Moin Moin,
ich war ja auf einen kurzen Schweden Trip und hab euch schon einen der Stops, die wir machen konnten, gezeigt. Einen Stopp haben wir dann in Stockholm gemacht und auch wenn es da viele Sachen zum Ansehen schauen hatten wir nur die Zeit für eins, da wir schon einen anderen Stopp geplant hatten. Wir haben und dann für das Vasa-Museum entschieden, was definitiv einen Besuch wert ist.
Der Bau der schwedischen Galeone Vasa war für Schweden ein Prestigeprojekt. Mit 64 Kanonen, 69 Meter Länge, 12 Meter breite, einen Großmast der fast 52 Meter Höhe, einer gesamten Segelfläche von ca. 1300 m² und einen Achterdeck was knapp 15 Meter über den Wasserspiegel lag, zählte sie zu den größten und am stärksten bewaffneten Kriegsschiffen ihrer Zeit.
Der Untergang der Vasa gehört zu den berühmteren Schiffsunglücken, okay ja die Titanic ist deutlich berühmter. :)
Am 10. August 1628 sank die Vasa bei ihrer Jungfernfahrt nach nur ca. 1300 Metern Fahrstrecke, mit normalem Seegang aufgrund von schwerwiegender konstruktiver Instabilität. Einer bekannten Legende zufolge, die nie bisher nachgewiesen werden konnte, habe Gustav II. Adolf erfahren, dass der dänische König Christian IV. ein ähnlich großes Schiff bauen ließ. Daher habe er 5 Monate nach Baubeginn angewiesen die Feuerkraft weiter zu erhöhen, indem das obere Batteriedeck mit der gleichen Zahl an Kanonen wie auf dem unteren Batteriedeck zu installieren.
Das Schiff wurde von Schiffsbaumeister Henrik Hybertsson, wie zu Baubeginn gefordert, nach den Proportionen für ein einzelnes Kanonendeck geplant. Durch das nun weitere Kanonendeck wurde das Schiff Toplastig und die erhöhte Masse verursachte einen größeren Tiefgang. Der größere Tiefgang sorge dafür, dass die Öffnungen für die unteren Kanonen bereits bei geringer Krängung unter die Wasserlinie gerieten. Der erhöhte Schwerpunkt erhöhte zusätzlich die Wind- und Ruder bedingte Krängung des Schiffes.
Vor dem Untergang der Vasa gab es Warnzeichen bei einer stabilitäts Probe. Nachdem die Vasa von der Werft zum Ufer vor der königlichen Burg Tre Kronor gebracht wurde, ließ man das Schiff einrichten und eine Probe zur Stabilität durchführen. Diese bestand darin, dass 30 Man der Besatzung von einer Seite zur anderen des Schiffs rannten. Dabei schwankte das Schiff so sehr, dass man den Versuch Abbruch.
Obwohl der Versuch so Problematisch war, lichte die Vasa am 10. August 1628 die Anker. Der erste stärkere Windstoß ließ das Schiff nach etwa 1300Meter nach dem Start kentern und sinken. Es soll schon auf den ersten Metern trotz des geringen Windes eine bedrohliche Schräglage gehabt haben.