Eigentlich ....
... möchte ich zu dieser Jahreszeit hauptsächlich mit der Natur gehen, und das bedeutet die Geschwindigkeit des Lebens herunterzudrehen und mich mehr auf das "Innere" zu fokussieren. Dummerweise finden genau jetzt sogenannte "Weihnachtsfeiern" statt und das "Fest" steht vor der Tür. Also ja niemanden vergessen, Geschenkideen an den Haaren herbeiziehen, mindestens ein gebügeltes Hemd bereithalten und unkontrolliert dem schwarzen Loch des Jahreswechsels entgegenstürzen.
Die Rückschau
Nun ja, so schlimm wie gerade geschildert ist es bei mir glücklicherweise nicht, denn zumindest muss ich nicht auch noch täglich acht Stunden im Büro absitzen. So bleibt mir genug Zeit, eine Rückschau auf mein Jahr 2017 zu halten. Vor meinem geistigen Auge werden Erlebnisse, Gespräche und Gefühle wieder lebendig. Und ich darf feststellen, dass es ein gutes Jahr war. Warum sollte ich diese glückliche Erkenntnis nicht auch mit anderen teilen? Andere, das sind Verwandte, Freunde, Bekannte, Kollegen, kurzum "Wegbegleiter". Über die vielen Lebensjahre hat sich da eine ganz schöne Menge von Kontakten angesammelt. Soll ich nun einen riesiegen Stapel von Briefen schreiben, noch dazu mit meiner völlig aus der Übung geratenen "Sauklaue"?
Der Brief
Nein, ich mache das lieber auf moderne elektronische Art. Ich erstelle ein Word-Dokument, das eine kurze Zusammenfassung der Höhepunkte meines Jahres 2017 enthält und zusätzlich beschreibt, welche Themen und Gedanken mich begleitet, umgetrieben, motiviert, oder auch geärgert haben. Aber ohne zu sehr ins Datail zu gehen, denn niemandem möchte ich zumuten, mehr als zwei Seiten zu lesen.
Gesagt, getan. Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden.
Der Versand
Wem möchte ich nun das Ergebnis zukommen lassen und damit zugleich eine gewisse Verbundenheit und Wertschätzung zum Ausdruck bringen? Schnell fallen mir einige Menschen ein. Eine Email nach der anderen verlässt meinen Computer, aber nicht ohne ein Minimum an persönlicher Ansprache im Textbereich. Ja nicht das Attachment vergessen, denn das wäre peinlich.
Geschafft!
Ach, jetzt fallen mir noch ein paar weitere Namen ein. Der zweite Durchgang läuft. Der dritte, der vierte ....
Der Hintergrund
Was aber hat mich wirklich zu dieser Aktion veranlasst? Ihr werdet es vielleicht erraten. Es ist meine Existenz 2.0 auf Steemit. Es geht den meisten von Euch sicher ähnlich: Mit Eintritt in das Steemit-Universum beginnt sich vieles zu ändern: Neue Menschen treten in das eigene Leben ein, man kommt mit neuen Gedanken und neuem Wissen in Berührung. Ein selten erlebter Austausch entsteht. Aber fast niemand meiner Adressaten hat diese meine höchst spannende, beflügelnde Entwickung wirklich mitbekommen, mit Neugier hinterfragt, verstanden. Der entscheidene Teil meines Briefes ist die folgende Passage:
Meinen zweiten Tätigkeitsschwerpunkt bildete die Erstellung von Blogeinträgen auf meiner Internet-Homepage auf dem Steemit-Portal. Ich bin dort seit September 2016 aktiv und absolut begeistert von den Möglichkeiten, die mir diese Plattform bietet. Dort befindet sich eine Gemeinschaft von ausgezeichneten Autoren, die sich gegenseitig lesen und kommentieren. Manchmal verbringe ich den ganzen Tag nur mit Steemit. Somit ist es nicht überraschend, dass man meine Unternehmungen und Gedanken fast vollständig unter https://steemit.com/@freiheit50 nachlesen kann. Ich bin dort fast so transparent wie viele Promis in der Boulevardpresse. Inhaltlich setze ich mich kritisch mit dem Weltfinanzsystem und der herrschenden globalistischen Politik auseinander, trete für Frieden und Freiheit ein und schreibe auch mit Vorliebe über die Kryptowährungen Bitcoin und Co., die mir in letzter Zeit viel Freude gemacht haben. Und natürlich erstelle ich viele Berichte über meine Touren.
Die Rückmeldung
Wie werden all die Adressaten hierauf reagieren? Werden sie den Fingerzeig erkennen, der da heißt:
Wenn du etwas über mich wissen willst, dann schaue auf meinen Blog. Trete mit mir über meine Inhalte in Diskussion. Freue dich mit mir über meine Erlebnisse. Sei mein aktiver Wegbegleiter.
Ich denke, das wird in der Breite nicht passieren. Aber es ist mir letztlich egal. Denn jetzt habe ich Euch. Bei mir. Mit mir. Viel näher. Viel intensiver.