Notiz an mich selbst.
Denken, Sprechen, Handeln - Die heilige Trias. Achte auf die Qualität dieser Kombination. Sie ist genauso gültig wie, was du nicht willst, was man dir tut, das füg' auch keinem andern zu.
Ich frage mich jedoch gerade, ob da nicht ein Denkfehler drin ist.
Denn was ist, wenn jemand anders denkt und Dingen Wichtigkeit zuschreibt, die für mich nicht relevant sind?
Ist es nicht furchtbar, wenn man nach bestem Wissen und Gewissen ehrlich zu sein versucht und es nicht gelingt? Ist es nicht furchtbar mitanzusehen, wenn jemand anderes unter den Entscheidungen leidet, die man trifft?
Wie kommt es zu teilweise riesigen Wahrnehmungsunterschieden?
Was ist mit der Bedeutung hinter den Worten, wie kann man dort je auf gemeinsame Nenner kommen!
Warum kommt es so häufig vor, dass man eine Sache ausdrückt und sie verfälscht weitergegeben wird oder komplett anders "verstanden" wird.
Wenn man dem Gedanken glauben schenkt, dass ein jeder nach seiner Natur handelt, wie könnte ich da jemanden zürnen. Wenn man dem Gedanken glauben schenkt, dass wir alle eins sind, wo zieht man die Grenze.
Wenn die Worte die wir sprechen den Rahmen bilden, ja das Fundament von dem, was wir sind, was ist dann mit Doppeldeutigkeit, Ironie, Sarkasmus und Witz.
Wenn Gen-Umwelt-Interaktionen deine Tätigkeiten determinieren, wo bleibt der freie Wille?
Warum wandelt die Liebe gerade an Orten oder in Zuständen, wo sie dem Verstande nach nicht sind? Wieso sehen wir die Splitter im Auge des anderen eher, als die Balken im eigenen?
Ego? Überlebensinstinkt? Eine Vergewaltigung der Welt nach Idealvorstellung. Warum bezieht sich immer alles auf mich?
Was ist es, das die Welt zusammenhält und doch genau dann zusammenfällt, wenn man es vergisst. Ich bitte um Vergebung, ich werde sein, wer ich sein werde.
Ein Wanderer!