Foto: Alper Çuğun, CC BY 2.0, flickr.com
Hierzu schweigen die Medien: Das politische Wien wird durch einen Abhörskandal des FPÖ-Chefs Heinz-Christian Strache erschüttert. In seinem Büro wurden letzte Woche zwei Wanzen gefunden. Damit nicht genug – ein Mann wurde sogar beim Einbruch in Straches Büro erwischt.
Der Einbruch wie auch die Entdeckung der zwei Wanzen im Büro des Österreichischen Vizekanzlers offenbaren nicht nur massive Sicherheitsmängel. Sie zeigen auch auf, mit welch unterschiedlichem Maß der linkspolitische Mainstream den Lauschangriff auf den FPÖ-Chef wertet.
In der vergangenen Woche verschaffte sich ein Unbekannter in den Abendstunden Zutritt zu Straches Büro im Wiener Palais Dietrichstein. Der Eindringling wurde von einem Mitarbeiter gestört und flüchtete daraufhin über eine Nottreppe. Kurze Zeit zuvor fanden Ermittler Hinweise auf einen möglichen Lauschangriff. Hinter einer Spiegeltür, direkt hinter dem Schreibtisch von Strache, spürten die Spezialisten des Heeresabwehramts (HAA) eine Abhöranlage auf. Wie nun bekannt wurde, führte ein Kabelstrang zum Büro von Straches Kabinettschef und von dort weiter bis ins Freie. Der Verdacht liegt laut der FPÖ nahe, dass der Einbrecher überprüfen wollte, weshalb die Anlage nicht mehr funktionierte.
Ein „handfester Skandal“, so der AfD-Außenpolitiker Petr Bystron, den die deutschen Medien weitestgehend totschweigen. Bystron sagten bei seinem zweitägigen Arbeitsbesuch in Wien dem FPÖ-Chef seine Unterstützung zu: „Weder die FPÖ noch wir von der AfD werden uns durch solche Methoden einschüchtern lassen“. Bystron weiß genau, wovon er spricht. Der ehemalige Bundestagsabgeordnete wurde als bayerischer Landesvorsitzender der AfD im Wahlkampf ebenso beobachtet, in seiner Wohnung wurde sogar widerrechtlich eine Hausdurchsuchung durchgeführt. Während im Fall Bystron die Gerichte sowohl die Durchsuchung wie auch die Beobachtung bereits verurteilt haben, laufen die Untersuchungen in Wien laut den Sicherheitsdiensten auf Hochtouren.
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