ist eine Netflix-Dokumentation aus dem Jahr 2021. Im Jahr 2019 wurde das erste Bild von einem schwarzen Loch veröffentlicht. Das Event Horizon Telescope wurde damals als Projekt koordiniert, das weltweit mehrere Observatorien verbunden hatte. So entstand ein virtuelles Teleskop, das eine gigantische Größe hatte. Nur so war es möglich die Auflösung zu erreichen, die notwendig war die unmittelbare Umgebung des schwarzen Loches abzubilden. Die Dokumentation zeigt die Arbeit des Teams und wie sie sich auf wissenschaftliches Neuland begeben.
Parallel dazu gibt es an einem anderen Ort unseres Planeten ein zweites Team theoretischer Physiker um den Wissenschaftler Stephen Hawking, die mit den Methoden der Mathematik versuchen die schwarzen Löcher zu verstehen. Hawking hat die Theorie, dass es nicht unbedingt so sein muss, dass alle Informationen, die in einem schwarzen Loch verschwinden, für immer verschwunden sein müssen und dass es theoretisch möglich sein müsste, auch Informationen über das Innere des schwarzen Loches zu gewinnen. Mit rein mathematischen Methoden versuchen sie sich dem schwarzen Loch anzunähern und ihm einige Geheimnisse zu entreißen.
Was sich zunächst nach trockener wissenschaftlicher Materie anhört ist ein spannender Krimi. Die Doku ist allgemein verständlich gehalten, so dass die meisten Zuschauer ohne tiefen wissenschaftlichen Background folgen können. Zugleich werden wir gewahr, dass sich die Wissenschaft einem Naturphänomen aus zwei Richtungen nähern kann: Von der Theoretischen und von der Experimentellen (empirischen). Die Doku hat mir sehr gut gefallen, da sie Wissen vermittelt, einen ausgeprägten Spannungsbogen hat und wissenschaftliches Neuland betritt, von dem wir nicht wissen, was sich dahinter verbirgt. Sehr empfehlenswert, beide Daumen hoch.
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