptop, den man als Tablett nutzen kann, um damit unterwegs zu lesen. Als nomadischer Mensch ist das Gewicht und Volumen eines Gerätes ein wichtiger Faktor.
Für jedes Kilo, das ich abnehme, spendiere ich mir selbst 50 Euro. Am Ende leiste ich mir davon einen tollen neuen Laptop. Spenden werden gerne entgegengenommen, ne Scherz. Aber, obwohl der Endzustand der körperlichen Transformation schon eine Belohnung ist, motiviert es mich zusätzlich dran zu bleiben.
Überlegt euch, was euch motiviert, es kann ja auch ein Besuch im Kino sein, etwas was ihr euch für euer Hobby kauft, ein tolles Buch oder was immer ihr euch ausdenkt.
Das wären so meine wichtigsten Punkte die mir helfen, mich selber zu motivieren, Gewohnheiten zu verändern, und meine Ziele umzusetzen.