Werter Robert,
vielen Dank für Deine wundervolle Ausarbeitung des Kartoffel-Salz-Beispiels, dem Du noch die ehrenwerten Mitwirkenden Frau Meier/Mayer und willi hinzufügtest. Die Besonderheit des Tausches, der nicht in der endgültig gewünschten Form unmittelbar vollzogen werden kann, wird ganz deutlich, ebenso wie die ursprüngliche Bedeutung des „Gläubigers“.
Der anfängliche Kartoffel-Salz-Tausch wird von Dir später erweitert um den Holzklotz, womit Zimmermann willy das Spielfeld betritt und das Instrument des bilateralen Zahlungsversprechens sich zu einem Wechsel wandelt, der als „bill of exchange“ ein substantielles Kreditinstrument darstellt.
In den kleinen Dorfgemeinschaften der Vergangenheit waren sicherlich die allermeisten Tauschgeschäfte substantiell und vielleicht war nicht einmal ein Schriftstück/Kerbholz notwendig, um einen Tausch durchzuführen, der nicht unmittelbar, Substanz gegen Substanz, vollzogen werden konnte. Damals galt: Ein Mann, ein Wort. Wurde ein solches gebrochen, dürften unmittelbare Sanktionen der Gemeinschaft gefolgt sein. In dem Maße wie sich der Handel überregional ausbreitete, verbreiteten sich später, als auch Silber als Tauschmittel zu unhandlich wurde, auch die „Fiktionen“ und damit die „Titel“, sicherlich maßgeblich getrieben durch eine Kraft, die damals schon nichts Gutes im Schilde führte und im Laufe der Geschichte oftmals Namen und Lokalitäten wechselte.
Bevor Du zum Gelde kommst, wirst Du uns den Gutschein näherbringen: mein Weib und ich freuen uns darauf. Beste Grüße sven
RE: Was ist Geld Video Teil 5