Was bedeutet "ceteris parisbus" und die "ceteris-paribus-Prämisse". In diesem Blogbeitrag kläre ich das.
Ceteris heißt „alles Übrige“; alles Übrige.
Und „paribus“ heißt „bleibt gleich“. Sie kennen den Begriff Parität -- Gleichheit.
Sie kennen ja den Begriff „et cetera“ -- und das Übrige.
Alles Übrige bleibt gleich, etwas vornehmer gesagt: Unter sonst gleichen Bedingungen, und das wiederum bedeutet, dass ich eine Variable verändere und unterstelle, das ist diese Prämisse hier, diese Annahme, „Prämisse“ ist eine Annahme, dass ich annehme, dass alles andere gleich bleibt.
Nur für die Theorie brauchbar
Das heißt: Ich verändere in meiner Betrachtung zum Beispiel den Preis und unterstelle, dass alles Übrige gleich bleibt. Das Wetter bleibt gleich, die Stimmungslage in der Bevölkerung bleibt gleich, die politischen Rahmenbedingungen bleiben gleich, Stabilität der Währung bleibt gleich – alles Übrige bleibt gleich. Ich verändere nur den Preis und schaue, was aufgrund der Preisveränderung passiert.
Und daran sieht man schon, dass dieses ceteris paribus eine Lüge ist. Denn in der Praxis ändert sich ständig, ich will nicht sagen alles, aber eben doch sehr viel. Das ist also eine Vereinfachung, die so weit geht, dass es zu einer Lüge wird, die hilft, theoretisch gewisse Dinge zu betrachten, aber in der Praxis scheitert, weil in der Praxis sich sehr viele Dinge verändern, sich sehr viele Dinge auch gleichzeitig verändern und deswegen diese Prämisse in der Praxis nicht anwendbar ist.
Aber in der Theorie macht man das sehr gerne. Man kürzt das, damit das nicht so auffällt hier, kürzt man das ab mit c.p. – ceteris paribus: Alles Übrige bleibt gleich.
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