Leipzig - Paulinum
Was fällt dem (ortskundigen) Betrachter auf?
Ein Gebäude im Hintergrund war derzeit noch Großbaustelle:
Das Paulinum
Das Paulinum ist die neugebaute Aula und Universitätskirche der Universität Leipzig und wurde zwischen 2007 und 2017, nach Plänen des niederländischen Architekten Erick van Egeraat an der Stelle errichtet, an der am 30. Mai 1968 die alte Paulinerkirche gesprengt wurde. Platz für sozialistische Bauten sollte damals geschaffen werden und Leipzig als moderne, sozialistische Großstadt präsentieren.
Mit den neuen Machthabern kam bereits 1953 der neue Name und die Universität wurde in Karl-Marx-Universität Leipzig umbenannt. Der Philosoph Ernst Bloch oder der Literaturwissenschaftler Hans Mayer lehrten zu dieser Zeit noch hier, wurden aber bald hinausgedrängt, da sie mit dem System in Konflikt gerieten.
Bis zu ihrer Zerstörung war dies ein bedeutender Ort deutschen Geistes- und Studentenlebens.
Universitätskirche vor der Sprengung im Jahr 1968 (Quelle: Welt.de)
Felix Mendelssohn Bartholdy und Johann Sebastian Bach musizierten hier. Die von den sozialistische Führern angeordnete Sprengung verlief daher nicht ohne Proteste, doch blieben diese ohne Erfolg. Nach der Neugestaltung des Augustusplatzes sah es dort, zusammen mit dem 1968-1972 erbauten Uniriesen, dann lange Zeit so aus.
Nach der Neugestaltung bis 2007 (Quelle: Carsten-Heckmann)
Augustusplatz heute:
Mit fast einem Jahrzehnt Verspätung wurde Leipzigs umstrittenster Nachwende-Bau 2017 fertig. Kritisiert wurden dabei auch die Baukosten in Höhe von mehr als 120 Millionen Euro. Seit kurzem ist noch das Postgebäude gegenüber wieder neu und mir gefällt der Augustusplatz eigentlich ganz gut so. Wie geht es euch? Warst du schon da?
Paulinum hinter Gewandhausbrunnen /