Ab sofort haben über 13 Millionen Gesetzlich- und Privatversicherte die Möglichkeit, mit der durch die Kooperation von 16 Krankenkassen entwickelten App "Vivy", ihre eigenen Gesundheitsdaten ständig einzusehen und zu verwalten.
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"Vivy" Fluch oder Segen
Diese neue Anwendung wird in den höchsten Tönen gepriesen! Alleine schon wegen der zahlreichen gesundheitlichen Vorteile wie Vermeidung von Doppelbehandlungen und Vermeidung von Wechselwirkungen verschiedener Medikamente, sollte diese App jedes Mitglied der beteiligten Krankenkassen dazu bewegen, hier seine Gesundheitsdaten (nach freier Auswahl) abzuspeichern, wenn es nach dem Wunsch der beteiligten Kassen geht.
Es wird reichlich Platz geboten, ob nun für die aktuellen Röntgenaufnahmen oder dem Impfpass, alles auf Knopdruck sofort einsehbar. Nicht nur für den Patienten selbst, auch jeder der vom jeweiligen Krankenkassenmitglied berechtigt wird, kann auf die Daten zugreifen. Wer keine eigene Berechtigung erhalten soll, dem kann der Patient alle Dokumente seiner Wahl problemlos zukommen lassen.
Trau, schau wem
Die digitale Krankenkassenkarte wurde schon vor einigen Jahren angekündigt, eine der ersten Reaktionen der Kritiker war daraufhin unter anderem die Begriffsschöpfung "Gläserner Patient." Sicherlich nicht so ganz unbegründet, schließlich heißt es ja auch gerne "Eine absolute Sicherheit wird es nie geben." Dies gilt dann natürlich auch für alle hier womöglich abgespeicherten Daten.
Solange es noch keine gesetzliche Pflicht zu solchen Datenspeichern gibt kann ja Gott sei dank noch jeder selbst entscheiden und die Vor- und Nachteile für sich abwägen.
Hoffen wir, dass uns diese Freiheit noch möglichst lange erhalten bleibt!
Quelle: faz.net