“Leave that which is not,
but appears to be. Seek that which is,
but is not apparent.”
Rumi
"Verlasse das, was nicht ist, aber den Anschein macht zu sein.
Suche das, was ist, aber nicht zu sein scheint."
So übersetze ich mir diese Zeilen, die ich zuvor bei Rumi las. Ich lese ihn gewöhnlich auf Englisch, da mir die deutschen Übersetzungen nicht den Anschein machen ordentlich übersetzt zu sein. Man hat, so erweckt es den Eindruck, versucht den deutschen Idealismus mit in die Zeilen hineinzupressen. So ergeht es mir zur Zeit. Ich suche die Grenze zwischen dem, was ich bin und dem, was ich nicht bin. Wo ist die Grenze. Wo drückt etwas mich, wo drücke ich etwas in andere hinein.
Dabei nutze ich folgende Vorgehensweise:
Schritt 1: Rückzug
Schritt 2: Ritualisierten Tagesablauf
Schritt 3: Positive Attitüde
Schritt 4: Zurück zu den kindlichen Vorstellungen
Schritt 5: Alle Menschen, die mir begegnen anlächeln und gut behandeln. Strenge Auswahl bei den Menschen: Auf die Familie und langjährige Freunde beschränkt.
Schritt 6: Frieden, Integrität und Liebe in diesen zwischenmenschlichen Strukturen gewinnen
Schritt 7: Menschen, die mit ihren Familien kein gutes Verhältnis haben, meiden.
Anmerkung zu Schritt 7: Mehr als mit Ratschlag zur Seite stehen geht nicht. Doch wenn ein Mensch mit seinen leiblichen Eltern kein gutes Verhältnis hat, wird er Zeit seines Lebens leiden. Beispiel: 80 Jährige Männer fangen an zu weinen, wenn die Sprache auf ihren Vater kommt, in dessen Augen sie Zeit seines Lebens ein Versager war. Nur weil sie es nicht geschafft haben, zu seinen Lebzeiten, obwohl sie die Möglichkeit dazu hatten, sich mit ihm auszusprechen.
Ich bin sehr oft unaufrichtig oder sage nicht die Wahrheit. Ich habe lange danach gesucht, warum ich nicht jedem sofort unter die Nase reibe, was er oder sie falsch macht ( in meinen Augen).
Wahrheit ist schön und gut, doch es ist nicht die zweckmäßigste Methode, es ist nicht die beste zwischenmenschliche Umgangsweise. Rücksichtsvoll zu sein ist die beste Methode.
Da stehe ich zur Zeit: Ich habe meine persönliche Wahrheit, doch wenn ich sie mit anderen teile, ist das nicht immer unbedingt das Richtige für mein Gegenüber. Und selbst wenn es das richtige für ihn ist, so hat er es selbst herauszufinden. Natürlich kann man ihn oder sie dabei unterstützen. Gesetzenfalls Sie sind dazu bereit. Und gesetztenfalls ich bin dazu bereit.
So ist es mir lieber indirekt zu kommunizieren als direkt draufzuscheppern. Die direkte Methode ist sicherlich möglich. Doch sie liegt mir nicht im Blut. Es mag sich vielleicht ändern. Jetzt ist es jedenfalls nicht so. Ich habe nicht den Anspruch den Menschen die Wahrheit zu sagen, genauso wenig wie ich den Anspruch habe ihnen nach dem Mund zu reden. Ich rede von der Liebe und dem Guten in der Welt. Doch im Ergebnis meines Handelns zeigt sich meine Wahrheit. Und die ist noch nie gleich geblieben.
Jeden Tag aufs Neue ändert sich etwas in der äußeren Welt in meiner Wahrnehmung. Doch das hängt meines Erachtens von mir ab. Von meiner Schwingung (nennen wir es so; Vibration auf Englisch). Ich glaube daran, dass man sie aktiv durch die eigenen Gedanken ändern kann.
Nach der simplen Methode: Gute Schwingung, gute Ergebnisse. Ergebnisse im Sinne von Außenwelt. Mittelmäßige Schwingung, Mittelmäßige Ergebnisse, Schlechte Schwingung, Schlechte Ergebnisse.
Ganz einfach.
Vorstellungen (Gedanken, doch das Wort VOR-STELLUNG passt hier sehr gut) führen zu Gefühlen, Gefühle führen zu Handlungen, Handlungen führen zu Ergebnissen.
Das was wir heute sehen ist die Manifestation von dem was wir uns in der Vergangenheit vorgestellt haben.
Das, was wir heute sehen, wird sich in der Zukunft manifestieren. Die Schwierigkeit besteht darin, nicht die heutigen Ergebnisse das eigene Denken, die eigenen Vorstellungen kontrollieren zu lassen.
So sieht das derzeit etwa aus: