Tja, eigentlich wollte ich mir was von der Seele schreiben, aber ich weiß nicht genau, wie ich es in Worte kleiden kann.
ich bin ein sehr einsamer Mensch. Eigentlich immer allein. Keine Familie, keine Freunde, keine Nachbarn... nur meine Hunde.
Ob ich deswegen die Hunde so gut verstehe? Weil ich mit Menschen wenig bis nichts anfangen kann?
Menschen sind mir unheimlich irgendwie. ich verstehe ihre Gefühlswelt nicht, ihre Gedankengänge nicht, ihr Handeln eigentlich gar nicht.
Paulmann - ein alter Abgabehund war nur ein Dreiviertel Jahr hier.
Wenn irgendetwas passiert, habe ich niemanden, den ich mal eben anrufen kann oder jemanden um mich, den ich mal etwas fragen kann, dem ich was erzählen kann oder der mir mal zuhört.
Nur meine Hunde, die hören mir zu.
Ich glaube, daß die Menschen finden, ich wäre seltsam und dann zur Tagesordnung übergehen.
ich sitze oft hier vor dem Laptop und versuche, mir etwas von der Seele zu schreiben. Meist lösche ich es wieder, weil ich denke, interessiert keinen, geht niemanden was an. Ich mach mich doch zum Affen, wenn ich sowas schreibe.
Alte Hunde haben was weises in ihrem Blick.
Bekannte behaupten, ich würde extrem reduziert leben. Für mich ist es normal. Ich leide manchmal unter der Einsamkeit, manchmal genieße ich es auch. Je nach Stimmung.
Hunde sehen die Welt nur schwarz und weiß, ich glaube, daß ich sie so auch sehe. Obwohl es menschlich wäre, viele Graustufen zu sehen... ich bin wohl nicht menschlich. Sehe auch die Welt schwarz-weiß und nicht in Farbe.
Vorteil des Alleinseins ist, man kann immer machen was man will. Nachteil dabei - man hat niemanden, mit dem man teilen kann. Ich frag mich oft, ob ich teilen könnte? Es fehlt einfach die Freundin, mit der man lästern kann über andere, es fehlt der Partner, mit dem man grundsätzliches diskutiert...
Die Frage ist, will ich das? Nein, ich will das nicht. Aber es wäre schon schön, etwas oder jemand zu haben, bei dem man sich mal auskotzen kann. Das fehlt, total.
Ich kenne Leben nur als abgelehnter Mensch. Egal wo ich mich versuche anzuschließen - ich werde immer abgelehnt als sonderbar... Menschen wollen mich nicht um sich haben... mit dem Gefühl kam ich auf die Welt, mit dem Gefühl lebe ich seit ich denken kann.
Das mußte mal raus... auch wenn es niemand versteht. So fühlt und lebt man als abgelehntes Kind im Erwachsenenalter.
Meine Hunde sind für mich da - immer...