In einem aktuellen Focus Interview wiederholt der "Börsen Guru" Dirk Müller ein weiteres mal seine These, daß der Bitcoin nur als Appetitanreger zur Einführung einer oder mehrerer digitaler Kryptowährung/en dienen sollte.
Eines muß man Müller lassen, er hat Ausstrahlung, und er kann reden. Zudem finde ich viele seiner vorgetragenen Analysen wirklich gut. Dafür schätze ich ihn sogar sehr.
Ich bin auch mit ihm einer Meinung, daß so ziemlich alle Staaten nach der totalen Überwachung lechzen, und dazu gehört selbstverständlich auch die totale Überwachung der Zahlungshistorie mittels Blockchains. Es ist für mich unstrittig, daß digitale Währungen kommen sollen.
Was ich aber nicht ganz schlüssig an Müllers Argumentation finde ist, daß man, hätter er Recht, erst eine dezentrale und pseudonyme Währung eingeführt hätte, also den Menschen die Vorzüge erst mal schmackhaft gemacht hätte, nur um dann später genau diese Vorzüge wieder abzuschaffen und ins krasse Gegenteil wandeln zu wollen.
Wer einmal die Vorzüge von Bitcoin erkannt hat, wird wohl kaum mit vollüberwachten digitalen Währungen zu begeistern sein.