Hey liebe Steemians,
ich habe euch gestern schon von Hanni und ihrer letzten Erfahrung mit der AOK berichtet. Heute geht es um ihre Rente und die Überbrückungsrente, sowie mit ihr umgegangen wurde.
Vielleicht habt ihr ja Interesse oder Ideen, wie wir ihr helfen können. Ab hört euch erstmal die Geschichte an...
Die Vorgeschichte
Hanni(69) lebt seit gut 5 Jahren mit ihrem Mann (80) in derselben kleinen Wohnung. Nun ist der Mann leider im März durch eine Krankheit verstorben, was eine Welle an neuen Herausforderungen für sie mit sich brachte. Ich möchte vorweg noch erwähnen, dass beide vor längerer Zeit einen Offenbarungseid geleistet hatten und sie Sozialhilfe empfangen haben, obgleich beide lange und viel gearbeitet hatten. Beide haben seit einigen Jahre Anspruch auf Rente. Hanni bekommt ihre Rente immer auf ihr Konto überwiesen und ihr Mann hat jeden Monat einen Scheck bekommen.
Der klärende Anruf!
Im März ist nun leider ihr Mann verstorben. Wie erwähnt, hat dieser immer einen Scheck zum Monatsanfang bekommen. Der Scheck für den Monat April kam etwas früher, aber da Hanni ihn ja nicht mehr einlösen konnte, ging sie zur Post und schickte ihn zurück. Der Postbeamte hatte sogar vorher noch mit der Rentenversicherung telefoniert und dies vorab dort mitgeteilt. Also er hat es quittiert und auch bestätigt, dass ihr Mann verstorben sei.
Zwei Wochen später rief Hanni bei der zuständigen Stelle an, um zu hinterfragen, ob der Scheck schon angekommen sei, da sich bis dahin noch niemand bei ihr gemeldet hatte und sie ja noch auf das Geld der Überbrückungsrente wartet. Die Mitarbeiterin hat sie zunächst recht unfreundlich darauf hingewiesen, dass beim Antrag auf diese Vorauszahlung vergessen wurde, ihre Bankdaten einzutragen. Dieser Antrag wurde jedoch vom Bestatter ausgefüllt. Mal abgesehen davon, dass Hanni ja auch so jeden Monat ihre Rente auf ihr Konto bekommt... telefonisch wollte die Dame ihre Bankdaten nicht aufnehmen.
Hanni wollte mit ihrem Anruf eigentlich nur fragen, ob der Scheck angekommen sei, damit sie die Überbrückungsrente endlich bekommt. Darauf hin sagte die Dame, dass Hanni ja sehr gut drauf sei, dafür das ihr Mann gerade gestorben sei!? Als ob sie sich schämen müßte, jetzt nach dem Geld zu fragen, welches ihr zusteht... wiedermal unglaublich widerlich, wie hier mit Menschen umgegangen wird.
Es kommt natürlich noch besser...
Vor einigen Tagen kam nun der Bescheid für die Vorauszahlung. Natürlich hat Hanni nicht die Summe bekommen, die ihr zusteht... sie sollte für drei Monate je ca. 200 € bekommen welche sofort und komplett ausgezahlt werden sollten. Davon wurden natürlich die ca. 170 € Rente vom nicht-eingelösten Scheck abgezogen, so dass sie jetzt auch diesem Geld weiter hinterher rennen muss. Und für jemanden der an der Armutsgrenze lebt, noch Rechnungen bezahlen und leben muss, sind 170 € nicht wenig Geld!
Zusammenfassung
Diese nun fehlenden 170 € allein machen es nicht aus, aber bei fast ALLEN anderen Instanzen sieht es nicht besser aus. Hanni wird überall sehr unfreundlich behandelt und zieht fast immer den Kürzen. Überall muss man genau hinterher sein, sonst bekommt man keine oder weniger Gelder.
Ich finde eine 69-jährige Frau, sollte nicht mehr putzen gehen müssen, damit sie Leben kann... gerade nach dem Tod ihres Mannes sollte man Hanni doch etwas entgegenkommen. Aber nein, sie wird als dumme geldgeile Witwe dargestellt und auch so behandelt.