Gegen einundzwanzig Uhr, machten wir uns auf den turbulenten Weg, nach Stuttgart. Es war eine richtige, lustige Fahrt, mit zwei Frauen im Gepäck, und fürchterliches Weiber-Gelaber. „E Alter, was die so labbern, geht gar nicht. Die labbern, und labbern, ohne Ende.“
Was Frauen so erzählen, ist schon sagenhaft. Als Mann kann ich sagen:Wahnsinn! Ich dachte immer, das gibt es nur in Filmen. Da bekommt Fernsehen eine ganz neue Bedeutung.
Live is live, trifft da genau zu.
Nach drei Stunden Geschnatter, und etlichen Zigaretten, erreichten wir unser Ziel.
Meine Ohren, hatten einen Tinnitus, vom labbern und Gekreische, der Weiber.
Es war wie ein Rauschen, nach einem Disco - Besuch. „Stell dich nicht so an, so schlimm waren wir nun auch nicht, wie du uns beschreibst.“ „Es war schlimmes Weiber getratsche.“ „Weichei!“
Nach einem einstündigen Aufenthalt, bei Ihrer Tante, machten wir uns nach Mitternacht, auf den Weg nach Hause.
Von den ganzen Strapazen, vom Wochenende und der Fahrt, waren wir sichtlich gekennzeichnet. Unterwegs, entschieden wir eine kleine Rast einzulegen.
Wir fuhren an die nächste Raststätte ran, holten uns einen Kaffee, und saßen in tief dunkler Nacht, an einem kaum genutzten Parkplatz, auf einer Bank, und blickten in Zweisamkeit, zum Sternenhimmel hinauf.
Was für eine schöne Nacht, ohne jeglichen Gedanken, genoss ich diese Stille, am weiten Horizont. Selbst meine Frau schwieg in dieser Zeit. „Du Arsch, ich war kaputt und müde, außerdem, liebe ich es, einen Blick zum Himmel zu erhaschen.“
Wenig später, wurde es uns aber zu frisch, so das wir ins Auto gestiegen sind. Ich brachte erstmal den Wagen ans laufen, damit es uns wieder wärmer wurd. Als es warm genug war, kam uns die Überlegung, für eine Stunde, die Augen zu schließen. Im Hintergrund spielte leise Musik, und wir ruhten uns aus.
Als wir erwachten, dachten wir, wir hätten eine Vater-Morgana gesehen. Da klebten doch wahrhaftig Gesichter, an unserer Windschutzscheibe! Und schauten uns an, als wären wir die ersten Menschen auf diesem Planeten. „Oder vieleicht wären wir Leichen gewesen?“ Ich habe mich jedenfalls ganz schön erschrocken, mein Herz pochte, wie wild gewordene Pferde, in dieser Nacht. Heute noch, denke ich oft an diese Nacht zurück.“ „Zum Glück, war ich in dieser Nacht dein Beschützer.“ „ob die glaubten, wir wären vieleicht tot?“ „Vor lauter Dunst-Wasser, konnten wir sie nur, wie durch einen Schleier erkennen. Ich wischte die Scheiben vom Dunst - Wasser frei, und alle hauten ab. Wir waren wieder für uns allein. Im Hintergrund, lief immer noch leise die Musik, als wir so in unseren Sitzen die runtergedreht zur liege-Position lagen, spielte plötzlich
Heinz Rudolf kunze sein Lied, „so tun, als ob.“
Fortsetzung folgt.