Das ist mein Schrank. Darin befinden sich Bücher (und ein paar Stofftiere, aber das ist ein anderes Thema). Im Glas spiegelt sich die Gegend vor dem Haus. Die Bäume sind kahl. Logisch, wir haben ja Winter. Da wird es früh dunkel. Eine perfekte Zeit für eine Tasse Tee, eine gemütliche Couch und ein gutes Buch.
Im Laufe der Jahre kommt einiges an Lektüre zusammen. Ich habe vier Bücher aus meinem Fundus ausgewählt, um sie Euch vorzustellen. Als Leseempfehlung sozusagen. Los geht's:
Nummer eins: Die 16 Lebensmotive
Autoren Helmut Fuchs und Andreas Huber
Erschienen Mai 2002
ISBN 3-423-24319-8
Der amerikanische Persönlichkeitsforscher Steven Reiss fand empirisch durch Befragung und Clusterung heraus, dass allen menschlichen Verhaltens- und Handlungsweisen die folgenden 16 Bedürfnisse und Werte zugrunde liegen:
Macht - Unabhängigkeit - Neugier - Anerkennung - Ordnung - Sparen - Ehre - Idealismus - Beziehungen - Familie - Status - Rache - Eros - Essen - körperliche Aktivität - Ruhe.
In jedem Individuum findet sich eine unterschiedlich gewichtete Zusammensetzung dieser Basiskomponenten.
Mit der Kenntnis dieses Modells kann man andere Menschen wesentlich besser verstehen und einschätzen. Mir persönlich hat dieses Wissen sehr genützt. Seit einigen Jahren gibt es auch deutschsprachige Literatur von Steven Reiss selbst zu seinem Thema:
Nummer zwei: Geheime Botschaften
Autor Simon Singh
Erschienen Dezember 2001
ISBN 3-446-19873-3
Für alle, die sich in der Welt der Kryptowährungen tummeln und die mehr über die Geschichte und die Konzepte der Verschlüsselungstechnik erfahren wollen, ist dieses Buch absolut empfehlenswert. Ganz ohne Mathematik kommt man bei seiner Lektüre natürlich nicht aus. Dafür entsteht mehr und mehr eine Faszination bezüglich der Genialtität der einzelnen Erfinder, die die Kryptographie vorangetrieben haben, sowie ihrer Konzepte, die Bitcoin und Co erst möglich machen.
Nummer drei: Seneca oder die Entdeckung der Gelassenheit
Autor Karl-Heinz Risto
Erschienen 2011
ISBN 978-3-87387-780-1
Ausgehend von der überlieferten Philosophie des Römers Lucius Annaeus Seneca (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Seneca) leitet der Autor den Leser zu heilsamen Anschauungen und Handlungsweisen an, die zu innerer Zufriedenheit und Gleichmut führen. Mit der Rückbesinnung auf zweitausend Jahre alte Erkenntnisse wird es möglich, die turbulente Gegenwart besser zu meistern, in der man sich oft wie ein Getriebener vorkommt.
Nummer vier: Junger Mensch im Gebirg
Autor Leo Maduschka und Freunde, herausgegeben von Walter Schmidkunz
Erschienen 1936
Nur noch antiquarisch erhältlich
Leo Maduschka war ein Münchner Spitzenbergsteiger, der 1932 beim Versuch der Durchsteigung der Civetta-Nordwestwand in einem verheerenden Wettersturz ums Leben kam. Das Buch ist eine Sammlung von zahlreichem Material über seine alpinen Unternehmungen, größtenteils von ihm selbst verfasst. Interessant sind die im Vergleich zu heute völlig unzulänglichen Materialien, die zur damaligen Zeit verwendet wurden. Trotzdem oder besser gerade deswegen sind die geschilderten, schwierigsten Unternehmungen äußerst bewundernswert. Einen großen Raum nimmt auch die Offenlegung seines inneren Erlebens und seiner tiefen Emotionen ein.
Fazit
Ich hoffe, ich konnte Euch ein paar nützliche Anregungen für die eigene Lektüre geben. Außerdem wollte ich mit diesem Artikel mal wieder mein bekanntes Schema verlassen und noch mehr Vielfalt in meinen Blog bringen. Ich hoffe, dass mir das gelungen ist. Das wäre dann ein guter Start in das noch junge Jahr 2018 . Daher freue mich mich natürlich wie immer auf Euer reichhaltiges Feedback und beantworte auch gerne aufkommende Fragen.
Viel Spaß!