Extremsportler Baumgartner schert sich nicht um politische Korrektheit. Foto: beigestellt
Der ORF in der heutigen Form entstand aufgrund eines Rundfunkvolksbegehrens 1964. Es war das erste Volksbegehren Österreichs, mit dem Ziel, den Österreichischen Rundfunk aus der Tagespolitik sowie den jeweils herrschenden politischen Verhältnissen herauszuhalten und ihn damit zu einem unabhängigen Medium zu machen. Ist dieses Vorhaben gelungen? Herr und Frau Österreicher geben sich skeptisch.
von Felix Baumgartner
Einer Anfang 2017 veröffentlichten Umfrage zufolge halten nur vier Prozent der Bevölkerung den ORF für völlig unabhängig von Politik und anderen Interessengruppen. Damit belegt der ORF den glorreichen letzten Platz aller österreichischen TV-Sender.
Okay, wenn schon nicht unabhängig, dann doch wenigsten wirtschaftlich erfolgreich und beim Zuseher beliebt, oder? Die Antwort ist zweimal Nein! Wirtschaftlich verzeichnet der ORF laut Rechnungshofbericht jährlich negative Ergebnisse – und zwar in Millionenhöhe.
Die Zuschauerzahlen und Reichweiten der ORF-Programme sinken seit Jahren. Im Jahr 2007 versuchte ORF-Chef Alexander Wrabetz mit der nach eigenen Angaben „größten Programmreform aller Zeiten“, dem immer stärkeren Zuseherschwund, vor allem in der Zielgruppe der unter 49-Jährigen, entgegenzuwirken. Ohne Erfolg. 2013 sank die Quote von ORF 1 erstmals unter die Zehn-Prozent-Marke und erreichte nur 9,9 Prozent Marktanteil. Die beiden großen ORF-Sender gemeinsam erreichten somit einen neuen Tiefstwert in ihrer Geschichte.
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