Ich kam durch einen Zufall zu Steemit. Eine Freundin hat mich hierher gebracht.
Zuvor hab ich gern mal politische Facebook-Kommentare abgesondert.
Oder welche auf Spiegel Online gegeben.
Was man mit der Freizeit halt gern mal so tut.
Gern zum „rechts/links“-Flüchtlingsthema.
Die haben meine Kommentare schon zweimal rauszensiert bei SPON. Obwohl da nichts war, was gegen irgendwelche Richtlinien verstoßen hätte.
Und Nazi bin ich auch nicht.
Ich bin eigentlich gar nichts und will auch nichts sein.
Ich will eigentlich einfach nur ich sein und da sein. Mich soll keiner toll finden dafür... okay, ist natürlich toll, wenn es trotzdem jemand tut.
Aber an sich will ich einfach nur nach meinem Gusto denken und handeln dürfen.
Hier auf Steemit kam ich in Kontakt mit Anarchisten. Und hab das erstmal belächelt.
Ja klar... wir schaffen mal eben das System ab und weil Menschen so gut drin sind, sich zivil zu verhalten, wird das auch funktionieren... haha!
Komisch nur, dass das gerade die Menschen waren, die oft mit Kommentaren auf meine Posts reagiert haben?
Und hui... nehmt es mir nicht übel... die können echt ganz schön anstrengend sein! Was man da plötzlich für Debatten und Thematiken an der Backe haben kann! Ich wollte hier doch unbeschwerten Spaß haben?
Und bissl Geld verdienen?
Nunja. Wenn ich mir meine Posts so angucke... sind jetzt auch nicht grad Oberflächenkratzer.
Auf sowas muss man im Alltag erstmal Bock haben:
Sich mit solchen Themen wie Freiheit, Demokratie etc überhaupt auseinanderzusetzen.
Ich dachte dann über mich immer: „oh ich bin wohl ein sehr politischer Mensch!“
Nee eigentlich nicht. Eigentlich nervt mich Politik. Bei den Parteien im Bundestag gab es noch nie eine, mit der ich gut konform gehe.
Immer nur Schnittpunkte.
Was tun Menschen, die sich nicht sicher sind, was sie wählen sollen?
Genau! Sie fragen den Wahl-O-mat!
Ah... ich bin dann mal übrigens links! Sagt das Teil. Okay. Kreuz.
Wie unglaublich bescheuert es ist, als Mensch mit ner freien Stimme in einem angeblich freien System, sich die eigene Stimme von ner kurzen Umfrage im Netz berechnen zu lassen... naja reden wir nicht drüber, das ist einfach zu peinlich.
Wir haben über 30 Parteien in Deutschland. Trotzdem sehen wir immer die gleichen Leute wieder?
Und wie traurig es ist, in einem Land, wo jeder ne Partei gründen kann, nur um die 30 wählbaren Parteien zu haben, darauf will ich noch nicht mal eingehen.
Viel trauriger ist, dass wir dann auch noch so klug sind, das was vorher schon nur am Alten festhing immer wieder zu wählen.
Liegt das am System oder sind wir einfach nur zu blöd dazu, da richtig mit umzugehen?
Hinterher lachen wir unsere Eliten dann bei Kabarett-Abenden aus oder regen uns auf SPON auf.
Belächeln die dummen Politiker und die dummen Journalisten.
Und fragen bei der nächsten Wahl wieder den Wahl-O-mat, welche der großen Parteien am besten zu uns passt...
Ist es Kandidat 1... der die Strategie fährt „ich halt bei Krise einfach die Füße still“? Oder Kanditat 2... der von sich behauptet, Partei der einfachen Leute zu sein und das so umsetzt, dass diese kurz vor der Rente ihr Erspartes aufbrauchen müssen, wenn sie arbeitslos werden? Oder Kandidat 3... äh... naja die anderen halt:
Wo man dann entweder Kapitalist, Umweltaktivist, Nazi oder Kommunist ist?
Womit einen die anderen Parteien und die Presse dann halt so beschimpfen.
Wer ist nun Ihr Herzblatt?
Ich mag ja nicht mal Anarchist sein. Weil mir selbst diese Bezeichnung mein Denken zu sehr festnagelt.
Und DAS macht mich aber wohl zu nem Anarchisten. Oder?
Wie anarchistisch kann man sein, dass einem sogar das zu unfrei ist?
Es macht mich zumindest zu nem Freidenker. Und das klingt auch schon wieder so 68er-besetzt. Unser ganzer Wortschatz hat da mittlerweile so besetzte Tendenzen. Die machen, dass wir andere in Schubladen einordnen wegen weniger Worte zu einem Thema.
Ich will noch nicht einmal eine feste Form. Weder Staat, noch Nicht-Staat. Nur einen Weg, der zumindest besser ist, als was ich in einem der freisten Länder dieser Welt sehe.
Wer sagte nochmal „Der Weg ist das Ziel“?
Wir sind auf dem Weg!
Wir haben hier eine tolle Freiheitsbewegung im Netz. Die weltweit ist. Ich brauch kein konkretes Ziel mehr, um das toll zu finden. Es findet hier und jetzt schon statt. Und wird hoffentlich etwas ändern.
Blockchains halte ich für eine wichtigere Erfindung als das Internet selbst. Auch wenn beides stark miteinander verbunden ist.
Und das eint uns. Egal, wie wir uns nennen und welcher politischen Richtung wir uns zuordnen.
Wir sind hier an etwas Großem dran!
Und bei der nächsten Wahl, suche ich mir entweder eine Splitterpartei, die dazu passt und wahrnimmt, was auf Erden im Gesamtgefüge gerade los ist. Oder ich betreibe so richtig zivilen Ungehorsam!
Und wähle gar nicht!
„Stell Dir vor, es ist Wahl und keiner geht hin“...
Ich persönlich würde mich totlachen darüber:
All die TV-Duelle... bei denen nur ein Bruchteil unserer Parteien gehört wurde. All das mediale Gewese um eine Sache, die noch kaum jemanden glücklich gemacht hat. Ein unbenutzter Wahl-O-mat...
Wär das im Nachhinein ne peinliche Nummer! Wozu da noch Kabarett?
Wer nicht wählt, wählt die Extremen oder ist unpolitisch?
Falsch.
Wer nicht wählt, wählt einfach nur nicht!
Es gibt keinen Wahlzwang! Sorry.
Vielleicht find ich etwas Tolles. Aber innerhalb des 5%-Rahmens wird das wohl nächstes Mal nicht liegen.
Es kam ja dieses Mal schon nichts Extremes dabei rum. Wir haben wieder die, die sich für die alleinige Krone der Schöpfung halten. Obwohl die eigentlich recht klar abgewählt wurden. Und die verbuchen es unter „wir haben gewonnen“.
Verstehe. DAS ist also Demokratie! Und „alle Macht geht vom Volke aus“!
Herzliche Grüße an all die anderen Freidenker hier, die mich weiterbringen und von denen ich lerne! (aktuell sehr ,
und
)
:-)