Hallo liebe Deutsch-Kommune.
Hier im zweiten teil werde ich auf die Flora und Fauna etwas eingehen.
Im flachen Tiefland wird intensiv Landwirtschaft betrieben. Zum Teil auch noch in harter Handarbeit mit Wasserbüffel als Hilfe zum Pflügen. Nebst Reis, Mais, Kartoffeln und Linsen stellen auch diverse Südfrüchte einen Hauptteil der Produktion in den Fruchtbaren Ebenen dar. Subtropischer Dschungel bedeckt noch weite Abschnitte, die nicht der Landwirtschaft zum Opfer fielen.
Terassenfelder mit Kartoffeln, Kathmandu Valley, Nepal
Im Mittelland (Hügellandschaft) bis ca 2000 müm gedeihen nur noch begrenzt Südfrüchte, da bedingt durch die Höhe, nachts die Temperaturen zu sehr fallen. Auch Reis wird zunehmend durch Buchweizen abgelöst. Die Felder sind terrassiert und können nur mithilfe kleiner Maschinen oder Wasserbüffel gepflügt werden. Auch öfters sind Wälder an den steileren oder entlegenen Hängen anzutreffen.
Die äussersten Felder von Pajung, Rasuwa, Nepal
In den Bergen ab 2000müm, überwiegt der Anteil an Buchweizen, Gerste, Weizen und Kartoffeln auf den terrassierten Feldern. Weite abschnitte sind bewaldet. Je nach Beschaffenheit der Böden erstrecken sich Tann-, Rhododendron- oder Mischwälder. Auch Almen, mit unterschiedlichen Wildblumen, sind mit zunehmender Höhe öfters anzutreffen. In diesen Höhen gewinnt auch das sammeln von Pflanzen, Pilzen, Wildhonig und Wilderei an Bedeutung in der Ernährung. Auch Blüten, Wurzeln und Rinden für die traditionelle Schamanenmedizin werden in mehrtägigen Exkursionen in noch weiter abgeschiedenen Gebieten gesammelt und verkauft. Für die arme Bevölkerung oft die profitabelste Möglichkeit ein wenig Geld zu verdienen.
Mischwald an den Berghängen Helambu, Nepal
Auch die Vielfalt der Fauna ist gross: Elefanten, Nashörner, Tiger streifen durch die tiefen Ebenen, wenn auch zum teil nur noch gefährdend kleine bestände vorhanden sind.
In den höheren Lagen sind vor allem der rote Panda, Schneeleoparden und natürlich nach Legenden der Yeti nennenswert.
Pashupatinath, Kathmandu
Verschieden Affenarten sind bis auf Höhen von 3500müm anzutreffen. In Wäldern sowie in Städten, wo sie sich an Opfergaben bei den unzähligen Tempel, oder auch bei unachtsamen Obsthändlern verpflegen.Auch die Hausrinder leben im Tief- und Mittelland oft frei, da sie im Hinduismus als heilig angesehen, verehrt und nicht geschlagen werden. Auch öfters liegen sie bequem mitten auf den Hauptverkehrsstrassen in den Städten und lassen sich durch den Verkehr nicht stören.
Nepal ist auch für die hohe Anzahl von Schmetterlingen bestechend. Selbst in der Stadt Kathmandu trifft man auf Schmetterlinge, Glühwürmchen, Wiesel, Echsen und Greifvögel wie Bussarde, obwohl es keine saubere Stadt ist.
Nutztiere wie Hühner, Ziegen und Schafe sind in allen Höhenlagen anzutreffen und unabdingbar für die Düngung der Felder.
Yakherde in Manang, Nepal
Wasserbüffel in den tieferen Lagen, werden von Yaks in den höhen als Arbeitstier, Fleisch- und Milchlieferant abgelöst. Wobei die Bezeichnung Yak für Hochlandkühe steht. Ihre männlichen Artgenossen leben auch wild in Höhen von 3500- 5000müm und werden nur zur Wollgewinnung und Fortpflanzung Jährlich zusammengetrieben.
In Höhen von 3500-5000müm trifft man öfters auf Halbnomaden mit ihren Yakherden, die das Sommerhalbjahr auf den kargen Almen verbringen. Im Winter lassen sie die abgegrasten Almen regenerieren und ziehen in die nächsten Dörfer. Dort gibt’s noch viel Grün auf den abgeernteten Feldern und Brachen. Gleichzeitig werden dabei die Felder für die nächste Saison gedüngt, weshalb sich die Bauern schon fast um die Halbnomaden zanken.
Eintreffen der Halbnomaden mit Yaks im Winterquartier. Tatopani, Rasuwa, Nepal
Und zu guter Letzt:
Der weg ist das Ziel:
Manchmal sind die Wege schmal und man muss sich durch quälen. Manchmal fühlt man sich verloren auf der breiten Strasse.
Strasse nach Tibet nahe Syaphru, Nepal
Vielen Dank fürs Lesen, Kommentieren und Upvoten