Eigenkapitalquote und Eigenkapitalrentabilität werden oft verwechselt. Hier erkläre ich den Unterschied.
Was ist eine „Bezugsgröße“?
Ehe wir das tun, möchte ich noch einen Begriff einführen, nämlich die Bezugsgröße. Sie werden gleich sehen, was ich damit meine. Ich meine schlicht und einfach die Tatsache:
Wenn wir eine Eigenkapitalrentabilität berechnen, dann ist das Eigenkapital die Bezugsgröße.
Wenn wir eine Gesamtkapitalrentabilität berechnen, ist das Gesamtkapital die Bezugsgröße.
Und wenn wir eine Umsatzrentabilität berechnen, ist der Umsatz die Bezugsgröße.
Das ist schon alles. Und wir werden gleich sehen, was das bedeutet, wenn wir jetzt diese Trennung machen in Eigenkapitalquote und Eigenkapitalrentabilität.
Eigenkapitalquote: Quotenkennzahl
Nun, eine Quote ist zunächst einmal ein Bruch, in dem im Zähler eine Teilmenge steht, also zum Beispiel die Frauenquote, dann steht die Anzahl der Frauen im Zähler, und die Anzahl aller Menschen, Sie kennen vielleicht noch dieses Summenzeichen, also alle, alle Menschen stehen im Nenner. Das ist eine Quote. Das heißt: Im Zähler steht ein Teilbereich, und im Nenner steht das Ganze.
Eigenkapitalquote: Berechnung
Und bei einer Rentabilitätskennzahl steht im Zähler immer eine Erfolgsgröße, also der Gewinn, Erfolgsgröße, der Gewinn, den wir in der Bilanz ja auch Jahresüberschuss nennen, und im Nenner steht die jeweilige Bezugsgröße. Das ist im Grunde schon alles.
Wenn wir nun eine Eigenkapitalquote berechnen wollen, dann müssen wir uns im Grunde nur noch merken, dass bei einer Quotenkennzahl die Bezugsgröße in den Zähler kommt, die Bezugsgröße bei der Eigenkapitalquote ist das Eigenkapital, das Eigenkapital wandert in den Zähler, und im Nenner steht alle, alles, also das Gesamtkapital, Eigenkapital durch Gesamtkapital mal 100 ist die Eigenkapitalquote, der Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital, der Anteil der Frauen an allen Menschen.
Eigenkapitalrentabilität
Und bei einer Rentabilitätskennzahl, Rentabilität, da ziehen wir wieder einen Bruchstrich, wir schreiben wieder hier hinten mal hundert, aber die Bezugsgröße wandert in den Nenner. Also: EKRent, da wandert das Eigenkapital in den Nenner, und im Zähler steht die Erfolgsgröße, der Gewinn, den wir im Bereich des Jahresabschlusses besser nennen den Jahresüberschuss als den Saldo aus Ertrag minus Aufwand.
Unterschied im Zähler und Nenner
Wir sehen also: Bei einer Quotenkennzahl wandert die Bezugsgröße in den Zähler, immer, und bei einer Rentabilitäts- oder auch Renditekennzahl, Rentabilität und Rendite ist das gleiche, wandert die Bezugsgröße in den Nenner, immer.
Also: Wenn wir eine Umsatzrentabilität ausrechnen wollen, ziehen wir wieder unseren Bruchstrich, machen hier hinten mal hundert, die Bezugsgröße wandert in den Nenner, also da steht der Umsatz, und im Zähler steht die Erfolgsgröße, der Jahresüberschuss. Das ist die Umsatzrentabilität.
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