Von Wien sind es nur schlappe 60 Kilometer bis Bratislava. Keine anderen zwei Europäischen Hauptstädte liegen so nahe beieinander. Am Schwedenplatz, der nur 10 Gehminuten vom Wiener Zentrum am Stefansplatz entfernt ist, startet der moderne Katamaran "Twin City Liner", der Dank seiner zwei 1000 PS starken Triebwerke eine Spitzengeschwindigkeit von 70 km/h erreichen kann, so dass die Fahrtzeit flussabwärts rekordverdächtig kurze 75 Minuten beträgt. Über den Donaukanal erreicht man bald die über 200 Meter breite Donau:
Man sieht oben, wie die beiden Turbinen am Heck das Wasser mit Gewalt hinausspritzen. Oben auf dem Deck bläst der Fahrtwind so heftig, dass es dort niemand lange aushält:
Später kommt man an der (am südseitigen Ufer gelegenen) Ortschaft Hainburg vorbei, während sich auf der gegenüberliegenden Seite der Donau das große Naturschutzgebiet der Donauauen befindet. Dort, wo von Norden der Grenzfluss March in die Donau mündet, befindet sich die sogenannte Hainburger Pforte (https://de.wikipedia.org/wiki/Hainburger_Pforte) mit den zwei imposanten, mit Burgruinen bestückten Bergen:
Bald darauf passiert das Schiff die Burg Bratislava:
Am Anleger der Stadt, wo sich meist auch viele andere Schiffe befinden, endet die kurzweilige und sehr zu empfehlende Fahrt. Näheres zur Geschichte und Bedeutung der Stadt findet sich hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Bratislava
Die Besichtigung des äußerst malerischen Stadtzentrums von Bratislava kann man problemlos zu Fuß unternehmen. Hier sind ein paar Eindrücke ohne nähere Erklärung:
Die guten alten Zeiten der K&K Monarchie sind überall zu erahnen.
Auch die Burg habe ich dann noch zu Fuß erklommen:
Vom Burgberg hat man eine faszinierende Aussicht auf die Donau und - auf die sozialistischen Plattenbauten auf dem gegenüberliegenden Seite:
Wie es sich für einen repräsentativen Königssitz gehört, gibt es auch einen prächtigen Schlossgarten:
Im Hintergrund erkennt man die "besseren" Wohnlagen, die sich an die Sonnenhänge der kleinen Karpaten anschmiegen.
In die Stadt zurückgekehrt, mache ich noch einen kurzen Abstecher auf die "Stary Most", die alte Brücke, über die nur noch die Straßenbahn und Fahrräder fahren, und werfe von dort einen Blick auf die majestätisch dahinfließene Donau:
In der City fällt mir dieser arme Kanalarbeiter auf:
Wer meinen Artikel bis hierher gelesen hat, stößt hier auf mein kleines verstecktes Gewinnspiel. Da ich nicht gut slowakisch spreche, möchte ich von Euch wissen, was es spezielles in diesem Lokal zu kaufen bzw. zu trinken gibt (Die Antwort "Kaffee" ist zu trivial und zählt nicht):
Die erste richtige Antwort belohne ich mit 1 steem.
Die Rückfahrt nach Wien geht problemlos und kostengünstig für 5 Euro mit dem Bus, falls man den etwas außerhalb gelegenen, riesigen Busbahnhof finden konnte:
Und was konnte ich dort zu meiner großen Freude noch entdecken?
Natürlich einen BTC-ATM sowie ein großes Elektronik-Geschäft, was Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptiert! Beides befindet sich im ersten Stock des Gebäudes!
Beinahe hätte mich begleitet, aber leider hatte sie dann doch keine Zeit. Sehr schade, aber bei meinem nächsten Besuch klappt es bestimmt!