Es gibt mehrere unterschiedliche und deshalb hier separat behandelte Probleme des Wirtschaftssystems. Das Geldsystem kann durchaus als Quelle fast aller Probleme gesehen werden. Denn aus der Struktur des Geldes und der Zinsen folgt der Wachstumszwang der Unternehmen, denn eine Aktie kann selbst trotz Rekordgewinnen fallen, weil der Gewinn zwar höher als jemals zuvor, aber niedriger als erwartet war. Dieses Problem werden ich andernorts ausführlich behandeln.
Das Streben nach Gewinn (als Teilproblem des Wirtschaftssystems) werde ich diesem Beitrag analysieren. Ich halte mich in diesem Abschnitt stark an Christian Felber, der mit seinem Projekt und seiner breiten allgemeinen Bildung (mehrere Studien) gerade die Welt bewegt. Sein Projekt ändert aber nur „Kleinigkeiten“ am Geldsystem. Dieser letzte Satz kann auch ganz anders gesehen werden, wenn man nicht weitreichende Änderung am Geldsystem kennt, die funktionieren würden. Da die Gemeinwohl-Ökonomie von Herrn Felber im Zusammenhang mit einer demokratischen Neuverteilung der Kräfte gesehen werden muss, gibt es kaum jemanden in der Bevölkerung, der dies ablehnen kann. Da die Machtstrukturen und Geldbesitzstrukturen dadurch aber nicht so elementar angegriffen werden, schaffen diese Möglichkeiten es auch in die Mainstream-Medien erwähnt zu werden.
Die Gemeinwohl-Ökonomie wird an verschiedensten Stellen sehr gut beschrieben. Mir gefällt immer wieder der Vergleich mit dem Griechischen, dass wir mit Ökonomie den falschen Begriff verwenden; aber lesen Sie selbst:
http://derstandard.at/2000058610317/Gemeinwohl-statt-Kapitalismus-als-Staatsziel
http://diepresse.com/home/wirtschaft/eco1848/5123653/GemeinwohlOekonom-Felber-aus-Schulbuch-entfernt
http://www.christian-felber.at/schaetze/gemeinwohl.pdf
Gleichzeitig wird auch eine Reform der Demokratie für die Umsetzung seiner Ideen nötig, die Herr Felber aber auch spannend erklärt und mit dieser Technik verknüpft.