Disclaimer
Dieser Artikel ist frauenFREUNDLICH!
Mit obiger Klarstellung möchte ich präventiv vermeiden, dass sich bei potenziellen Leserinnen die Nackenhaare aufstellen. Sicherheitshalber habe ich einer guten Bekannten die Überschrift vorgelesen und dabei ihre Nackenhaare kontrolliert. Hier ist das beruhigende Ergebnis:
Frauenfreundlich ist nicht notwendigerweise männerfeindlich
Heutzutage muss man sich sehr genau überlegen, was man sagt oder schreibt. Ein unbedachter Moment genügt, um eine Prozesslawine in Gang zu setzen. Deswegen beginne ich mit dem ausdrücklichen Lob für die beiden Männer Dan Larimer und Ned Scott, denen wir Steemit zu verdanken haben. Auch Satoshi Nakamoto hätte einen herausragenden Platz in der Ruhmeshalle der Kryptowährungen verdient, aber seine Identität liegt ja leider weiterhin im Dunklen. Vielleicht handelt es sich in Wirklichkeit sogar um eine Frau? Wer weiß das schon?
Goethe und ich sind Frauenversteher
Das Ewig-Weibliche
zieht uns hinan.
(Goethe, Faust zweiter Teil)
Besser hätte ich es auch nicht ausdrücken können.
Aber vielleicht ähnlich gut mit diesem Zitat:
„Wer nicht liebt Wein, Weib, Gesang, der bleibt ein Narr sein Leben lang“
Nachdem immer gerne alle Quellen akribisch recherchiert, erleichtere ich ihm die Arbeit. Hier steht etwas dazu: https://de.wikipedia.org/wiki/Wein,_Weib_und_Gesang
Man könnte auch sagen:
Besser Wein, Weib und Gesang als Bier, Mann und Geschrei.
Aber das mache ich NICHT! Trotzdem ist das so eine Sache mit dem geballten Auftreten des Y-Chromosoms:
Die Ödnis mancher Männerrunden
Wenn Männer unter sich sind, tauschen sie sich mit Vorliebe über Themen aus, die dummerweise für mich weniger interessant, um nicht zu sagen banal sind: Autos, Fußball, Computer, und - wie schrecklich - Karriere. Außerdem enden sie schlimmstenfalls in einem beklagenswerten Zustand wie diesem:
Beim Bitcoin-Stammtisch 2014 - 2015
Eingeweihte wissen, dass ich ein gewisses Interesse für Bitcoin hege. Daher habe ich schon des Öfteren einen Bitcoin-Stammtisch aufgesucht. Die Gesprächsthemen dort waren durchaus kurzweilig, aber Goethe wäre das vollständige Fehlen weiblicher Teilnehmer sofort aufgefallen. Mangels Ewig-Weiblicher Beteiligung konnten die Kurse auch nicht "hinanziehen". q.e.d. Da hilft es auch nicht viel, wenn einem ein Oberexperte die Raffinesse des SHA-256 Algorithmus in einem zweistündigen Monolog auseinandersetzt und ein anderer die Besonderheiten des Blocks 414634 schlüssig darlegt.
Und dann kam Steemit
Eines leuchtenden Tages - es war der 19.07.2016 - fand ich auf dem Bitcoinblog diesen Artikel über Steemit:
Ich zitiere daraus:
Derzeit schwappt eine Welle der Steemit-Begeisterung durch die Kryptoszene. Während die meisten Kryptoseiten bisher eher das Revier von Nerds sind, also in der Regel von Männern, die sich für Kryptowährungen, Investment und technologischen Schnickschnack interessieren, ist Steemit bunter und – was vielleicht am erstaunlichsten ist: weiblicher.
Oder knapp formuliert:
STEEMIT IST BITCOIN FÜR FRAUEN!
BINGO!
Steemit wirkt!
Natürlich habe ich mir sofort eine Kennung zugelegt und mir mit meinen Aktivitäten auf Steemit ein neues Universum erschlossen: Ich bin seither mit Themen in Berührung gekommen, die mir vorher völlig unzugänglich schienen und ich habe Menschen kennen und schätzen gelernt, denen ich im normalen Leben nie begegnet wäre. Auf den Steemit-Stammtischen liegt die Frauenquote signifikant höher als bei den Bitcoinern. Im Gegenzug konnte ich feststellen, dass viele Frauen (aber auch Männer) via Steemit einen Zugang zu der Welt der Kryptowährungen bekommen haben.
Das ist doch alles großartig, oder?
So, liebe , nun müssten alle Klarheiten beseitigt sein. Liebe Grüße an deinen Friseur.
Ohne Gewähr auf Vollständigkeit verneige ich mich im Goethe'schen Sinne vor all den tollen Frauen, die mit mir hier auf Steemit in reger Verbindung stehen:
(auch wenn sie derzeit wenig schreibt)
... und viele andere.
Ich wünsche Euch von Herzen viel Erfolg auf dieser einzigartigen Plattform. Goethe wäre begeistert, wenn er das hier noch hätte erleben dürfen.