EZB-Präsident Draghi: Es ist nicht unsere Aufgabe, Kryptowährungen zu regulieren
February 14, 2018
Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, erklärte am Mittwoch den 13.02.2018 in einem Videointerview, dass es nicht die Aufgabe der EZB sei, Kryptowährungen zu regulieren.
Die Aussage ist aus dem letzten Video der Videoreihe #AskDraghi. Die Videoreihe finden Sie auf dem Youtube-Channel der Europäischen Zentralbank.
Draghi geht nach eigener Aussage auf dieses Thema ein, nachdem er viele Fragen auf Twitter diesbezüglich gelesen hat.
Seine Antwort auf die Frage, ob die Zentralbank Kryptowährungen regulieren werde, lautete:
„Es ist nicht die Aufgabe der EZB, dies zu tun.“
Als er von einem Studenten gefragt wurde, ob er zum kauf von Bitcoin raten würde, rät er nicht grundsätzlich ab sondern erklärt, dass man "gründlich" über den Kauf von Bitcoin nachdenken sollten. Seiner Meinung nach ist Bitcoin keine Währung wie z.B. der Euro welcher in seinem Wert sehr beständig ist. Kryptowährungen unterliegen zu starken Schwankungen.Er äußert sich auch zu der Dezentralisierung des bestehenden Systems: „Der Euro wird von der Europäischen Zentralbank gestützt. Der Dollar wird von der Federal Reserve gestützt. Währungen werden durch Zentralbanken oder Regierungen unterstützt. Niemand steht hinter Bitcoin.“
Draghi hat seine und die Position der EZB zum Thema Bitcoin und Kryptowährungen schon im letzten Jahr bestätigt und auch dort von einer Regulierung Abstand genommen
Neben dem Video, in dem Draghi seine Meinung zum Thema Kryptowährungen äußert, hat die EZB ein weiteres Video über die Anwendung der Blockchain veröffentlicht.
Draghi erkennt in der Blockchain ein großes Potenzial für die Zukunft und geht nochmal etwas genauer darauf ein, wie die Blockchain-Technologie unser aller leben in Zukunft beeinflussen könnte.