Die Symptombeschreibung ist schon mal ganz gut, nur die Schlußfolgerung ist etwas zu kurz gedacht. Den Urnengang kann man sich daher sparen, denn egal welche Partei Du wählst - selbst wenn die gewinnt - die Preise werden weiter steigen und die Gehälter und Leistungen werden weiter gekürzt werden.
Das liegt daran, daß das übergeordnete Finanzsystem so ausgelegt ist, daß dies mit mathematischer Gewißheit so laufen muß.
Wir haben ein System, welches auf Zinsen basiert, und in dem Geld durch Schulden entsteht. Folglich sind die Schulden immer höher, als das vorhandene Geld. Das bedingt einen ständigen Wachstum und eine immer höhere Verschuldung.
Für Dich heißt das: Du mußt immer schneller rennen, um auf der Stelle zu bleiben. Selbst wenn man also die Reichen höher besteuert, würde das automatisch bedeuten, daß das Geld durch den Zinseszinseffekt wieder zu den Reichen hinfließt, und zwar automatisch. Du hättest dadurch lediglich mehr Zahlen auf dem Konto, aber kein Plus an Kaufkraft.
Mal ganz abgesehen davon, daß bei den richtig Reichen ohnehin nichts zu holen ist. Das System hat nur Zugriff auf Eigentum, aber nicht auf Besitz. Man kann die Reichen also schon besteuern, aber bei denen ist nicht viel zu holen. Die sind nicht blöd, und haben ihr Vermögen nicht in ihrem Eigentum. Das läuft alles über Stiftungen und Vereine, die anderes besteuert werden. Treffen würde es die Anwaltsfamilie, die einfach nur ein hohes Gehalt hat, aber sicher keine Albrecht-Brüder. Die haben nichts.
Hinzu kommt: keine Partei würde sich gegen ihre Geldgeber stellen, denn damit wäre die weg.
RE: Politik, Nein Danke....oder Doch ?