Werte Mitleser,
je mehr man glaubt, von einem Markt zu verstehen, umso mehr fällt einem ja auf, wie oberflächlich so manche Artikel/Berichte recherchiert sind.
Von den Kryptos verstehe ich ja nun ein bischen was, von Gold etwas mehr. "Märkte" wirklich zu verstehen bleibt für Privatanleger schwierig, wer aber hier sinnvolle eigene Entscheidungen treffen will, muss es zumindest versuchen.
Haidt und Saurenz von n-tv postulieren hier unter "Glänzendes Comeback-Gold stellt Bitcoin in den Schatten", dass unter der Kursexplosion von Bitcoin vor allem die Goldanleger gelitten hätten und sich nun aber das Blatt wieder zugunsten des Edelmetalls wende! und postulieren somit eine negative Korrelation
https://www.n-tv.de/wirtschaft/Gold-stellt-Bitcoin-in-den-Schatten-article20253438.html
Mein Leid als Goldbug hielt sich in Grenzen😎, genauso wie mein Glück als Kryptorianer und jetzt vice versa.
Das zeigt erstens, dass man eher nicht an den Märkten als Privatanleger investieren sollte, wenn Leid oder Glück davon abhängt und zweitens, dass man eben nie alle Eier in einen Korb legen sollte, in dem jeweiligen Korb auch mehrere Fächer haben sollte. Man kann es auch Diversifizieren über die Assetklassen nennen oder Agieren nach der 3-Speichen-Regel.
Andere Artikel enthalten zwar gute Einzel-Askpekte, stellen aber letztlich die Frage, was aktuell besser ist, Gold oder Bitcoin unter der Prämisse, dass es eine Korrelation gibt.
https://bitcoinblog.de/2017/09/21/gold-vs-bitcoin-das-battle-der-anlage-champions/
https://www.welt.de/finanzen/article171492893/Bitcoin-ist-ein-Gold-Disruptor.html
Gibt es eine eindeutige Korrelation?
Andreas Harms liefert in seinem Artikel gute Hinweise dazu.
http://www.dasinvestment.com/kursverhalten-im-vergleich-wie-verhalten-sich-eigentlich-bitcoin-und-gold-zueinander/
Die Korrelation von Bitcoin und Gold pendelt hier um den Nullpunkt (siehe Graphik aus diese Artikel, die ich leider nicht uploaden kann, bitte anschauen), wobei er als Grundlage seiner Berechnungen in diesem Fall die wöchentlichen Renditen in Dollar verwendet hat. Das spricht nun ja dafür, dass sich Gold-und Bitcoinpreis unabhängig voneinander bewegen.
Auch aus folgenden Graphiken sollte man das herauslesen können, meine ich.
Hier von der Incrementum AG aus Ihrem freien Report, den man sich kostenfrei herunterladen kann.
Diese Graphik (von 12/11 bis 08/17) stammt von der website www.gold.de, hier gibts auch generell gute Faktenübersichten zu Gold https://www.gold.de/fakten/
Hier folgt ein genereller Vergleich zwischen Gold und Bitcoin, wenn man denn unbedingt "vergleichen" will.
Für mich sind Gold und Bitcoin beides konkurriende Systeme zu den bedruckten bunten staatlichen Zwangs-Baumwollscheinchen, deswegen verstehen sich viele Goldbugs und Kryptorianer ja ganz gut.
Und da bin ich schnell beim jungen Greenspan, der formulierte:
"Die Finanzpolitik des Wohlfahrtsstaates macht es erforderlich, dass es für Vermögensbesitzer keine Möglichkeit gibt, sich zu schützen. Dies ist das schäbige Geheimnis, dass hinter der Verteufelung des Goldes durch die Vertreter des Wohlfahrtsstaates steht. Staatsverschuldung ist einfach ein Mechanismus für die "versteckte" Enteignung von Vermögen. Gold verhindert diesen heimtückischen Prozess. Es beschützt Eigentumsrechte. Wenn man das einmal verstanden hat, ist es nicht mehr schwer zu verstehen, warum die Befürworter des Wohlfahrtsstaates gegen den Goldstandard sind."
Alan Greenspan sagte das 1966, bevor er später als FED-Chef die Dollar-Druckerpresse anwarf als gäbe kein Morgen.
Ob die Kryptos auch Eigentumsrechte wirklich beschützen kann ich aktuell nicht wirklich beurteilen, investiere deswegen auch zurückhaltend hier, von 2% bis max 10% des liquiden Vermögens halte ich aber für sinnvoll, Gold/Silber bleiben für mich die Basis, wenn man "echtes" Vermögen aufbauen bzw. erhalten will.
Echte Utility heißt bei den Kryptos wohl das Zauberwort!
Steem/Steempower sind da auf jeden Fall mit dabei.
Schönen Abend noch!