Bevor ich ein Kind bekam, las ich so allerhand zu den Themen Umwelt oder Genetik. Auch schon in meiner Ausbildungszeit hörte ich zu dem Thema viel. Insgesamt ein kontroverses Thema. Was wirkt auf den Menschen und wie stark? Jeder hat hier andere Überzeugungen, auch die Wissenschaft. Es ist eine Mischung aus beiden. Ich fragte mich dennoch immer, wieviel Einfluss die Eltern wohl nehmen bei zum Beispiel Fußball, Autos, Puppen oder Kinderküche. Ehrlicherweise muss ich sagen, dass ich den Eltern mehr Einfluss zugesprochen habe, als sie in Wirklichkeit haben.
Mein Sohn hat mich hier mega überrascht. Von klein an, als sich erste Interessen zeigten, war er verrückt nach Baggern, Kränen und anderen großen Maschinen. Ohne mein Zutun. Sobald ein Bagger vorbeifuhr, reagierte er sofort und signalisierte mir die Sichtung. Dies hat sich immer weiter entwickelt. Umso älter er wurde, umso präziser wurde er. Natürlich folgen wir als Eltern den Neigungen des Kindes. So werden dann Spielzeuge und Bücher hinzu gekauft. So war es auch mit Fußball. Keiner von uns spielt es. Irgendwie hat er es bei anderen schon wahrgenommen und wollte immer wieder Fußball spielen. Die Fähigkeit mit dem Ball umzugehen, ist beeindruckend für einen 2jährigen.
Typisch Junge/ Mädchen, oder?
Genetische Faktoren spielen bei den geschlechtstypischen Verhaltensweisen eine große Rolle. Männer sind eher auf Wettstreit aus, besitzen einen Erkundungsdrang und sind Rudelorientiert.
Frauen hingegen sind personenen- und beziehungsorientierter. Aber wie oben erwähnt spielen hier selbstverständlich die Umweltfaktoren auch eine Rolle. Selbst die Familiengeschichte wird vererbt. Die DNA speichert alle Informationen, mit der sie in Berrührung kommt und gibt diese an die Nachkommen weiter. Ziel ist die Anpassung an die Umweltfaktoren.
Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen zeigen sich schon im Säuglingsalter. Jungen sind viel mehr wetterfühlig und reagieren mit Unzufriedenheit bei Wetterwechsel. Seit es Menschen gibt, steckt das in der Genetik. Für den Mann, auf der Jagd und bei der Ernte war das Wetter lesen überlebenswichtig. So auch, wenn er krank ist. Er leidet tatsächlich mehr als die Frau. Jungen sind technisch interessiert. Mädchen hingegen üben sich in Rollen- und Puppenspielen, mögen Blumen und Glitzer.
Urtypische Eigenschaften einer Frau werden geübt.
Die Kinder verhalten sich schon geschlechtstypisch, da wissen sie noch gar nicht, dass es unterschiedliche Geschlechter gibt.1, 2
Natürlich aber sind das nicht starre Konstrukte. Menschen sind insgesamt vielfältig und zwischen typischen Geschlechterverhalten, gibt es auch Menschen mit normalem "untypischen" Verhalten. Dennoch lassen sich unterschiedliche geschlechtsspezifische Tendenzen erkennen. Somit spielt in mancher Hinsicht Erziehung eher weniger eine Rolle. Ganze Bücher werden mit Texten, Witzen und Co. über geschlechtstypische Verhaltensweisen gefüllt. Dies sind unwiderruflich Fakten, auch wenn sie durchaus anders ausgeprägt sein können.
Quellen