Endlich ist das Wetter sonnig und warm, sogar nahezu wolkenlos. Für meine Radtouren bevorzuge ich Temperaturen von mindestens 20 Grad. Meistens fahre ich abseits der Hauptstraßen, gerne auch auf Forstwegen. Mein ATB (all terrain bike) ist im Gegensatz zu Rennrädern oder Mountain Bikes auf keinem Untergrund optimal, aber überall einsetzbar.
Ich starte um 11:30 Uhr in München und stärke mich bei km 12 in Deisenhofen kurz mit einem Croissant. Bei Altkirchen (km 20) taucht am Horizont bereits der markante Guffert (2195 m) auf:
Auf einer Anhöhe kurz vor Baiernrain (km 25) sind schon mehr Gipfel zu sehen:
Hier ist es für mich immer schwierig zu entscheiden: Linden oder Lochen?
Es ist völlig egal, denn die beiden Routen treffen nach wenigen Kilometern wieder zusammen. Über Dietramszell (km 30) und Pelletsmühl erreiche ich nach einigem Auf- und Ab das "weltberühmte" Piesenkam (km 40) mit seinen traditionellen Bauernhäusern:
Zwischen Schaftlach und Häuserdörfl gab es Nachwuchs bei Familie Pferd:
Schnell hinunter zum Tegernsee (km 58) mit dem Wallberg im Hintergrund:
Der malerische Steg führt direkt am Ufer entlang und endet beim mondänen Cafe Kreutzkamm, wo ich ein paar Euros für deliziöse Patisserie ausgebe:
Gestärkt verlasse ich bei km 62 in Rottach-Egern den Tegernsee und fahre über Enterrottach (km 66) steil hinauf in das Wandergebiet:
Auf einer sonnigen Lichtung befindet sich bei km 70 die bewirtschaftete Monialm:
Dort erlaube ich mir, die Aussicht auf nahe und ferne Objekte zu genießen:
Über den unauffälligen Suttensattel (1031 m) erreiche ich das Gebiet der Valepp und freue mich auf die nächsten Abfahrtskilometer. Leider gibt es abschnittsweise kleine Hindernisse und ich muss das Fahrrad schieben:
Am Zusammenfluss der weißen und roten Valepp (km 75) wendet sich die Straße nach Norden und führt mit meist nur leichter Steigung durch schöne Wiesenzonen hinauf zum Spitzingsee (km 80):
Ich entscheide mich gegen den Glühwein, aber für einen doppelten Espresso und erreiche bald den Spitzingsattel (km 82), von dem man bereits den Schliersee erblicken kann:
Die rasante Abfahrt vom Spitzingsattel auf der Hauptstraße erfordert nochmal meine volle Aufmerksamkeit.
Am Schliersee entlang erreiche ich den gleichnamigen Ort (km 90). Da es schon 18 Uhr ist, bevorZUGe ich eine Heimfahrt mit der BOB (Bayrische Oberlandbahn) ab Miesbach.
Nun folge ich auf kleinen Wegen immer leicht fallend der Schlierach entlang zum Bahnhof Miesbach (km 100). Mein Zug kommt zufälligerweise genau zum selben Zeitpunkt:
Hier sieht man den Streckenverlauf:
Fazit: Ein wunderschöner Tag mit viel Sport, vielen Pausen, strahlender Sonne in einer sehenswerten Landschaft!