Geht man durch die Straßen,
entdeckt man überall interessante
geometrische Formen.
Was wir in den Schulfächern
Raumlehre oder Geometrie
gelernt haben, findet sich nun
auf den Straßen wieder.
Interessante
Linien,
Formen,
Winkel,
Vierecke, . . .
schmücken die Straßen.
Die alten Mathematiker der Babylonier und Ägypter
hätten vor mehr als 2500 Jahren ihren Spaß
daran gehabt.
Die geometrischen Symbole sind mir auf den Straßen
immer häufiger aufgefallen.
Der griechische Mathematiker Archimedes
lief durch die Straßen und rief:
„Heureka, ich habe es gefunden !.“
Ich habe ich es ihm nicht nachgemacht.
Dennoch möchte ich euch gerne auf eine
spannende Entdeckungsreise mitnehmen.
In dem dunkel anmutenden Märchen
„Hänsel und Gretel“ fanden die Geschwister
durch weiße Kieselsteine wieder aus dem Wald.
Heute wird man durch symmetrische Zeichen
wieder aus dem Stadtdschungel geführt.
Autofahrer erfahren durch einfühlsame
Linienführungen auf der Straße besondere Hilfe.
Die Smartphone – Nutzer,
welche der Realität entrückt sind,
werden durch Symbole auf dem Gehweg
einigermaßen sicher zum Ziel geleitet.
Fußgänger können sich,
abgegrenzt durch die Begrenzungsstreifen,
einigermaßen sicher vor den Radfahrern
bewegen.
Aus der Geschichte gibt es zahlreiche Beispiele,
wie geometrische Formen eingesetzt wurden.
Archäologen haben beeindruckende Funde gemacht.
In der Steppe von Kasachstan gibt es südlich
der Stadt Kostanai, riesige geometrische Formen.
Die ältesten dieser Geoglyphen, wurden vor etwa
8000 Jahren geschaffen.
Auf Luftbildern sind große Kreise, Linien, Ringe,
zu sehen.
Die Effigy Mounds,
in der Nähe von Wisconsin, in den USA,
sind ebenfalls Geoglyphen.
Diese Mounds sind künstlich erbaute
Erdhügel, die für kultische Zwecke genutzt
wurden.
Einige sind Tieren nachempfunden.
Es wird angenommen, dass die Ureinwohner
diese Hügel erschufen.
Tolkien beschrieb in seinem Roman
„Herr der Ringe“ die Suche nach der
Westtür von Moria.
Frodo und seine Gefährten suchen nach
dem westlichen Eingang zu den Minen von
Khazad – dûm.
Auf den ersten Blick ist die Inschrift nicht
im Felsen zu erkennen.
Nur wenn das Licht der Sterne oder das Mondlicht
auf die Felswand scheint, ist die geheimnisvolle
Schrift zu sehen.
Als alle Bedingungen erfüllt waren,
erschien die Losung:
Sag „Freund“ und tritt ein.
Vielleicht sind wir auch auf der
Suche nach Wegweisern.
Zeichen, die uns in unseren
Problemen,
Schwierigkeiten,
Unsicherheiten,
Wünschen,
Unzulänglichkeiten,
Herausforderungen,
Wirrungen,
Misslichkeiten,
Unwägbarkeiten,
Hindernissen, . . .
weiterhelfen.
Wegweiser können für uns
zuverlässige Ratgeber,
gute Berater,
unvoreingenommene Helfer,
kreative Ideengeber, . . .
sein.
Der schweizer Journalist Walter Ludin
gibt uns den hierbei den Ratschlag:
„Wer den Weg nicht kennt,
kann keine Wegweiser aufstellen.“
Im Wald gibt es gelegentlich Wegweiser,
die von selbsternannten Humoristen in eine
andere Richtung gedreht worden sind.
Lasst euch hierbei nicht auf einen falschen
Holzweg führen.
Wenn es keinen zuverlässigen Ratgeber gibt,
wartet, bis die richtige Person kommt.
Die Wegweiser auf der Straße sind oft sehr
interessant.
Manchmal haben die Symbole jedoch etwas
Surrealistisches an sich.
Wenn einem die Straßensymbole wie das Gemälde
Komposition 8, von Wassily Kandinsky,
aus dem Jahr 1923, erscheint,
sollte man eher vorsichtig sein.
Die letzten Worte von Archimedes,
so überlieferte man es, waren:
„Störe meine Kreise nicht.“
Ich hätte mich an seiner Stelle etwas
anders verhalten.
Viel Spaß beim Entdecken von außergewöhnlichen
Straßensymbolen wünsche ich euch.