Vor einem Jahr startete die Polizei zusammen mit einer spezialisierten Falknerei einen Versuch, um zu untersuchen, ob es möglich ist, Raubvögel auszubilden, um Drohnen abzufangen. Dies erwies sich als so erfolgreich, dass die Polizei nun die Anti-Drohnen-Maßnahme operativ einsetzen wird und zu diesem Zweck eine Reihe von Vögeln, amerikanische Seeadler, gekauft hat. Die niederländische Polizei ist die erste der Welt, die zu diesem Zweck Greifvögel einsetzt.
Beute machen
Die Seeadler sind darauf trainiert, eine Drohne als Beute zu erkennen. Der Greifvogel ist natürlich geneigt, seine Beute an einen sicheren Ort zu bringen. Den Vögeln wird nun beigebracht, ihre Beute (Drohne) an einen von der Polizei bestimmten Ort zu bringen. Dies soll verhindern, dass die Drohne nicht versehentlich in der Menge landet. Die Greifvögel sind an mehreren Orten im Land stationiert, so dass sie schnell eingesetzt werden können.
Demonstration
Im September 2016 demonstrierte die Polizei ein Szenario, in denen die Vögel eingesetzt werden: die Ankunft eines Würdenträgers. Während die V.I.P. unter Begleitschutz ankam, ausstieg und Hände schüttelte, flog eine Drohne in ihre Richtung. Ein speziell ausgebildeter Greifvogel flog direkt auf diese zu und packte die Drohne in der Luft. Künftig will die Polizei die Vögel auch bei geplanten Veranstaltungen mit erhöhtem Risiko einsetzen.
Training
Die Vogelkrallen sind schuppig und somit vor Bissen ihrer Beute geschützt. Auch die Propeller der Drohne beschädigen die Krallen nicht. TNO arbeitet derzeit an der Entwicklung eines speziellen Klauenschutzes für größere Drohnentypen. Die Küken mit einer Spannweite von mindestens einem Meter werden derzeit ausgebildet. Die Polizei rechnet damit, sie in weniger als sechs Monaten einzusetzen. Eine Reihe von Polizisten, die eine Affinität zu Tieren haben, werden momentan zu Vogelführern ausgebildet.