Schmetterlinge oder Marienkäfer findet eigentlich fast jeder toll, aber es gibt noch soviel mehr wenn man genauer hinschaut. Ein für die Menschen eher verborgenes Leben führen die Wasserinsekten. Heute möchte ich etwas näher auf die aquatisch lebenden Wanzen eingehen.
Die meisten Wasserwanzen leben unter der Wasseroberfläche, um die Tiere optimal zu fotografieren muß man sie mit einem Kescher aus dem Wasser holen. Für die Wanzen ist das kein Problem solange man die Tiere danach zurücksetzt. Alle Nepomorpha ernähren sich überwiegend räuberisch von anderen Wasserinsekten. Viele Arten können fliegen und erobern auf diese Weise neue Lebensräume.
Ich möchte nachfolgend fünf Arten vorstellen:
Der seltene Gestreifte Rückenschwimmer (Notonecta obliqua) lebt in stehenden und fischfreien Kleingewässern. Die 15 bis 18mm großen Imagines ernähren sich von Wasserinsekten, gelegentlich werden auch kleine Kaulquappen erbeutet.
Die etwa 8mm große Ruderwanze Sigara striata findet man ganzjährig in stehenden oder langsam fließenden Gewässern. Ruderwanzen können im Brust- und Hinterleibsbereich Luft speichern. Der Luftvorrat muß allerdings ständig aufgefüllt werden, dafür kommen die Tiere kurz an die Wasseroberfläche.
Der 12 bis 23mm große Wasserskorpion (Nepa cinerea) lebt im schlammigen Uferbereich von stehenden oder langsam fließenden Gewässern. Die Art ist mit einem langen Atemrohr ausgestattet welches zum Luftholen benötigt wird.
Die Stabwanze Ranatra linearis findet man in vegetationsreichen Stillgewässern. Die aquatisch lebenden Tiere haben ein etwa 30mm langes Atemrohr. Die Stabwanze versteckt sich meist zwischen Wasserpflanzen was eine gute Tarnung ermöglicht.
Der 10 bis 13mm große Wasserläufer Gerris gibbifer lebt auf stehenden oder langsam fließenden Gewässern. Mit Hilfe der Oberflächenspannung können die Arten der Gattung auf dem Wasser laufen. Gerris gibbifer ernährt sich von Insekten die versehentlich ins Wasser gefallen sind.