Photokids?
In diesem Beitrag fasse ich unseren Schulausflug ins Deutsche Fotomuseum am 14.6. zusammen.
Photokids, Wer, Wie Was?
Mit den Steemit Photokids hatte ich begonnen regelmäßig Fotokurse zu teilen.
Zu sehen gab es bereits einige Beiträge. Neben Polfiltern oder Makrofotos mit Nahlinsen hatten wir die Themen Zeichnen mit Licht oder den Beginn unseres Projekt Analog vorgestellt. Hierfür wurde den Schülern jeweils eine analoge Spiegelreflex-Kleinbildkamera ausgeliehen, darin eingelegt war ein Schwarz-Weiß-Film mit 36 Bildern.
Den zweiten Teil von "Projekt Analog" mit Bildern aus der Dunkelkammer hatte ich lange schon versprochen um die Ergebnisse zu zeigen. Doch die Durchführung des Projekts lief nicht ganz wie geplant.
Die Infos dazu im Extra-Beitrag, dessen Bilder, wie die Bilder dieses Beitrags ehrlich gesagt seit Wochen fertig sind. Aber etwas zu schreiben, oder einen Beitrag zu machen ergab keinen Sinn, angesichts der Wetterlage, einer immer wieder zu kurzen Segelsaison, wenigen Tagen mit Wind. Irgendwie hat Steemit in letzter Zeit also ganz schön seinen Reiz verloren. Man lebt nur einmal und bloß nicht in irgendeinem Netz(werk) zappelnd.
Am 14.6. besuchten wir das Deutsche Fotomuseum
Im schönen Agra-Park, nahe des weißen Hauses gelegen, befindet sich das Museum, das auch Kameramuseum ist.
In dem rund um die Uhr frei zugänglichen Parkgelände, sind mindestens ein Dutzend teils größerer Statuen und Tierfiguren aufgestellt, leider sind bei vielen von ihnen die Köpfe abgeschlagen. Trotzdem bieten sie noch ein lustiges Motiv!
Im Park gibt es einen Springbrunnen, der kleine Regenbogen zaubert (Handyschappschuss).
Nackte überall!?
Die aktuelle Freiluftaustellung "Narrenbäume" mit Fotografien von Wilhelm W. Reincke fiel uns gleich beim Betreten des Parkgeländes auf. An vielen der alten Bäume sind Leinwände aufgehängt. Das Thema Mensch, in Verbindung mit teils sehr seltenen oder besonderen Baumarten, analog, anonym, nackt und in schwarz weiß.
In einem weiteren Beitrag erzähle ich noch etwas mehr von der Ausstellung, zeige Bilder und berichte vom Gespräch mit dem Künstler.
Das Museum
Im Leipziger Raum befinden wir uns an der Wiege der Deutschen Fotoindustrie, auch der erste deutsche Lehrstuhl für Fotografie bestand vor Ort. Entsprechend groß (ca. 3.000) ist der Bestand an historischen Kameras.
Blickfang ist gleich im Foyer die hölzerne 2,50 Meter große Reprokamera des Leipziger Kameraherstellers Hoh & Hahne vom Ende des 19. Jahrhunderts. Vorgestellt wird hier auch die Entwicklung der dazugehörigen Verfahren innerhalb der Fotografie, von der Physik und Optik über die Chemie hin zu Fotopapieren und Belichtungsverfahren.
Teile der Dauerausstellung kenne ich bereits aus einem kleinen Häuschen bei Leipzig. Fotograf Peter Langner (1947–1994) sammelte über Jahrzehnte alte Kameras, oft mit historischen Fotos im „Beifang“. Daraus zu Zeiten der DDR eine Privatsammlung. Ab 1989 in einem notdürftig renovierten Fachwerkhaus in Mölkau präsentiert. Wegen der Bestimmungen in der DDR durfte eine Privatsammlung nicht Museum genannt werden, deswegen nannte Langner sein Museum „Kabinett“.
Nach der Wende wurde das Privatkabinett umbenannt in Kamera- und Fotomuseum Leipzig. Nach dem Tode Langners wurde das Museum von seiner Witwe weiter betrieben. Nun verlagerte sich der Fokus von Kameras und historischen Fotografien mehr auf künstlerische zeitgenössische Fotodarstellungen. Es kam zu 90 Sonderausstellungen wechselnder Künstler bis 2013. Mit der Zeit erreichte das kleine Museum in Leipzig-Mölkau eine überregionale Bekanntheit.
Im Jahr 2013 zog das Museum in das viel größere Gebäude (gebaut 1997) im agra-Park in Markkleeberg um, in dem neben einer großen Rotunde über mehrere Etagen für die Dauerausstellung auch separate Räume für Sonderausstellungen zu finden sind. Den ersten dieser Räume, nahmen meine Schüler gleich in Beschlag. Sie fanden im Nachhinein auch diese Ausstellung der Astrofotografie am besten. Zu sehen gibt es im Museum allerdings viel mehr als sich in wenigen Bildern zeigen lässt, alte Kameras aller Art und, neben aktuelleren Zeitdokumenten deutscher und internationaler Fotokunst, natürlich viele historische Fotografien.
Da es sich um ein Fotomuseum handelt, wurde uns netterweise erlaubt zu fotografieren.
Fast alle folgenden Fotos haben meine Schüler gemacht (Kamera; Canon 5d MarkII mit 50mm 1,8)
Es leuchten die Sterne (Astrofotografie von David Wemhöner)
Das erste bekannte Foto, nach achtstündiger Belichtungszeit im Jahr 1823 durch Niepcé
Historische Fotokulisse
Verbotene Fotos aus der DDR
Aktuelle Ausstellung "Narrenbäume" noch bis September zu sehen, Freiluftausstellung gratis